Gemeinsam voran – IT und der Dritte Sektor

Blog | 7. März 2012 von Christoph Zeidler 0

Wie kann der soziale Sektor IT-Lösungen bestmöglich einsetzen? Wie kann insgesamt der Wertbeitrag der IT im Non-Profit-Bereich gestärkt werden? Und was tut die SAP? Experten diskutieren auf der CeBIT.

Die Informationstechnik beschleunigt Abläufe und macht Organisationen effizienter, unabhängig von Branche oder Geschäftsmodell. Doch wird gerade im Non-Profit-Bereich die IT oft nur als Kostenfaktor gesehen – obwohl der Bedarf an Unterstützung und die Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten groß ist. „Die IT ist ein Sonderthema, weil der Sozialbereich eine Sonderbranche ist“, so Dr. Dietmar Wolff, stv. Vorsitzender des FINSOZ (Fachverband Informationstechnologie in Sozialwirtschaft und Sozialverwaltung e.V.), der sich die Steigerung des Nutzwerts der IT im Sozialbereich zur Aufgabe gemacht hat. „Zwar haben wir zum Beispiel in Rechnungswesen, Materialwirtschaft oder Personal großteils dieselben Anforderungen, doch wird der Sektor fast ausschließlich fremdfinanziert.“ Dies mache Investitionsentscheidungen schwierig, da Budgets oft von gesetzlichen Regelungen bzw. der Situation der öffentlichen Haushalte abhängig seien. Hier setzt das SAP-IT-Spendenprogramm an, das in Zusammenarbeit mit Stifter-helfen.de gemeinnützigen Organisationen Business-Software kostenfrei zur Verfügung stellt. Über diese Plattform wurden seit Gründung 2008 von vielen IT-Unternehmen über 200.000 Produktspenden vermittelt. SAP war in Deutschland einer der Gründungsstifter, heute sind 17 Unternehmen dabei. „Gemeinnützige Organisationen können auf unserer Plattform eine IT-Spende beantragen, die dann nach Überprüfung vermittelt wird“, schildert Clemens Frede, Leiter Programmentwicklung, das Modell. So wurden bis heute IT-Lösungen aller Stifter im Volumen von 50 Mio. EUR an Non-Profit-Organisationen ausgegeben.

IT und Know-how nutzbar machen

Einer der Empfänger ist die Arbeiterwohlfahrt Bremerhaven, die dank SAP und Stifter-helfen.de ihr Berichtswesen mit SAP Crystal Reports auf eine tragfähige Basis stellen konnte. Neben den allgemeinen Reports können nun auch spezifische Berichte an Leistungsträger und Behörden einfach und schnell erbracht werden. „Das hätten wir uns sonst schlicht nicht leisten können“, so Wolfgang Boelmann, Leiter IT-Management bei der AWO Bremerhaven. Auch beispielsweise in der Pflegedokumentation wird den Anforderungen des Pflegetransparenzgesetzes nun IT-seitig Rechnung getragen. „Unsere Mitarbeiter werden entlastet und nutzen entstandene Freiräume nun für die tatsächliche Pflege.“

SAP engagiert sich nicht nur mit Produktspenden, sondern auch durch direktes soziales Investment. Eine wichtige Unterstützung sind auch die Beiträge der Mitarbeiter. Freiwilligenaktionen in sozialen Einrichtungen sind dabei nur ein Bestandteil. „Wichtiger als z. B. das Wändestreichen in einer Schule ist uns, dass wir dauerhaft unser Know-how in soziale Belange einbringen“, so Stefan Krauß, COO und Mitglied der Geschäftsleitung der SAP Deutschland. „Wir haben talentierte Mitarbeiter mit viel Erfahrung in allen Branchen, die diese Best Practices weitergeben und auf den Sozialbereich anwenden können.“ SAP unterstützt also nicht nur durch Geld- und Produktspenden sondern auch durch den Transfer von Know-how. „Wir schauen genau, wo und wie wir sinnvoll und nachhaltig unterstützen können.“ Ein Engagement, dass SAP auch in Zukunft vorantreiben möchte.

Roundtable-Teilnehmer IT und der Dritte Sektor

Dietmar Wolff (FINSOZ), Wolfgang Boelmann (AWO), Clemens Frede (Stifter-helfen.de) und Stefan Krauss (SAP Deutschland) in der Diskussion (Foto: Sabine Vogler)

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