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SAP Cloud for Analytics: Adhoc-Zahlen für Entscheider

10. März 2016 von Andreas Schmitz 0

Jedem Entscheidungsgremium im Unternehmen adhoc aggregierte Zahlen auf einer Oberfläche liefern: Das ist das Ziel der SaaS-Lösung SAP Cloud for Analytics, die mit dem Reporting, Planungen, Prognosen, Business Intelligence (BI) und Governance, Risk and Compliance (GRC) alle Analysefunktionen in einem Produkt vereint.

Ob Reportings oder Datenanalysen im Rahmen von Business Intelligence (BI), Planungen von Budgets oder Produktionszyklen, Simulationen der bevorstehenden Geschäftsentwicklung oder Analysen zu Abrechnungsbetrügereien: Diese bisher in separaten Anwendungen erstellten Auswertungen bündelt SAP künftig in einer Lösung. „Es gibt eine Oberfläche für alle analytischen Funktionen“, erläutert SAP-Experte Andreas Jürgen Luginger die wichtigste Eigenschaft der Cloud-basierten Lösung SAP Cloud for Analytics. Die auf Basis der SAP HANA Cloud Platform entstandene und damit native SAP HANA-Anwendung ist neu entwickelt und setzt nicht auf bestehenden On-Premise-Lösungen auf. Von den vier geplanten Bausteinen sind die Planungs- und BI-Funktionalität bereits im Einsatz. Vorausschauende Analysen werden mit der neuen Lösung noch in diesem Jahr möglich, die Entwicklung für den Bereich Governance, Risk und Compliance (GRC) beginnt gerade.

SAP Business Planning and Consolidation in Kombination mit SAP Cloud for Analytics: Ein hybrides Szenario

Welche Vorteile das für die Praxis in den Unternehmen bringt, zeigt das fiktive Beispiel eines Unternehmens, das ein hybrides Szenario für den Einsatz von SAP Cloud for Analytics gewählt hat. Da es seit einigen Jahren SAP Business Planning and Consolidation für seine Planungsprozesse nutzt und auch künftig nicht darauf verzichten möchte, behält es die Anwendung bei und spiegelt die Daten aus dem On-Premise-System in die Cloud. „Es ist nicht außergewöhnlich, dass in Unternehmen diverse Excel-Dateien vor der Konsolidierung des Planungsprozesses zusammengeführt werden müssen“, beschreibt Luginger eine typische Herausforderung im Planungsprozess. Zwar nutzen einige der oftmals vielen hundert in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter dafür SAP EPM, die Lösung für das Enterprise Performance Management. Andere Mitarbeiter, die nicht über eine Lizenz verfügen, machen das jedoch in Excel. „Diese Excel-Pakete zusammenzuführen, ist eine Herausforderung und erzeugt einen großen Druck bei jenen, die diese Daten konsolidieren müssen“, erläutert Luginger.

Mit Hilfe von SAP Cloud for Analytics wird diese Herausforderung umgangen. Der Nutzer meldet sich über einen Internetbrowser an und speist dort seine Daten ein. „Es gibt kein Excel-Hin- und Hergeschiebe mehr“, so Luginger, der einen weiteren besonderen Vorteil darin sieht, dass die technischen Voraussetzungen für die Nutzung gering sind.

Analysen und Reports auf Basis dieser Zahlen kann nun im Prinzip jeder im Unternehmen erstellen, der eine Zugriffsberechtigung auf seine Bereichszahlen hat. Waren es bei SAP Business Planning and Consolidation noch die Poweruser für die Planung, so ist jetzt jeder Teamleiter in der Lage, aktuelle Zahlen auszuwerten, Detaildaten einzusehen und Betriebsplanungen zu machen. „In vielen Unternehmen ist es heute noch üblich, in der IT-Abteilung entsprechende Berichte erst einfordern zu müssen – diesen Umweg können sich Mitarbeiter künftig sparen“, beschreibt Luginger einen Vorteil, der für jeden der vier Bereiche BI, Planung, vorausschauende Analysen und GRC potenziell gilt.

Analyse via On Premise oder aus der Cloud: Das Unternehmen entscheidet über das Nutzungsmodell

Die Entscheidung für das jeweilige Nutzungsmodell liegt beim Anwender. On-Premise-Anwendungen wie etwa SAP Lumira, SAP Design Studio und SAP BusinessObjects Analysis Office, Edition for Microsoft Office wird es auch weiterhin geben und diese Lösungen werden genauso weiterentwickelt wie die neue Cloud-Lösung. Doch wer will, kann auch ausschließlich auf die Cloud setzen. „Interessant ist die Lösung übrigens auch für alle, die auf der SAP HANA Cloud Platform eigene Anwendungen entwickeln“, so SAP-Experte Luginger, „denn oftmals fehlen Reporting-Funktionen. Diese lassen sich über eine SAP Cloud for Analytics-Erweiterung ergänzen.“ Wie in dem Beispielszenario beschrieben, ist allerdings die hybride Strategie, besonders in Europa, die realistischste und auch von SAP präferierte Vorgehensweise.

Wie die High-End-Lösung für ein Unternehmen aussehen kann, demonstriert SAP in diesem Jahr auf der CeBIT. Den so genannten Digital Boardroom hat SAP im eigenen Unternehmen bereits seit Herbst letzten Jahres im Einsatz. Auf drei großen Bildschirmen bauen sich seitdem Torten- und Balkengrafiken auf, die aktuelle Umsatzzahlen, Werksauslastungen und Simulationen für die unterschiedlichsten Szenarien darstellen. Per Touchscreen sind Vorstände und andere Entscheidergremien in Echtzeit in der Lage, Zahlen nach momentanem Bedarf darzustellen, externe Datenquellen einzubeziehen und immer dort ins Detail zu gehen, wo die Situation es erfordert. Die Voraussetzung für diese schnellen Adhoc-Analysen ist der Einsatz der Plattform SAP HANA oder der neuen Business Suite SAP S/4HANA.

„Live Decisions“ auf der CeBIT 2016: Ein Thema auf dem SAP-Stand in Halle 4

SAP schafft mit der selbst eingesetzten Lösung papiergestützte Entscheidungsprozesse komplett ab und reduziert den Aufwand von Vor- und Nachbereitungen von Sitzungen damit enorm. „Diskussionen darüber, wer die besseren und aktuelleren Daten hat, verschwinden“, fasst Luginger zusammen. Letztlich ist das die beste Grundlage für „Live Decisions“ auf Basis aller zur Verfügung stehenden Daten – ein Modell, das nicht nur für den Vorstand nützlich ist, sondern für alle Entscheidungsgremien im Unternehmen. Luginger: „Wir haben ein Werkzeug, das allumfassend ist und sämtliche Daten ohne Vorbereitung nutzbar macht.“

Weitere Informationen

  • Live Decisions auf der CeBIT 2016: SAP zeigt auf seinem Stand in Halle 4, wie sich strategische und operative Entscheidungen mit Hilfe von SAP Cloud for Analytics zügiger und präziser treffen lassen als bisher. Mehr Informationen zu diesem Live-Szenario und dem CeBIT-Programm von SAP finden Sie hier.
  • Der Digital Boardroom im praktischen Einsatz:

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