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SAP Employee Commuting Survey 2014: Vier Mal zum Mond und zurück

Feature | 26. Februar 2015 von Christine Susanne Müller 0

Die Ergebnisse der SAP Employee Commuting Survey 2014, in der alle SAP-Mitarbeiter weltweit zu ihrem Pendelverhalten befragt wurden, zeigen interessante Trends: Die Wahl der Verkehrsmittel und Arbeitsmodelle verändert sich.

Der durchschnittliche Arbeitsweg eines SAP-Mitarbeiters beträgt durchschnittlich 49,1 Kilometer. Auf das gesamte Unternehmen hochgerechnet entspricht dieser Weg einer Reise zum Mond, vier Mal hin und zurück – an einem einzigen Tag.

Die wichtigsten Umfrageergebnisse

Die wichtigsten Umfrageergebnisse

Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 70 km/h kämen für alle SAP-Mitarbeiter pro Arbeitstag fast 47.000 Stunden „Pendelaufwand“ zusammen. Diese wertvolle Zeit möchten viele Menschen immer häufiger effektiv nutzen. So arbeiten aktuell 16,7 Prozent aller SAP-Mitarbeiter bereits im Homeoffice, sechs Prozent mehr als noch 2013. Denise Russo beispielsweise hat seit sieben Jahren einen Telearbeitsplatz und arbeitet in ihren eigenen vier Wänden. Mit der Entscheidung, sich den Arbeitsweg zu sparen, hat sie eine klare Win-Win-Situation für alle Beteiligten geschaffen: Denn die in den USA ansässige Managerin konnte ihre Produktivität steigern, Stress reduzieren und gleichzeitig CO2-Emissionen verringern.

Andere Mitarbeiter nutzen die Fahrtzeiten zum Austausch und Networking mit Kollegen. Ein Beispiel hierfür ist Volker Müller, der als Senior Developer in St. Leon-Rot arbeitet und täglich eine Strecke von 42 Kilometern zurücklegt. An fünf Tagen pro Woche schließt er sich über die Plattform TwoGo mit Kollegen in Fahrgemeinschaften zusammen. So hat er bereits viele SAP-Mitarbeiter verschiedener Hierarchiestufen und Fachbereiche kennengelernt. „Wenn man selbst eine Mitfahrgelegenheit benötigt, ist es immer gut, Kollegen in der Nachbarschaft zu kennen“, erklärt Volker.

Fit bleiben – und zur Arbeit radeln

Den täglichen Arbeitsweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen wird immer beliebter und lässt sich gut mit dem persönlichen Fitnessprogramm verbinden. Martin Schäfer radelt fast täglich zu seinem Arbeitsplatz in Bensheim. In einem Jahr hat er so mehr als 2.000 km zurückgelegt. Die Vorteile des Fahrradfahrens liegen für ihn klar auf der Hand: „Es ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch gut für meine Gesundheit und meine Work-Life-Balance.“

Sakshi Goel, Associate Developer bei den SAP Labs in Gurgaon, Indien, bevorzugt den öffentlichen Nahverkehr. Sie wohnt in Neu-Delhi und fährt jeden Tag anderthalb bis zwei Stunden mit U-Bahn und SAP-Shuttlebussen zur Arbeit. „Das ist bequem und spart viel Zeit“, berichtet Sakshi Goel. „Ich vermeide so die regelmäßigen Staus, und meine Fahrtzeit verkürzt sich um fast die Hälfte.“

Im gesamten Konzern gibt es immer mehr Aktivitäten und Initiativen rund um das Thema Pendeln. Im kalifornischen Palo Alto wurde ein Programm namens „Palo Alto Commute Alternatives“ gestartet. Es hilft Mitarbeitern bei der Suche nach bequemen Alternativen wie Fahrgemeinschaften und öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Rahmen der „Sustainable Commuting & Mobility Week 2014“ stellten Experten neue Softwarelösungen und Pendlertrends bei SAP vor. Die „League of American Bicyclists“ zeichnete die SAP Labs in La Crosse für ihren Einsatz aus, Mitarbeiter zum Radfahren zu motivieren. Die SAP Labs in Vancouver haben ein neues Fahrradprogramm ins Leben gerufen.

In Fahrgemeinschaften zu pendeln kann maßgeblich dazu beitragen, die eigene Lebensqualität und den sozialen Austausch zu verbessern. Nicht zu vergessen: Die Umwelt profitiert von weniger CO2-Emissionen. Pendler können hier viel bewirken. Im Jahr 2014 betrug der CO2-Ausstoß pro Pendlerfahrt 5,4 kg. Anders ausgedrückt: Um die CO2-Emissionen zu absorbieren, die jeder einzelne Mitarbeiter täglich auf seinem Weg zur Arbeit produziert hat, war jeweils ein mittelgroßer Baum war erforderlich.

Dass der Trend in die richtige Richtung geht, belegen die Zahlen: Im Vergleich zu 2013 sind die CO2-Emissionen pro Arbeitsweg um 3,6 Prozent gesunken. Potenzial für weitere Verbesserungen verspricht vor allem die erweiterte interne Nutzung der SAP-Carpooling-Lösung TwoGo, die inzwischen auch im Business-to-Consumer-Segment eingeführt und bei SAP-Kunden im Einsatz ist.

 

Bildquelle: Shutterstock

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