SAP erreicht 18 Prozent Wachstum bei Softwarelizenzumsatz für 2005

Feature | 25. Januar 2006 von admin 0

Gesamtjahr 2005

Umsätze

  • Der Softwarelizenzumsatz stieg im Gesamtjahr 2005 um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2,78 Mrd. Euro (2004: 2,36 Mrd. Euro). Mit diesem Ergebnis hat SAP den für 2005 gegebenen Ausblick übertroffen. Das Unternehmen war von einem Wachstum von 12-14 Prozent ausgegangen. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse stieg der Softwarelizenzumsatz um 15 Prozent.
  • Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 8,51 Mrd. Euro (2004: 7,51 Mrd. Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse wuchs der Gesamtumsatz um 12 Prozent.
  • Der Softwarelizenzumsatz in den USA erhöhte sich um 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 820 Mio. Euro (2004: 625 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse stieg der Softwarelizenzumsatz in den USA um 28 Prozent.
  • In der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) stieg der Softwarelizenzumsatz um 8 Prozent auf 1,39 Mrd. Euro (2004: 1,29 Mrd. Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse wuchs der Softwarelizenzumsatz um 7 Prozent. In Deutschland war der Softwarelizenzumsatz auf gleichem Niveau wie im Vorjahr.
  • Der Softwarelizenzumsatz in der Region APA (Asien/Pazifik) erhöhte sich um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 363 Mio. Euro (2004: 289 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse stieg der Softwarelizenzumsatz in der Region APA um 22 Prozent. In Japan erhöhte sich der Softwarelizenzumsatz um 6Prozent auf 122 Mio. Euro. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse stieg der Softwarelizenzumsatz in Japan um 8 Prozent.

Marktanteile

Auf Grund des erneut starken Wachstums bei den Softwarelizenzumsätzen hat die SAP im Vergleich mit ihrer Peer Group weitere Marktanteile weltweit und in den USA gewonnen. Der Marktanteil der SAP im Vergleich zu ihrer Peer Group erreichte 62 Prozent Ende 2005 (auf der Basis des Softwareumsatzes in vier rollierenden Quartalen). Dies entspricht einem Anstieg von 2 Prozentpunkten gegenüber dem dritten Quartal 2005 und 7 Prozentpunkte gegenüber dem vierten Quartal 2004. In den USA lag der Marktanteil der SAP im Vergleich zu ihrer Peer Group bei 47 Prozent Ende 2005 (auf der Basis des Softwareumsatzes in vier rollierenden Quartalen). Das entspricht einem Anstieg von 3 Prozentpunkten gegenüber dem dritten Quartal 2005 und 10 Prozentpunkte gegenüber dem vierten Quartal 2004.

Ergebnisse

  • Das Betriebsergebnis stieg im Gesamtjahr 2005 um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2,33 Mrd. Euro (2004: 2,02 Mrd. Euro). Das Pro-forma-operative-Ergebnis erhöhte sich um 16 Prozent auf 2,41 Mrd. Euro (2004: 2,09 Mrd. Euro).
  • Die operative Marge stieg um 0,5 Prozentpunkte auf 27,4 Prozent. Die Pro-forma-operative-Marge erhöhte sich gleichfalls um 0,5 Prozentpunkte auf 28,3 Prozent. Dieses Ergebnis lag am oberen Ende des von SAP gegebenen Ausblicks (Steigerung um 0,0 bis 0,5 Prozentpunkte).
  • Das Konzernergebnis lag bei 1,50 Mrd. Euro (2004: 1,31 Mrd. Euro) oder bei 4,83 Euro je Aktie (2004: 4,22 Euro je Aktie). Das entspricht einem Anstieg von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Pro-forma-Konzernergebnis erhöhte sich ebenfalls um 14 Prozent auf 1,55 Mrd. Euro (2004: 1,36 Mrd. Euro) oder auf 5,01 Euro je Aktie (2004: 4,37 Euro je Aktie). Dieses Ergebnis überstieg den von SAP gegebenen Ausblick von einem Pro-forma-Konzernergebnis von 4,85 bis 4,95 je Aktie.

Cashflow

Das Unternehmen erzielte im Gesamtjahr 2005 einen operativen Cashflow von 1,51 Mrd. Euro (2004: 1,83 Mrd. Euro). Der Free Cashflow lag bei 1,25 Mrd. Euro (2004: 1,64 Mrd. Euro) und betrug damit 15 Prozent vom Umsatz (2004: 22 Prozent). Zum 31. Dezember 2005 verfügte SAP über liquide Mittel in Höhe von 3,4 Mrd. Euro (31. Dezember 2004: 3,2 Mrd. Euro).

Aktienrückkaufprogramm

Im Geschäftsjahr 2005 hat SAP 3,21 Mio. Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 129,77 Euro (Gesamtbetrag: 417 Mio. Euro) zurückgekauft. Im Vorjahr hat SAP 1,14 Mio. Aktien zurückgekauft. Zum 31. Dezember verfügte SAP über 6,68 Mio. eigene Aktien im Bestand. Das aktuelle Aktienrückkaufprogramm der SAP sieht die Möglichkeit des Erwerbs von bis zu 30 Mio. Aktien vor. Angesichts der starken Generierung von Free Cashflow beabsichtigt SAP, weiterhin Möglichkeiten zu prüfen, eigene Aktien zurückzukaufen, um den Aktienrückkauf 2006 zu erhöhen.
“2005 war ein hervorragendes Jahr für SAP” sagte Henning Kagermann, Vorstandssprecher der SAP AG. “Wir haben weitere Marktanteile hinzugewonnen. Unsere Kunden und Partner setzen verstärkt auf unsere Enterprise Services Architecture. Darüber hinaus haben wir die erste Produktsuite service-orientierter Unternehmenssoftware in unserer Branche ausgeliefert. Wir haben erneut unter Beweis gestellt, dass organisches Wachstum in unserer Branche ein Erfolgsrezept ist. Davon profitieren unsere Kunden, Partner und Aktionäre”.
“Das Jahr 2006 wird ein Meilenstein für SAP. Wir werden eine große Anzahl neuer Produkte an den Markt bringen. Unsere Produktpipeline ist stärker als je zuvor”, so Kagermann. “Neue Produkte unterstützen unsere Enterprise Services Architecture Roadmap. Sie sind verstärkt auf den Business User ausgerichtet und noch stärker auf das Mittelstandssegment zugeschnitten. Diese Produkte sind die Basis, auf der wir unseren adressierbaren Markt von derzeit rund 30 Mrd. US$ auf rund 70 Mrd. US$ im Jahr 2010 vergrößern werden.”

Viertes Quartal 2005

Umsätze

  • Der Softwarelizenzumsatz stieg im vierten Quartal um 18 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode auf 1,18 Mrd. Euro (2004: 1,00 Mrd. Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse wuchs der Softwarelizenzumsatz um 12 Prozent.
  • Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 15 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode auf 2,75 Mrd. Euro (2004: 2,40 Mrd. Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse wuchs der Gesamtumsatz um 9 Prozent.

Ergebnisse

  • Das Betriebsergebnis stieg im vierten Quartal um 18 Prozent gegenüber dem 4.Quartal 2004 auf 980 Mio. Euro (2004: 833 Mio. Euro). Das Pro-forma-operative-Ergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 19 Prozent auf 1,01 Mrd. Euro (2004: 851 Mio. Euro).
  • Die operative Marge stieg um 0,90 Prozentpunkte auf 35,6 Prozent. Die Pro-forma-operative-Marge erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 1,40 Prozentpunkte auf 36,8 Prozent.
  • Das Konzernergebnis lag bei 619 Mio. Euro (2004: 542 Mio. Euro) oder bei 2,00 Euro je Aktie (2004: 1,74 Euro je Aktie). Dies entspricht einem Anstieg von 14 Prozent gegenüber der vergleichbaren Vorjahresperiode. Das Pro-forma-Konzernergebnis erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 16 Prozent auf 642 Mio. Euro (2004: 554 Mio. Euro) oder 2,07 Euro je Aktie (2004: 1,78 Euro je Aktie).

Ausblick

SAP gibt folgenden Ausblick für das Gesamtjahr 2006:

  • Um die Transparenz weiter zu erhöhen, gibt SAP zum ersten Mal einen Ausblick für den Produktumsatz. Dieser setzt sich zusammen aus Softwarelizenz- und Wartungsumsätzen. SAP erwartet für 2006 ein Wachstum des Produktumsatzes in der Spanne von 13Prozent – 15Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Wachstumsrate basiert auf einem erwarteten Wachstum des Softwarelizenzumsatzes in der Spanne von 15Prozent – 17Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • SAP geht von einem Anstieg der Pro-forma-operativen-Marge in 2006 (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für aktienorientierte Vergütungsprogramme sowie der akquisitionsbedingten Aufwendungen) in der Spanne von 0,5 bis 1,0 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr aus.
  • SAP erwartet, dass das Pro-forma-Ergebnis je Aktie in 2006 (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für aktienorientierte Vergütungsprogramme sowie der akquisitionsbedingten Aufwendungen und der sonstigen Wertminderungen auf Minderheitsbeteiligungen) in der Spanne von 5,80 Euro und 6,00 Euro je Aktie liegen wird.
  • SAP geht von einem durchschnittlichen US-Dollar/ Euro-Wechselkurs von 1,23 US$ je 1 Euro aus.

SFAS 123R

Zum 1. Januar 2006 hat die SAP die Bilanzierung ihrer aktienorientierten Vergütungen auf die neuen Vorschriften des SFAS 123R umgestellt. Auf Basis der bis zum 31. Dezember 2005 erfolgten Zuteilungen aktienorientierter Vergütungen sowie der derzeit für 2006 geplanten Ausgaben im Rahmen des SOP-2002-Programms und des STAR-Programms erwartet SAP für das Geschäftsjahr 2006 einen Aufwand aus aktienorientierten Vergütungen in Höhe von rund 75 Mio. Euro. Hiervon werden etwa 30 Mio. Euro im ersten Quartal anfallen. Die restlichen etwa 45 Mio. Euro werden sich voraussichtlich gleichmäßig auf das zweite, dritte und vierte Quartal verteilen. Der Gesamtaufwand, der im Geschäftsjahr 2006 für aktienorientierte Vergütungen anfällt, kann auf Grund von Änderungen der erwarteten Verfallsrate sowie auf Grund zusätzlicher Zuteilungen von dem erwarteten Wert abweichen.
Im April 2005 hat das US-amerikanische Unternehmen ePlus, Inc., SAP in den USA wegen einer angeblichen Patentverletzung verklagt. Mit der Klage macht ePlus einen Schadenersatz in nicht spezifizierter Höhe, einen dreifachen Schadenersatz für eine angebliche vorsätzliche Verletzung von Patenten sowie einen Unterlassungsanspruch geltend. Auf Grund der am 31. Dezember 2005 und der aktuell vorliegenden Informationen ist das Management der SAP der Ansicht, keinerlei Rückstellungen für diesen Prozess für das Jahr 2005 bilden zu müssen. Das Management wird jedoch den Status dieses Rechtsstreites zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der endgültigen Zahlen im März überprüfen und könnte möglicherweise die heute veröffentlichten Zahlen anpassen, wenn sich herausstellen sollte, dass SAP für das Jahr 2005 in dieser Angelegenheit doch eine Rückstellung bilden muss.

Highlights im vierten Quartal 2005

  • Im vierten Quartal hat SAP bedeutende Verträge mit zahlreichen Unternehmen in allen Schlüsselregionen unterzeichnet. In der Region Amerika: Harley Davidson, High Industries, New York Times, Whirlpool. In der Region EMEA: Holcim, Hugo Boss, Norsk Hydro, PSA. In der Region Asien/ Pazifik: China Minsheng Bank, East Japan Railway, Petro China und Toyota Tsusho.
  • SAP hat am 7. Dezember 2005 angekündigt, das Angebot an Partnerentwicklungen für kleine und mittlere Unternehmen zu erweitern. Zwölf neue Softwarelösungen unabhängiger Anbieter werden dabei für SAP Business One zertifiziert. Diese zur Integration mit SAP Business One zertifizierten Lösungen werden im Rahmen des “SAP PartnerEdge Channel Partner Program” vorgestellt.
  • Das von SAP am 5. Dezember 2005 ins Leben gerufene Industry Value Network für Banken ist das erste strategische Forum, in dem CIOs und IT-Architekturexperten weltweit führender Banken gemeinsam mit SAP branchenspezifische Enterprise Services definieren. Dadurch wird die Einführung services-orientierter Architekturen (SOA) in der Finanzbranche beschleunigt. An der Initiative beteiligen sich führende Geldinstitute aus aller Welt wie ABN Amro, Absa, Barclays, Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA), Credit Suisse, Deutsche Postbank, ING und Standard Bank.
  • Accenture und SAP erneuern die Softwarelandschaft der China Minsheng Banking Corporation Limited. Das haben die Unternehmen am 29. November 2005 bekannt gegeben Die erste privat geführte chinesische Bank implementiert die Kernbanklösung aus dem Branchenportfolio SAP for Banking.
  • SAP hat den führenden US-amerikanischen Software-Spezialisten für Handel, Finanzdienstleister und Konsumgüterhersteller, Khimetrics Inc., übernommen. Das hat SAP am 22. November angekündigt. Der Zukauf des nicht börsennotierten Unternehmens stärkt die Marktposition der SAP im Handelsbereich.
  • Am 24. Oktober 2005 hat SAP die neueste Version von SAP Business One vorgestellt. Diese Unternehmenssoftware ist auf die Bedürfnisse von schnell wachsenden kleinen und mittleren Unternehmen zugeschnitten und festigt die Position von SAP als dem weltweit führenden Softwareanbieter für alle Unternehmensgrößen.
  • SAP hat am 17. Oktober 2005 die Erweiterung des Safe-Passage-Programms auf Anwender der Software von Siebel Systems angekündigt, die damit zu besonderen Konditionen auf Lösungen, Technologien und Dienstleistungen der SAP umsteigen können. Damit erhalten Unternehmen, die ihre CRM-Strategie durch die anstehende Übernahme Siebels durch Oracle gefährdet sehen, eine sichere und planbare Zukunftsperspektive. Das Angebot gilt zunächst für die USA und wird sukzessiv auf andere Länder ausgeweitet.
  • Seit dem 5. Oktober 2005 bieten SAP und Siemens Financial Services GmbH (SFS) ein Finanzierungsprogramm für SAP-Lösungen an. Das von SFS zur Verfügung gestellte Finanzierungsprogramm trägt den Namen “SAP Financing” und ist auf die individuellen Liquiditätsanforderungen der Kunden zugeschnitten. SAP Financing deckt dabei sämtliche Kosten einer SAP-Lösung ab, das heißt Software, Hardware, interne und externe Implementierung sowie Wartung während der Installation.
  • SAP plant für 2006 eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln. Das hat das Unternehmen am 28. Oktober 2005 angekündigt. Dabei soll durch die Umwandlung von Rücklagen das Grundkapital erhöht werden. Im Zuge dieser Maßnahme soll jeder Aktionär für eine bestehende Aktie zusätzlich drei neue Aktien (“Gratis-/Berichtigungsaktien”) erhalten. Dadurch wird jeder Aktionär nach Durchführung dieser Maßnahme vier anstatt bisher eine Aktie halten, wobei der Aktienpreis durch vier geteilt wird.

Telefonkonferenz / Internetübertragung / Ergänzende Finanzinformationen

Der Vorstand der SAP AG wird die Ergebnisse zum vierten Quartal und zum Geschäftsjahr 2005 am Mittwoch in einer Pressekonferenz um 10 Uhr (CET) und in einer Analystenkonferenz um 14 Uhr (CET) erläutern. Die Konferenzen werden live im Internet übertragen und anschließend als Aufzeichnung (Replay) im Internet zur Verfügung stehen. Ergänzende Finanzinformationen zu den Ergebnissen sind ebenfalls auf diesen Internetseiten verfügbar.

Quelle: SAP AG

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