SAP gibt Ergebnisse zum ersten Quartal 2003 bekannt

Pressemitteilung | 17. April 2003 von SAP News 0

WalldorfDie SAP AG hat heute das Ergebnis für das am 31. März endende erste Quartal des Jahres 2003 veröffentlicht.

Betriebsergebnis

Das operative Ergebnis für das erste Quartal stieg um 60 % auf 298 Mio. € (2002: 186 Mio. €). Das pro forma operative Ergebnis1 (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für aktienbezogene Vergütungsprogramme sowie akquisitionsbedingter Aufwendungen) verbesserte sich ebenfalls deutlich um 28 % auf 304 Mio. € (2002: 238 Mio. €). Die Marge beim operativen Ergebnis stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 9 Prozentpunkte auf 20 %. Die Marge beim pro forma operativen Ergebnis1 (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für aktienbezogene Vergütungsprogramme sowie akquisitionsbedingter Aufwendungen) verbesserte sich im gleichen Zeitraum um 6 Prozentpunkte auf 20 %.

Die Softwarelizenzumsätze sanken im ersten Quartal 2003 um 12 % auf 352 Mio. € (2002: 402 Mio. €) gegenüber der Vorjahresperiode. Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse sank der Softwarelizenzumsatz um 4 % gegenüber dem ersten Quartal 2002.

Die SAP verzeichnete im ersten Quartal 2003 erneut Marktanteilsgewinne. Betrachtet man vier rollierende Quartale, so beträgt der weltweite Marktanteil der SAP (basierend auf Softwarelizenzumsätzen) im Vergleich zu ihren wichtigsten Wettbewerbern (wie in Fußnote 2 definiert) 54 % am Ende des ersten Quartals 2003 verglichen mit 51 % am Ende des vierten Quartals 2002.

Der Gesamtumsatz im ersten Quartal 2003 sank um 8 % auf 1,5 Mrd. € (2002:
1,66 Mrd. €). Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse stieg der Gesamtumsatz um 1 % gegenüber dem ersten Quartal 2002. Der Produktumsatz, der sich aus Softwarelizenz- und Wartungserlösen zusammensetzt, betrug im ersten Quartal 2003 960 Mio. € (2002: 999 Mio. €). Die Wartungserlöse stiegen auf 608 Mio. € (2002: 597 Mio. €). Die Beratungserlöse betrugen
476 Mio. € (2002: 539 Mio. €) und die Schulungserlöse 77 Mio. € (2002: 110 Mio. €).

“Der weitere Ausbau unseres Marktanteils, insbesondere in den Kernmärkten unserer Wettbewerber, macht deutlich, dass die SAP mit ihrer Geschäftsstrategie im Markt richtig aufgestellt ist. Wir sind Marktführer, weil wir Produkte und Lösungen liefern, die einen Kundenutzen haben, und weil uns Vertrauenswürdigkeit und Integrität auszeichnet” sagte Hasso Plattner, Vorstandssprecher der SAP. “Wir sind gut positioniert, um von einem ökonomischen Aufschwung zu profitieren.”

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen1 (EBITDA, Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization) stieg im ersten Quartal 2003 auf 348 Mio. €
(2002: 240 Mio. €).

Das Konzernergebnis betrug im ersten Quartal 2003 186 Mio. € (2002: 65 Mio. €) oder 0,60 € pro Aktie (2002: 0,21 € pro Aktie). Dies ist ein Anstieg des Ergebnisses je Aktie um
186 %. Das pro forma Konzernergebnis1 (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für aktienbezogene Vergütungsprogramme sowie akquisitionsbedingter Aufwendungen und sonstiger Wertminderungen auf Minderheitsbeteiligungen) betrug im ersten Quartal 2003
200 Mio. € (2002: 109 Mio. €) oder 0,64 € pro Aktie (2002: 0,35 € pro Aktie). Dies entspricht einem Anstieg des Ergebnisses je Aktie von 83 %.

Das Unternehmen generierte im ersten Quartal 2003 einen Free Cash-flow1 (definiert als operativer Cash-flow abzüglich Investitionen in Höhe von 37 Mio. €) von 756 Mio. €. Zum
31. März 2003 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 1,9 Mrd. €.

Im ersten Quartal 2003 hat die SAP eigene Aktien im Wert von 71 Mio. € zurückgekauft. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 9. Mai 2003 vorschlagen, das Aktienrückkaufprogramm, das in der Hauptversammlung 2002 beschlossen wurde, fortzusetzen. Wie in der Vergangenheit wird das Unternehmen weitere Aktien im Einklang mit allen Gesetzen und Vorschriften und insbesondere kursschonend zurückkaufen.

Regionale Ergebnisse

Die Umsätze in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) sanken im ersten Quartal um 4 % auf 854 Mio. € (2002: 886 Mio. €). Die Umsätze in Deutschland sanken um 3 %. Die wirtschaftliche Lage in Europa hat sich im ersten Quartal weiter verschlechtert. Trotz des schwierigen Umfelds in Europa legt die SAP den Schwerpunkt auch in Zukunft auf die Profitabilität und behält weiterhin ihre starke Position in Europa. Die Region Amerika verzeichnete einen Umsatzrückgang um 20 % auf 468 Mio. € (2002: 587 Mio. €). Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse stieg der Umsatz jedoch um 1 %. Die SAP hat erneut ihre Wettbewerber im amerikanischen Markt übertroffen, vor allem aber in den USA. Hier konnte die SAP mit einem Softwarelizenzumsatz von 76 Mio. USD (71 Mio. €) weiter Marktanteile gewinnen und die Position als Marktführer von Unternehmenssoftware ausbauen3. Die Umsätze in der Region Asien/Pazifik (APA) erhöhten sich um 7 % auf 198 Mio. € (2002: 185 Mio. €). Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse stiegen die Umsätze in der Region APA um 20 %, vor allem wegen des starken Umsatzwachstums in Japan: Hier stieg der Umsatz um 37 % ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse. Die SAP sieht in Japan weiterhin großes Interesse an ihrer Software für Enterprise Resource Planning (ERP).

“Die derzeitigen volkswirtschaftlichen und politischen Entwicklungen führten zu Unsicherheiten in unseren Märkten. Dennoch setzte sich der Erfolgskurs der SAP fort, wobei wir im ersten Quartal insbesondere in Nordamerika und der Region Asien/Pazifik beeindruckende Ergebnisse erzielten,” sagte Henning Kagermann, Vorstandssprecher der SAP. “Wir konzentrieren uns auf die Erhöhung unseres Marktanteils und das Management der von uns beeinflussbaren Kenngrößen. Das Ergebnis des ersten Quartals bestätigt den eingeschlagenen Weg. Wir arbeiten weiter hart daran, unsere Effizienz zu steigern. Zugleich investieren wir in relevante Geschäftsbereiche, um so die führende Rolle als innovatives Unternehmen in unserer Branche weiter zu stärken.”

Softwareumsatz nach Lösungen

Mit mySAP Customer Relationship Management (mySAP CRM) erzielte die SAP AG wie in der Vorjahresperiode einen Softwareumsatz von rund 74 Mio. €. Dies sind 21 % vom Softwareumsatz insgesamt. Der Softwareumsatz mit mySAP Supply Chain Management (mySAP SCM) stieg um 5 % auf 83 Mio. € (2002: 79 Mio. €) und beträgt damit 24 % des gesamten Softwareumsatzes. Bei den Umsatzzahlen wurden sowohl die Softwareumsätze aus Verträgen für einzelne Lösungen sowie aus Verträgen für integrierte Komplettlösungen berücksichtigt. Die Zuordnung der Umsätze aus Komplettlösungen basiert auf Erhebungen zur geplanten Verwendung der Softwarelizenzen.

Ausblick

Obwohl das politische und wirtschaftliche Umfeld weiterhin nicht vorhersehbar ist, hat die SAP ihren Ausblick für 2003 nicht geändert. Die SAP geht davon aus, im Jahr 2003 ihren Marktanteil weiter auszubauen und die Profitabilität zu verbessern. Unter der Annahme, dass die Umsätze moderat steigen, die Kostensenkungsmaßnahmen weiter greifen und das Kaufverhalten der Kunden im Rahmen der gewöhnlichen Saisonalität bleibt, erwartet die SAP weiterhin, dass sich die pro forma operative Marge1 (ohne Berücksichtigung der Kosten für aktienorientierte Vergütungsprogramme sowie akquisitionsbezogener Aufwendungen) in Jahr 2003 um ungefähr
1 Prozentpunkt gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert verbessert. Darüber hinaus geht die SAP davon aus, dass das pro forma Ergebnis je Aktie1 (ohne Berücksichtigung der Kosten für aktienorientierte Vergütungsprogramme und akquisitionsbezogener Aufwendungen sowie außerplanmäßiger Abschreibungen) im Gesamtjahr 2003 zwischen 3,45 € und 3,60 € liegen wird.

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Höhepunkte im ersten Quartal

  • SAP schloss bedeutende Verträge ab. In diesem Quartal konnten unter anderem mit folgenden Unternehmen Verträge unterzeichnet werden: Computer Science Corp, ConocoPhillips und Hasbro in der Region Amerika, Novartis, British Council und Volvo in der Region EMEA und CitiPower, Shanghai Pudong Development Bank und Daewoo Shipbuilding in der Region Asien/Pazifik.
  • SAP führte die Integrations- und Applikationsplattform SAP NetWeaver im Markt ein. SAP NetWeaver integriert heterogene IT-Systeme und führt Geschäftsprozesse, Informationen und Anwender über Unternehmensgrenzen hinweg zusammen. Die neue Plattform ist vollständig kompatibel mit Technologien wie “.NET” von Microsoft oder “Websphere” von IBM.
  • SAP stellte ihre neue Enterprise Services Architecture (ESA) vor, die als Referenzarchitektur für zukünftige Geschäftsanwendungen gelten wird. ESA erreicht eine neue Dimension von Flexibilität, da alle Aspekte eines Geschäftsprozesses inklusive aller eingebundenen Personen, Systeme und Informationen gesteuert werden können. Dabei stellt SAP erstmals dar, wie Web-Services zukünftig als flexible Basis für Geschäftsanwendungen einsetzbar sind.
  • SAP führte die US-Version von SAP Business One im Markt ein. In diesem Zusammenhang hat die SAP eine Partnerschaft mit American Express geschlossen. Die Tax And Business Services Unit des Kreditkartenriesen wird SAP Business One vertreiben und Support leisten. Beide Unternehmen werden gemeinsam branchenspezifische SAP-Business-One-Editionen entwickeln. Außerdem werden die Partner ein neues Vertriebs- und Supportmodell aufbauen, das sich speziell an kleine und mittlere Unternehmen richtet.
  • Hasso Plattner gab kürzlich bekannt, dass er in den Aufsichtsrat wechseln möchte. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 9. Mai 2003 vorschlagen, Hasso Plattner als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat zu wählen. Bei einer Wahl von Hasso Plattner in den Aufsichtsrat wird Dietmar Hopp dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung Hasso Plattner als Vorsitzenden des Aufsichtsrats zur Wahl vorschlagen. Der bisherige Co-Vorstandsprecher Henning Kagermann wird dann als alleiniger Vorstandssprecher der SAP AG seine Aufgabe fortsetzen.
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Telefonkonferenz/Webcast

Der Vorstand der SAP AG wird heute um 15.00 Uhr (CET) / 14.00 Uhr (GMT) in einer Telefonkonferenz die Ergebnisse des ersten Quartals kommentieren. Die Konferenz wird live im Internet unter http://www.sap.de/investor übertragen und wird als “Replay” auf diesen Internetseiten verfügbar sein.

Fußnoten

1 Die Pressemitteilung enthält Kennzahlen wie EBITDA, Free Cash-flow, pro forma Betriebsergebnis, pro forma Konzernergebnis und pro forma Gewinn pro Aktie. Diese pro forma Kennzahlen werden nicht auf der Basis eines US-GAAP Rechnungslegungsstandards ermittelt und deshalb gemäss den Anforderungen der neuen Regelungen der US Börsenaufsichtsbehörde (“SEC”) auf die nächste durch US-GAAP Rechnungslegungsstandards regulierte Größe übergeleitet.

2 Der weltweite Marktanteil basiert auf den Softwarelizenzumsätzen von i2 Technologies, Inc., J.D. Edwards & Company, Oracle Corporation, Peoplesoft, Inc. und Siebel Systems, Inc. Bei den Softwareanbietern, die noch keine Zahlen oder vorläufigen Zahlen veröffentlicht haben, wurden Analystenschätzungen als Grundlage genommen.

3 Der US-Marktanteil basiert auf den US-Softwarelizenzumsätzen von i2 Technologies, Inc., J.D. Edwards & Company, Oracle Corporation, Peoplesoft, Inc. und Siebel Systems, Inc. Bei den Softwareanbietern, die noch keine Zahlen oder vorläufigen Zahlen veröffentlicht haben, wurden Analystenschätzungen als Grundlage genommen, für einige Anbieter wurde der US-Softwarelizenzumsatz geschätzt.

Tabellen (PDF-Format):

Informationen zu SAP

Die SAP AG, mit Hauptsitz in Walldorf, ist der weltweit führende Anbieter von Unternehmenssoftware. Das Angebot der SAP umfasst die Geschäftsanwendungen der mySAP Business Suite, Technologielösungen für die unternehmensübergreifende Integration von Geschäftsprozessen sowie Standardsoftware für den Mittelstand. Damit sind Unternehmen in der Lage, ihre Geschäftsprozesse intern sowie mit Kunden und Lieferanten erfolgreich zu organisieren und die betriebliche Wertschöpfung maßgeblich zu verbessern. Mehr als 13 Millionen Anwender in 19.600 Unternehmen setzen SAP-Lösungen in über 120 Ländern ein. SAP wurde 1972 gegründet und ist heute der weltweit drittgrößte unabhängige Softwareanbieter mit Niederlassungen in über 50 Ländern. Im Geschäftsjahr 2002 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 7,4 Mrd. Euro. Derzeit beschäftigt SAP über 28.600 Mitarbeiter, davon rund 12.500 in Deutschland.

Weitere Informationen unter: www.sap.de oder www.sap.com.

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