SAP HANA trotz Mittelstand

Feature | 19. März 2013 von Uta Spinger 0

Foto: Schukat electronic

Foto: Schukat electronic

Mittlerweile hat es sich herumgesprochen: Mit SAP HANA können Unternehmen ihre enormen Datenmengen verarbeiten und auswerten, um so intelligentere Prozesse zu gestalten. Durch den Echtzeitzugriff auf die Datenbank sind so Beschleunigungen um den Faktor 1000 und höher möglich. Eine beschleunigte Planung, die auch Simulations- und Vorhersagefähigkeiten hat, hilft beispielsweise die Lieferqualität zu erhöhen, Lagerbestände zu reduzieren und die Kundenbindung zu erhöhen.

Doch bislang galt: Die Investition rechnet sich nur für große Unternehmen. Dass das nicht stimmt, zeigt Schukat electronic, ein Familienbetrieb mit 140 Mitarbeitern in Monheim am Rhein. Als eines der weltweit ersten Mittelständler setzt der Versandhändler von elektrischen Bauteilen SAP NetWeaver Business Warehouse powered by SAP HANA ein. „SAP HANA ist auch für Mittelständler lohnend“, urteilt Geschäftsführer Georg Schukat. Denn mit der In-Memory-Technologie könne der Betrieb Wettbewerbsvorteile erreichen. Schukat erläutert: „Wir sind erfolgreich, weil wir ganz nah am Kunden sind. Als Versandhändler können wir uns nur über einen optimalen Service und kurze Lieferzeiten auszeichnen.“ Ein Schlüssel zum Erfolg sei die schnelle Verfügbarkeit: Um möglichst jeden Auftrag innerhalb von 24 Stunden zu bedienen, hält der Betrieb rund 97 Prozent der über 20.000 vertriebenen Elektronikbauteile stets am Lager verfügbar.

97 Prozent der Bauteile permanent auf Lager

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss Schukat electronic seine Prozesse ständig optimieren. „Dazu müssen wir aber in der Lage sein, unsere Prozesse im Detail zu analysieren“, so Schukat. „Wir brauchen sowohl einen Überblick auf die Gesamtdurchlaufzeit pro Auftrag als auch einen detaillierten Einblick in die Daten der einzelnen Systeme, um die Laufzeiten an der richtigen Stelle optimieren zu können.“

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Mit SAP HANA nur noch vier Sekunden für den Point-of-Sales-Bericht

Foto: Schukat electonic

Foto: Schukat electonic

SAP HANA hilft dabei: Mithilfe der In-Memory-Datenbank bündelt der Versandhändler sämtliche Prozessdaten auf einer Plattform. Berichte und Analysen lassen sich so leicht erstellen, Kennzahlen und Frühwarnindikatoren gezielt und tagesaktuell prüfen. „So wird die Dienstgüte unseres Services besser gewährleistet und die Kundenzufriedenheit erhöht“, berichtet Firmeninhaber Schukat.

Bereits 2009 hatte Schukat electronic SAP Enterprise Resource Planning (SAP ERP) und SAP Extended Warehouse Management (SAP EWM) für seine Lagersysteme eingeführt. Die Berichte und Analysen für die Logistik und den Vertrieb hatten die Monheimer selbst entwickelt. Damit stieß das Unternehmen jedoch bald an seine Grenzen, denn auch Mittelständler haben heute große Datenmengen zu verarbeiten. Immer wenn eine große Analyse anstand, hatte das Auswirkungen auf die Prozesse, die sich enorm verlangsamten und das Unternehmen lähmten. „Die Prozesse liefen zwar“, erinnert sich Schukat. „Aber es ähnelte einem Blindflug. Um optimale Geschäftsprozesse zu entwickeln, geht es heute nicht mehr ohne Business-Intelligence-System.”

Point-of-Sales-Berichte in vier Sekunden

Man überlegte zunächst, ob SAP HANA für das mittelständische Unternehmen nicht eine Nummer zu groß sei. Außerdem konnte Schukat noch auf keine Erfahrungen anderer Unternehmen seiner Größe zurückgreifen, da es weltweit zu den Ersten gehörte, die sich für SAP HANA entschieden hatten. Nun ist der Geschäftsführer mit der Performance und den Möglichkeiten, die SAP HANA bietet, hochzufrieden.  Denn so kann das Unternehmen nun gezielt Produkt- und Point-of-Sales-Analysen sowie Quartalsberichte durchführen.

Vor der Einführung von SAP HANA brauchte Schukat electronic vier Tage zur Erstellung des Point-of-Sales-Berichts, da viele manuelle Schritte bis zur Fertigstellung nötig waren. Nun konnte der Prozess mit SAP HANA automatisiert werden und dauert nur noch vier Sekunden. Und es ist nun auch möglich komplexere Berichte mit Daten aus unterschiedlichen Systemen zu erstellen, etwa aus den SAP-Anwendungen ERP und EWM, sowie auch aus anderen Systemen wie dem Webshop oder dem Kundenbeziehungsmanagement – über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Damit hat Schukat die volle Transparenz über seine Prozesse und kann Verbesserungsmöglichkeiten aufdecken: vom Auftragseingang bis zum Eingang der Ware beim Kunden. Da nun sämtliche Daten des Hauptprozesses in der HANA-Datenbank zusammengeführt werden, kann Schukat anhand dieser Daten Kennzahlen und Terminschwellen einrichten und so den Service für seine Kunden verbessern, etwa die Wartezeit bis zum Erhalt der Ware verkürzen. Künftig will der Elektronikhändler auch bei der Personalplanung flexibler sein und so Kosten senken – durch  eine Vorhersage der Mitarbeiterauslastung und der benötigten Arbeitskräfte.

„Mit SAP HANA ist es nun möglich, den Kunden genau den Service zu bieten, den sie erwarten“, freut sich Firmeninhaber Schukat. „Als Mittelständler ist es enorm wichtig, nahe am Kunden zu sein. Und SAP HANA hilft uns dabei.“

Sehen Sie in diesem Video, wie Schukat electronic die Logistik dank SAP HANA auf eine neue Stufe führen konnte.

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