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SAP-Infotag: SAP EWM und SAP TM gemeinsam nutzen

Feature | 19. Oktober 2017 von Andreas Schmitz 3

Über 700 Experten aus dem Lager und Transportmanagement erwartet SAP auf dem 25ten SAP-Infotag Lager- und Transportmanagement am 7. November 2017 in Mannheim. Er steht unter dem Motto „Logistik ist Live“. Conrad Electronic, die SiSi-Werke, Würth, BSH Hausgeräte und Brose gehören zu den Vortragenden.

Immer mehr Unternehmen setzen Lösungen für das Transport- und Lagermanagement von SAP nicht mehr isoliert ein, sondern nutzen sie gemeinsam: Das ist eine der Botschaften von SAP auf dem SAP-Infotag Lager- und Transportmanagement. End-to-End-Prozesse stehen entsprechend im Mittelpunkt der Veranstaltung. Geht eine Bestellung im Kernsystem des Unternehmens ein, verarbeitet die so genannte Supply-Chain-Execution-Plattform diese Informationen, stößt entsprechende Prozesse in der Transport- und Lagerlogistik an und organisiert die Lieferung. „Einerseits geht es darum, Automatiklager zu steuern und Mitarbeitern auf mobilen Endgeräten wie Tablets oder Smart Glasses Informationen bereit zu stellen, andererseits darum, die Transportlogistik einzubinden – also etwa über On-Board-Units Meldungen zu triggern“, erläutert der SCM Solution Architect Anselm Roth. Geschäftliche Daten aus dem ERP beziehungsweise SAP S/4HANA, Smart Data aus Sensoren in der Produktion oder Telematik-Informationen aus den LKWs fließen in der Supply-Chain-Execution-Plattform zusammen – dem „Transparenznetzwerk“, wie Roth es nennt.

Highlight: SAP TM und SAP EWM sind im digitalen Kern (SAP S/4HANA) „eingezogen“

Mehr als 700 Teilnehmer erwartet SAP auf dem SAP Infotag Lager- und Transportmanagement, der am 7. November 2017 zum 25ten Mal stattfindet. Zudem sind 28 SAP-Partner-Unternehmen vor Ort. Mit Vertretern unter anderem aus der Handels-, der Automobil- und der Konsumgüterindustrie ist das Who-is-Who der deutschen Wirtschaft auf der größten Logistikveranstaltung im SAP-Umfeld zu Gast. Längst bietet SAP als amtierender Gewinner aller IT-Kategorien beim Award „Beste Logistik Marke“ die nötigen Komponenten für die anvisierten End-to-End-Prozesse in Transport und Lager. Die besondere Herausforderung liegt bei den Unternehmen aktuell auf der Digitalisierung. Das könnte etwa die Frage sein, wie Sensordaten ins System reingespielt und ausgewertet werden können, so dass letztlich basierend auf diesen neuen Erkenntnissen Prozesse umgesteuert werden können. Ideal ist, wenn Transport und Lager ineinander spielen. „Nicht zuletzt deswegen sind unsere Lösungen für Transport und Lager, SAP TM und SAP EWM, nun in unseren digitalen Kern, SAP S/4HANA, eingezogen“, wie Roth sagt – als so genanntes Embedded EWM beziehungsweise TM. „Das vereinfacht die IT-Architektur, Schnittstellen werden weniger und sämtliche Systeme arbeiten auf Basis der gleichen Daten.“

Wie diese Kombination aus Transport- und Logistikprozessen gelingen kann, zeigen einige Beispiele von Unternehmen, die auf dem Podium des Kongresses präsentiert werden:

SiSi-Werke

Als ein neues Lager in Eppelheim gebaut werden sollte, entschied sich das Unternehmen für ein vollautomatisches Hochregallager. „Die Materialflusssteuerung (MFS) des Lagerlogistiksystems SAP EWM ist dafür zuständig, die Lagerautomation anzubinden und zu steuern“, erläutert Ralf Schränkler, SCM-Experte von SAP. Eine Palette des Vorzeigeprodukts des Unternehmens, Capri-Sun, wird also über die komplette Förderstrecke im Lager geleitet, ohne dass der Handgriff eines Mitarbeiters nötig wird. Verlassen die Produkte das Lager, fließen die Informationen in das „überlagerte SAP-ERP-System“, so Schränkler. Bestellt nun ein Handelsunternehmen mehrere Paletten Capri-Sun, ist gleichzeitig über Planungsalgorithmen dafür gesorgt, dass die ideale Transportmöglichkeit etwa über LKW gefunden wird und die LKWs gut ausgelastet werden können.

Conrad Electronic

Den stationären Handel und E-Commerce hat der Elektronikhändler bereits in einer Omnichannel-Strategie miteinander verbunden. Im Falle des E-Commerce-Verkaufs wird die Ware in Kartons verpackt und über Paketdienstleister an die Endkunden ausgeliefert – gesteuert über das Transportmanagement von SAP. Das über SAP EWM gesteuerte hochautomatisierte Zentrallager von Conrad arbeitet hier eng mit der Transportmanagement-Lösung SAP TM zusammen und unterscheidet zwischen LKW-Belieferung und Paketversand.

Showcases von SAP und SAP-Partnern

Zudem stehen praktische – und haptische – Anwendungen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Im Ausstellungsbereich zeigen SAP wie auch SAP-Partner in miniaturisierten Beispielen, wie Lager- und Transportmanagement ineinandergreifen. Hier die drei wichtigsten Showcases von SAP:

Showcase 1: Connected Logistics

Ein Szenario mit einem Warenlager und einem 30 Zentimeter langen LKW auf einer Straße simuliert eine Logistikabwicklung. Der LKW ist mit Temperatur- und Vibrationssensoren ausgestattet. So wird sichergestellt, dass die Ware über die gesamte Fahrt hinweg kontinuierlich gekühlt wurde und keinen Stößen ausgesetzt war. Kommt der Transporter in die Nähe des Lagers, wird er per Geofencing erkannt. Lagermitarbeiter können die Vorbereitungen treffen, ihn auszuladen und zugleich neue Waren bereitzustellen, mit denen der LKW dann gleich wieder beladen werden soll.

Showcase 2: Produktionsanbindungen

Über ein Fischertechnik-Modell wird die enge Verzahnung von Lager und Produktion dargestellt. Dabei werden Komponenten vollautomatisch ausgelagert und über Transportstrecken der Produktion zugeführt. Die Maschinen in der Produktion sind ebenfalls voll integriert in die SAP-Manufacturing-Systeme eingebunden. Die gefertigten Produkte werden dann über SAP EWM automatisiert ins Lager gelegt. „Schnittstellen und Insellösungen sind nicht mehr nötig“, sagt SAP-Experte Schränkler – „das Gesamtsystem wird so weniger störungsanfällig“. 

Showcase 3: Intelligent Automation

Wie ein Roboter zum intelligenten Assistenten des Menschen werden kann, zeigt ein dritter Showcase von SAP. Während des Kommissionierprozesses begleitet der Roboter den Menschen. Der Kommissionierer legt die „ausgefasten“ Produkte auf eine Ablagefläche des Roboters. Dieser bringt die Ware dann selbständig zur Packstation und unterstützt dabei intelligent den Versand zum Kunden.

Showcase 4: Yard Logistics

Mit einem Check-In Terminal mit Schranke sowie durch Einsatz mobiler Geräte und Pager werden verschiedene Prozesse in der Hofsteuerung dargestellt. „Am Terminal können sich Besucher einchecken und dann einige Prozesse mittels ausliegender Geräte durchführen”, erläutert SAP-Softwarearchitekt Matthias Nater. Diese nahtlos ineinander greifenden Komponenten sorgen für effiziente Prozesse auf dem Hof, die Daten werden im Hintergrund im SAP Yard Logistics verwaltet.

„Unsere Showcases zeigen, wie unsere Lager- und Transport-Lösungen, der digitale Kern mit SAP S/4HANA und auch SAP Leonardo etwa über die Integration der Sensorik in den Prozess ineinander greifen“, erläutert Schränkler.

Informationen

Der SAP Infotag Lager- und Transportmanagement findet am 7. November 2017 in Mannheim statt. In der Keynote wird der ehemalige Ski-Star Marc Girardelli zunächst über „Grenzerfahrungen im Spitzensport“ berichten, ehe Experten für das Lieferkettenmanagement unter anderem von Brose, Würth, Conrad Electronic und BSH Hausgeräte Einblicke in ihre Erfahrungen mit der SAP-Logistiksoftware geben.

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Erfahren Sie mehr über den Keynote-Speaker, den ehemaligen Ski-Weltklasseabfahrer Marc Girardelli.

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