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SAP.iO: Hier finden Startups Förderung

13. April 2017 von Camille Bui-Nguyen 3

Mit SAP.iO ruft SAP weltweit interne und externe Start-ups auf, ihre Ideen zu verfolgen und so Produkte und Dienstleistungen zu verwirklichen.

„Wir müssen aktiv werden, uns zeigen und Ideen weiterverfolgen.“ Mit diesen Worten wandte sich SAP-Vorstandschef Bill McDermott vor kurzem an die Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung des SAP.iO Fund. Bei dem Fonds handelt es sich um ein neues Innovationsprogramm, mit dem die SAP Start-ups innerhalb und außerhalb des Unternehmens fördert. „Solange Sie authentisch sind und die Software auch wirklich nutzen, werden wir uns wirklich für Sie einsetzen“, sagte er und betonte, dass die Veranstaltung Jungunternehmen die Möglichkeit biete, aktiv am Programm teilzunehmen und mit SAP HANA ihre Ideen und Träume auf der SAP.iO-Plattform umzusetzen.

Ausgestattet mit einem Anfangsbudget von 35 Millionen US-Dollar will SAP.iO in interne und externe Start-ups investieren, die sich in der Frühphase befinden und das SAP-Ökosystem größer und vielfältiger machen. Das heißt, der Fonds fördert Unternehmen, die herausragende Geschäftssoftware entwickeln.

Eines der Unternehmen, das auf Unterstützung durch den Fonds setzte, ist der Anbieter von Big-Data-Analysesoftware Paradata. Neben den Start-ups niki.ai, Quantiply, PlaceSpeak und Deep Relevance stellte Paradata sein Unternehmen der „Early-Stage Innovation Community“ von San Francisco in der neuen SAP.iO-Zentrale im Stadtteil SoMa vor. An der Veranstaltung nahmen Vertreter führender Venture-Capital-Fonds, Startup-Investoren, Startup Accelerator, Venture-Fonds von Unternehmen, vielsprechende Start-ups, Medienvertreter sowie SAP-Partner und -Berater teil.

Erstes von SAP.iO gefördertes Start-up

Mit ihrer Machine-Learning-Technologie hofft Paradata, die Logistikkette und Fertigung von elektronischen Bauteilen transparenter und effizienter zu machen. Möglich wird das durch eine „goldene Teiledatenbank“, wie es Jeff Zanardi nennt, Marketingchef des Softwareunternehmens. „Paradata bringt Big Data über maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz in die Logistikkette“, ergänzt Debra Ringer, CEO von Paradata. „Die Datenmengen, die SAP über Lieferanten, Risiken, Datenquellen und Feeds gesammelt hat, interessieren uns, weil wir gerade eine Datenbank über elektronische Bauteile aufbauen und mit Lieferanten in Verbindung bringen“, erklärt Ringer. „Unsere Kunden – sowohl SAP als auch Paradata – haben dadurch ein ganzheitliches, vollständiges Bild des Teils.“

Es ist nicht das erste Mal, dass SAP und Paradata zusammenarbeiten. In der Vergangenheit haben die beiden Unternehmen bereits untersucht, wie das Schwerpunktthema der Softwarefirma – die Logistikkette für elektronische Bauteile – mit den SAP-Ariba-Einkaufslösungen kombiniert werden kann. Bei der jetzigen Zusammenarbeit geht es um Finanzierung und Informationsaustausch – also um ein offenes Innovationskonzept, das bisher übliche Start-up-Investor-Beziehungen hinter sich lässt. „Anstatt einer reinen finanziellen Beziehung entsteht etwas Verbindendes, was einander ergänzt“, sagt Ringer.

SAP.iO unterstützt auch Start-ups von Mitarbeitern

Diese neue Art von Beziehung und Ökosystem, die SAP.iO entstehen lässt, beschränkt sich nicht nur auf externe Start-ups. Der Fonds investiert auch in Jungunternehmen der eigenen Angestellten. Dieser Zweig von SAP.iO – SAP.iO Innovations – ermutigt die SAP-Mitarbeiter zu Unternehmensgründungen und ermöglicht ihnen, weiterhin ihren Vollzeitstatus zu behalten.

Atlas ist eines der Start-ups, die bei SAP.iO Innovations mitmachen, von SAP-Mitarbeitern betrieben und geführt. Henning Kollenbroich leitet das Jungunternehmen: „Atlas beschäftigt sich mit Standortanalysen. Wir helfen Unternehmen, Datensätze zu Standorten zu analysieren und auf dieser Basis Geschäftsentscheidungen zu treffen.“

Wenn beispielsweise ein Laden oder Restaurant einen zweiten Standort in einem anderen Gebiet aufmachen möchte, hilft Atlas bei der Entscheidungsfindung: Damit lassen sich verschiedene Geodaten wie Laufkundschaft, Durchschnittseinkommen in diesem Gebiet oder Daten zu Verbrauchersegmenten sowie deren Präsenz in einem bestimmten Gebiet analysieren und bündeln. Normalerweise würde man hierfür ein Team von Geodatenspezialisten und Analysten benötigen. Mit Atlas können Anwender und Entscheidungsträger diese Analysen selbst im Unternehmen durchführen. „Wir sind in der Lage, diese bisher getrennten Datensätze zusammenzubringen und den Anwendern an einer Stelle zur Verfügung zu stellen“, erklärt Kollenbroich.

SAP.iO bringt durch die Unterstützung externer und interner Start-ups wie Paradata und Atlas die Entwicklung von Technologie sowie die Digitalisierung bei den Kunden voran. Gleichzeitig verändert SAP.iO auch die Dynamik zwischen Unternehmen und den Neugründungen, da alle Beteiligten von Ressourcen, Know-how und Chancen profitieren.

„Wir bringen uns in vielversprechende junge Start-ups ein und bringen diese Unternehmer und Kleinbetriebe auf eine Art und Weise voran, wie sie sonst nicht möglich wäre“, sagte McDermott auf der Veranstaltung. „Unsere Botschaft für Unternehmer lautet: Wenn ihr einen tollen Traum habt, wie ihr eine große Herausforderung lösen könnt, kommt zu uns und lasst uns diesen Traum zusammen verfolgen.“

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