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Väter bei SAP: Kinder und Karriere fest im Blick

Feature | 12. Mai 2017 von Martina Brückner 21

Noch vor 20 Jahren waren sie die Ausnahme: Männer in Elternzeit. Heute entscheidet sich immerhin laut Statistischen Bundesamt schon rund ein Drittel der Väter von Neugeborenen dafür. Während aber 93 Prozent der Mütter eine einjährige Auszeit vom Job nehmen, kehren 80 Prozent der Väter bereits nach zwei Monaten wieder in den Beruf zurück.

Verständlich ist das nicht. Geht doch SAP mit seinem Angebot an Eltern weit über die gesetzlich vorgesehenen Regelungen hinaus und bietet viel mehr als nur attraktive Teilzeit- und flexible Home-Office-Regelungen.

Unterstützung bei der Elternzeit

Bei SAP stehen Eltern-Coaching, Familien- und Erziehungs-Workshops, in vielen Regionen SAP Belegkrippenplätze, Informationsveranstaltungen und Stay-in Touch-Programme zur Verfügung. Das Firmen-Equipment kann nach Absprache mit dem Manager während der Familienpause weiter genutzt werden. Der Firmenwagen, das Leasing-Fahrrad oder ein Zuschuss zum ÖVP sowie Unfall- und Risikoabsicherungen stehen für die Dauer des ersten Jahres einer Elternzeit zur Verfügung. Sofern während der Elternzeit ein Teilzeit-Modell gewählt wurde, kann die tatsächliche Arbeitszeit ohne Gehaltseinbußen über das Arbeitszeitkonto noch weiter reduziert werden.

Elternzeit bei SAP kein Karrierekiller

Bedarf es also der Courage für eine Auszeit als Vater? Viele Männer, das zeigen Umfragen, fürchten das Gespräch mit dem Chef, das Naserümpfen der Kollegen und langfristig sogar das Aus ihrer Karriere. Bei SAP wird aber viel dafür getan, dass eine Eltern- und ausdrücklich auch eine Vaterzeit nicht zum Karrierekiller wird. Das Ergebnis lässt sich sehen:

Rund 70 Prozent der Mütter, die aus der Elternzeit zurückkehren, arbeiten bei SAP nach drei Jahren wieder im gleichen Umfang wie vor der Babypause. Bei den Männern sind es sogar knapp 90 Prozent. Auch auf die zukünftige Karriere dieser Männer hat eine kinderbedingte Auszeit bei SAP keine negativen Auswirkungen: Die Zahl der männlichen Mitarbeiter, die zwischen 2013 und 2016 eine Elternzeit in Anspruch genommen und dennoch einen Karriereschritt gemacht haben, liegt bei ca. 24 Prozent. Damit unterscheidet sie sich kaum von den 25,7 Prozent derer, die im gleichen Zeitraum ohne Elternzeit mit ihrer Karriere vorangekommen sind.

Johannes Martens

Seit Januar dieses Jahres ist Johannes Martens, dreifacher Vater und Account Manager im Bereich Professional Services, dank zusätzlichen Urlaubes zum ersten Mal faktisch für die Dauer eines kompletten Kalenderjahres in Elternzeit. Treibende Kraft für seine Entscheidung war, mehr Zeit für seine Kinder haben zu wollen: „Ich werde noch viele, viele Jahre arbeiten dürfen. Aber die Zeit, die ich mit meiner Familie und vor allem mit meinen Kindern in diesem Alter verbringen darf, wird niemals wiederkommen“, erklärt er.

Im Januar nächsten Jahres wird der Vertriebler in seinen alten Job zurückkehren. Reibungslos. Und mit der Chance, nach seinem Wiedereinstieg auch auf so einmalige Angebote wie das Eltern-Kind-Büro zugreifen zu können. Negative Konsequenzen für seine Karriere befürchtet er dank der vorbildlichen Familienpolitik seines Unternehmens in keiner Weise.

Eine Sorge, die Stefan Binnig-Gollub zunächst durchaus hatte:

Stefan Binnig-Gollub

„Bei meiner ersten Elternzeit habe ich mir schon ein wenig Gedanken gemacht, ob sich dies auf meinen weiteren beruflichen Werdegang auswirken wird“, räumt er ein. Der dreifache Familienvater war nach der Geburt seiner zweiten Tochter für zehn Monate in Elternzeit gegangen. Nach der Vertretung durch einen kanadischen Kollegen konnte er jedoch im Februar 2010 problemlos wieder in seinen alten Job als Technical Support Consultant nach Walldorf zurückkehren. Anfang 2013 übernahm er als Head of Training Systems Architects@Knowledge Transfer & Education eine Führungsposition – um bereits sechs Monate später erneut für zwei Monate in Elternzeit zu gehen. „Als Manager eines 20-köpfigen globalen Teams war das nicht mehr ganz so einfach wie beim ersten Mal als Mitarbeiter“, erzählt Stefan, dessen Auszeit auch noch in die heiße Phase eines Großprojekts fiel.  Doch dank „toller Unterstützung“ seitens des Managements und engen E-Mail- und Telefonkontaktes zu seinem Team habe alles reibungslos geklappt.

„Die Elternzeit war für mich die beste Zeit meines Lebens“, betont der 42-jährige Manager. Durch diese wichtige persönliche Erfahrung könne er auch seinen Mitarbeitern bei deren Wünschen und Problemen rund um das Thema Work-Life-Balance mit großer Offenheit und Verständnis begegnen, ist sich Stefan heute sicher.

Mitarbeiterzufriedenheit ist Teil des Selbstverständnisses von SAP

„Wir investieren in eine familienbewusste Personalpolitik, weil für uns die Bindung von motivierten Mitarbeitern unerlässlich ist.“, sagt Cawa Younosi, Personalleiter SAP Deutschland, der zudem deutschlandweit für Themen wie Vielfalt und Inklusion verantwortlich ist. „Für SAP ist die Zufriedenheit der Mitarbeiter ein zentrales Unternehmensziel. Deshalb schaffen wir die Rahmenbedingungen, um es unseren Mitarbeitern zu ermöglichen, privaten Herausforderungen nach ihren Vorstellungen begegnen zu können. Wir tun alles, um unsere Mitarbeiter bestmöglich in allen Lebenslagen zu unterstützen; insbesondere auch in Eltern- oder Pflegezeit. Uns ist bewusst, dass das Thema Work-Life-Balance eine immer größere Rolle für die Einordnung als attraktiver Arbeitgeber spielt. Wir wollen keine leeren Versprechungen machen, sondern tatsächlich neue Wege gehen und mit veralteten Vorurteilen aufräumen. Gerade auch Männer können und sollen sich bei uns trauen, die Familie in den Vordergrund zu stellen.“

Auch Johannes und Stefan sind froh, dass sie in ihren Entscheidungen für die längere Elternzeit von SAP optimal unterstützt wurden: „Man hat wirklich das Gefühl, dass die SAP versucht, es ihren Mitarbeitern beim Thema Work-Life-Balance so einfach wie möglich zu machen,“ sind sie sich einig.

Bild via Shutterstock, Syda Productions.

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