SAP-Konsolidierung bei BASF

Feature | 15. April 2008 von BASF IT Services 0

Rechenzentrum der BASF Quelle: BASF IT Services Holding GmbH

Rund 13.000 Mitarbeiter arbeiten nun täglich mit dem neuen System Cobalt (Consolidated BASF Accounting, Logistic and Technic System), in dem eine Datenmenge von fünf Terabyte verwaltet wird. Durch die Konsolidierung ihrer SAP-Systeme senkt die BASF ihre jährlichen IT-Betriebskosten um einen zweistelligen Millionenbetrag.

Das SAP-Konsolidierungsprojekt mit dem Namen PACE (Process and Application Consolidation Enterprise Systems BASF Group) wurde von der IT-Governance der BASF vor rund drei Jahren ins Leben gerufen und ist in seiner Dimension weltweit bisher einzigartig.

In Europa wird das Projekt von der BASF IT Services umgesetzt, die als IT-Dienstleister die SAP-Systeme betreibt und für den Support im Tagesgeschäft zuständig ist.

Das Ergebnis von PACE sind schnellere und kosteneffizientere Geschäftsprozesse, weltweit vergleichbare Daten und ein einheitlicher SAP-Standard: “Mit der neuen Plattform ist eine der modernsten IT-Landschaften der Welt entstanden. Die neue IT-Struktur kann flexibel an organisatorische Veränderungen im Unternehmen angepasst werden. Damit können wir die geschäftlichen Herausforderungen der nächsten Jahre noch effizienter meistern“, sagt Andrew Pike, Leiter Information Services BASF Group.

In der Vergangenheit war durch Weiterentwicklungen der einzelnen SAP-Systeme in der BASF eine heterogene IT-Landschaft mit einer Vielzahl von internen und externen Schnittstellen entstanden. Durch das Entfernen dieser Schnittstellen ist nun eine vollständig integrierte Prozesskette geschaffen worden.

Schritt für Schritt

In einem ersten Schritt hatte die BASF IT Services bis Ende 2005 eine gemeinsame Plattform für das Rechnungswesen und das Instandhaltungssystem am BASF-Standort Ludwigshafen aufgebaut. Parallel dazu hatte der IT-Dienstleister mehr als 4.000 ehemals maßgeschneiderte Systemanpassungen auf den aktuellen SAP-Standard gebracht.

Bis April 2006 war dann die Umstellung der operativen Systeme der gesamten BASF-Gruppe auf den Unicode-Standard erfolgt. Damit können alle Schriftsprachen der Welt in einem System abgebildet werden − Grundvoraussetzung für das weltweit einheitliche Darstellen von Geschäftsprozessen. Bis Anfang 2008 wurden dann alle einzelnen Arbeitsabläufe in dem neuen, integrierten System zusammengeführt. Dieser Prozess wurde von intensiven Tests begleitet.

Die größte Herausforderung in den vergangenen drei Jahren war die permanente Verfügbarkeit der Anwendungen. “Die 13.000 Anwender in Europa haben den Umbau kaum bemerkt, da die BASF IT Services dafür gesorgt hat, dass die Systeme trotz der Arbeiten immer verfügbar waren“, betont Dr. Ralf Sonnberger, Geschäftsführer der BASF IT Services.

“Wir haben unsere Support-Organisation frühzeitig auf die neue Anwendung Cobalt ausgerichtet und unsere Teams haben das Projekt bereits in den verschiedenen Testphasen unterstützt. Daher kennen wir die neuen Prozesse genau und können auch in Zukunft eine gleich bleibend hohe Support-Qualität garantieren.”

Mit der Migration der drei Anwendungen ist das Projekt PACE nicht beendet. Ohne Unterbrechung geht es weiter mit einem Folgeprojekt, bei dem die SAP-Anwendungen der BASF-Standorte Antwerpen und Schwarzheide auf das Cobalt-System überführt werden.

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