SAP stellt Memory Analyzer bereit

Feature | 17. Oktober 2007 von admin 0

Java-Entwickler profitieren vor allem von den Memory-Analyzer-Funktionen zur Speicheranalyse, die bislang nur für die SAP-NetWeaver-Technologieplattform zur Verfügung standen. SAP verstärkt damit ihr Engagement für die Eclipse-Technologie und die Open-Source-Community – über die bestehende Unterstützung der Eclipse IDE und verschiedener Plug-Ins hinaus, mit denen Entwickler ihre Open-Source-Anwendungen mit Geschäftslösungen von SAP verbinden können. Die Ankündigung erfolgt auf der SAP TechEd’07, die vom 17. bis 19. Oktober 2007 in München stattfindet.

Mit den neuen Funktionen können Java-Entwickler einfacher die Speicherauslastung von Servern ermitteln, wenn sie Anwendungen mit der Eclipse IDE entwerfen. Üblicherweise wird dabei auf dem Server eine bestimmte Speichermenge für eine Applikation reserviert. Im Dauerbetrieb kommt es jedoch vor, dass dieser Speicherplatz vollständig aufgebraucht wird und der Server neu gestartet werden muss. Da der Speicher bis zum Ausfall unter Umständen von Millionen von Objekten belegt worden ist, sind solche Situationen im Nachhinein ausgesprochen schwierig zu analysieren. Mit den neuen Memory-Analyzer-Funktionen von SAP können Entwickler nun ein graphisches Tool auf Basis der Eclipse Rich Client Platform (RCP) nutzen, um Allokationsmuster einzelner Objekte zu untersuchen. So können sie einfach bestimmen, wie sich der Speichereinsatz optimieren lässt, ohne den Server herunterfahren und kritische Geschäftsprozesse unterbrechen zu müssen.

„Als Gründungsmitglied von Eclipse unterstützt SAP die Eclipse-Community schon seit Jahren”, erklärt Mike Milinkovich, Executive Director der Eclipse Foundation. „Indem SAP Eclipse-Entwicklern die neuen Memory-Analyzer-Funktionen zur Verfügung stellt, hilft sie ihnen dabei, kommerzielle Anwendungen mit dem Development- und Application-Framework von Eclipse effizienter zu entwickeln. Es freut uns zu sehen, dass sich SAP weiterhin für die Open-Source-Community einsetzt.“

SAP NetWeaver Composition Environment auch für Eclipse

SAP ist bestrebt, den Entwicklern die notwendige Flexibilität zu bieten, um auf jeder Geschäftsprozessplattform innovative Lösungen zu entwerfen. Die neuen Entwicklungswerkzeuge für Eclipse erleichtern es, Geschäftsprozesse und zusammengesetzte Anwendungen (Composite Applications) auf Basis offener Standards zu entwerfen und damit den Bedarf unterschiedlicher Nutzergruppen zu adressieren. Durch die Funktionen, die SAP der Eclipse-Entwicklungsumgebung hinzufügt, erhalten Entwickler vereinfachten Zugriff auf sämtliche notwendigen Werkzeuge, um auf ihren jeweiligen Geschäftsplattformen Anwendungen zu fertigen.
Auf der SAP TechEd ’07 in Las Vegas kündigte SAP ihre neue Entwicklungsumgebung SAP NetWeaver Composition Environment an, ein integriertes Entwicklungs-Toolset, mit dem SAP-Kunden und Partner standardbasierte Composite Applications für heterogene IT-Landschaften entwerfen und implementieren können. Mit der heutigen Ankündigung stellt SAP Teile dieser innovativen Entwicklungsumgebung der gesamten Eclipse-Community zur Verfügung.

SAP wird Mitglied der OSGi Alliance

„Wir unterstützen offene Softwarelösungen, indem wir Industriestandards fördern und die Entwickler-Community mit Werkzeugen ausrüsten, die sie zur Schaffung innovativer Lösungen benötigen“, betont Zia Yusuf, Executive Vice President und zuständig für das weltweite Partner- und Ecosystem von SAP. „Eclipse ist die bevorzugte Entwicklungsumgebung von Java-Entwicklern. Mit den neuen Funktionen von SAP stärken wir den Gedanken der Co-Innovation innerhalb des Entwickler-Ecosystems. Und wir unterstützen die Entwickler dabei, unternehmensfähige Anwendungen für heterogene Umgebungen zu entwerfen.“

SAP gibt heute zudem ihren Beitritt zur OSGi Alliance bekannt. Dieses Konsortium entwirft Richtlinien und Standards, um die Interoperabilität von Anwendungen und Netzwerken zu optimieren. Dazu gehören auch die Architektur-Grundlagen für Eclipse. Nach Auffassung von SAP können Kunden und Partner von der wachsenden Offenheit und Interoperabilität durch Industriestandards nur profitieren. Mit dem aktiven Engagement in verschiedenen Standardisierungsgremien will SAP dazu beitragen, Industriestandards etwa für Enterprise SOA, Geschäftsprozessmodellierung und Geschäftsprozessmanagement oder auch für einzelne Branchen zu definieren.
Zur TechEd ’07 in München erwartet SAP über 4.500 Besucher, die sich vor Ort informieren, wie sich bestehende Geschäftsprozesse und IT-Landschaften transformieren und die Vorteile einer serviceorientierten Architektur für Geschäftsanwendungen voll ausschöpfen lassen. Laut Analystenhaus IDC gewinnt das SAP-Ecosystem als eigenständiges Wirtschaftssystem zunehmend an Bedeutung.

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