SAP SI übertrifft die Erwartungen

Feature | 2. Februar 2004 von admin 0

Nach den vorläufigen Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr stieg das Konzernergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) um 76,6 Prozent auf 40,4 Millionen Euro (Vorjahr 22,9 Millionen Euro). Die EBIT-Marge wurde nahezu verdoppelt und wuchs von 7,8 Prozent auf 14,4 Prozent. Der Gruppenumsatz ging trotz andauernder Investitionszurückhaltung und dem schwachen US-Dollar lediglich um 4,4 Prozent von 293,2 Millionen Euro auf 280,3 Millionen Euro zurück. Das Netto-Konzernergebnis belief sich auf 26,4 Millionen Euro nach 14,8 Millionen Euro im Vorjahr (plus 78,0 Prozent). Je Aktie betrug das Ergebnis 0,74 Euro (Vorjahr 0,41 Euro).
“Wir haben unseren Kunden deutlich machen können, dass die Serviceleistungen der SAP SI einen spürbaren Return on Investment bieten. Unser marktgerechtes Serviceportfolio einerseits und effizienzsteigernde Maßnahmen andererseits waren die wesentlichen Gründe für das gute Geschäftsjahresergebnis”, kommentiert SAP SI-Vorstandsvorsitzender Dr. Bernd-Michael Rumpf. Für 2004 erwartet er ein deutliches Umsatzwachstum um acht bis 12 Prozent.

Profitabilität um 77 Prozent gewachsen

Der Konzernumsatz der SAP SI ging konjunkturell und wechselkursbedingt leicht auf 280,3 Millionen Euro zurück (Vorjahr 293,2 Millionen Euro). Im zweiten Halbjahr war der Umsatz dabei auch ohne die Akquisitionen SLI und SPM deutlich höher, als im ersten Halbjahr: Insgesamt stieg er von Quartal zu Quartal kontinuierlich an. Besonders positiv entwickelte sich das Geschäft im Bereich Hosting/Application Management (Managed Services): Mit 32,3 Millionen Euro stieg dessen Anteil am Gesamtjahresumsatz auf 11,5 Prozent nach 9,4 Prozent im Vorjahr. Das EBIT wuchs im Jahresvergleich um 76,6 Prozent von 22,9 Millionen Euro auf 40,4 Millionen Euro. Auch die EBIT-Marge stieg sprunghaft an: von 7,8 Prozent im Vorjahr auf 14,4 Prozent. „Diese signifikante Steigerung erklärt sich durch eine hohe Beraterauslastung, konsequente Kosteneinsparungen sowie den Wegfall der in 2002 angefallenen Restrukturierungskosten und bedeutet für die SAP SI einen internationalen Spitzenplatz in der Profitabilität“, erklärt Joachim Müller, der Finanzvorstand des Unternehmens.
Im Kernmarkt Deutschland/Schweiz ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahr trotz einer deutlich rückläufigen Marktentwicklung nur um 2,6 Prozent von 257,5 Millionen Euro auf 250,8 Millionen Euro zurück. Das EBIT in dieser Region lag bei 36,3 Millionen Euro, was einer Marge von 14,5 Prozent entspricht, nach 19,3 Millionen Euro und einer Marge von 7,5 Prozent im Vorjahr.
Im US-amerikanischen Markt wurde die konjunkturelle Belebung bereits deutlich spürbar und führte zu signifikant ansteigenden Umsätzen im Jahresverlauf. Der Beitrag des US-Geschäfts zum Konzernumsatz wurde insgesamt allerdings durch den schwachen Dollar belastet: In Amerika erlöste SAP SI im Gesamtjahr 29,5 Millionen Euro, im Vorjahr waren es 35,7 Millionen Euro (-17,5 Prozent). Bereinigt um die Währungseffekte lag der Rückgang jedoch nur bei 1,4 Prozent. Das EBIT lag bei 4,1 Millionen Euro (Marge: 14,0 Prozent), in 2002 betrug es 3,6 Millionen Euro (10,1 Prozent).
Das Netto-Konzernergebnis lag mit 26,4 Millionen Euro um 78,0 Prozent höher als 2002 (14,8 Millionen Euro). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,74 Euro nach 0,41 Euro im Vorjahr. Der Auftragsbestand zum Stichtag 31. Dezember 2003 stieg von 157 Millionen Euro im Vorjahr und 147 Millionen Euro im Vorquartal auf 163 Millionen Euro. Die Anzahl der Beschäftigten lag zum Jahresende einschließlich der 240 Mitarbeiter von SLI und SPM bei 1.859 (Vorjahr 1.744).

Viertes Quartal mit Rekordumsatz

Im vierten Quartal erwirtschaftete SAP SI konzernweit mit 79,3 Millionen Euro den höchsten Quartalsumsatz seit der Firmengründung im Jahr 2000. Damit lag die SAP SI deutlich über dem Vorquartal (70,6 Millionen Euro) und dem Vorjahresquartal (74,0 Millionen Euro). Bereinigt um die Akquisitionen SLI und SPM setzte SAP SI im vierten Quartal 74,8 Millionen Euro um und zeigte damit erstmals in 2003 auch wieder organisches Wachstum. Das EBIT stieg im Jahresvergleich von 12,0 Millionen auf 13,3 Millionen Euro, die EBIT-Marge erreichte mit 16,8 Prozent (Vorjahr 16,2 Prozent) einen Spitzenwert.
Der Quartalsumsatz in Deutschland/Schweiz betrug 70,7 Millionen Euro, im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag er bei 65,2 Millionen Euro. Das EBIT lag bei 12,0 Millionen Euro, die Marge bei 17,0 Prozent. Im Vorjahresquartal hatte das EBIT bei 10,8 Millionen und die Marge bei 16,6 Prozent gelegen.
Auch im Quartalsvergleich belastete der schwache US-Dollar die erfreuliche Umsatzentwicklung in den USA: Während die Erlöse gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,1 Prozent von 8,8 Millionen auf 8,6 Millionen Euro zurückgingen, stiegen sie wechselkursbereinigt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16,1 Prozent. Im Vergleich zum dritten Quartal 2003 wuchs auch der ausgewiesene Umsatz um 12,2 Prozent (wechselkursbereinigt 18,6 Prozent). Das EBIT verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls von 1,2 Millionen (Marge: 13,7 Prozent) auf 1,3 Millionen Euro (Marge: 15,4 Prozent).

Strategische Akquisitionen

Mit zwei Akquisitionen setzte die SAP SI im Geschäftsjahr 2003 den Kurs des strategischen Wachstums und der Weiterentwicklung entlang der Wertschöpfungskette eines Full Service IT-Dienstleisters konsequent fort: Mit der SPM Technologies Deutschland GmbH, Berlin, wurde im Dezember ein bundesweit führender Anbieter für IT-Architekturberatung übernommen. Das Unternehmen stellt einen wichtigen Eckpfeiler in der Strategie von SAP SI dar: SPM war beratend an der Entwicklung der SAP-Applikations- und Integrationsplattform SAP NetWeaver beteiligt und besitzt zudem umfassendes Know-how bei der Implementierung von serviceorientierten IT-Architekturen (SOA). Bereits im September übernahm SAP SI die SLI Consulting AG, Regensdorf, Schweiz. Mit dieser Akquisition weitete SAP SI ihren Marktzugang in der Schweiz deutlich aus und ging einen weiteren Schritt in Richtung Internationalisierung. Bis 2006 soll der internationale Umsatzanteil von jetzt unter 20 Prozent auf über 30 Prozent ausgeweitet werden. Die Integration beider Unternehmen verläuft planmäßig. Zum Geschäftsjahres-Umsatz der SAP SI haben die beiden akquirierten Gesellschaften 6,6 Millionen Euro beigetragen, zum EBIT 1,3 Millionen Euro.

Profitables Wachstum in 2004

Erste Anzeichen für eine konjunkturelle Wende in 2004 sowie ein leichtes Wachstum des IT Service-Marktes sehen Marktforschungsinstitute nun auch für den deutschen Markt. SAP SI rechnet mit einer nach wie vor verhaltenen Marktentwicklung im ersten Halbjahr und einer Belebung in der zweiten Jahreshälfte. “Wir gehen für das Gesamtjahr von einem Umsatzwachstum zwischen acht und 12 Prozent und einer weiterhin hohen EBIT-Marge von 14 bis 15 Prozent aus”, erläutert Müller. “Obwohl Experten auch für 2004 weltweit nicht von signifikantem Wachstum im IT Service-Markt ausgehen, sind wir davon überzeugt, mit unserem strategisch erweiterten Dienstleistungsangebot und dem SAP NetWeaver als technologische Basis für umfassende Integrationsprojekte bestens aufgestellt zu sein, um diese Ziele zu erreichen”, so Vorstandsvorsitzender Rumpf.

Quelle: SAP SI AG

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