SAP-Softwarelizenzumsatz um 17 Prozent gestiegen

Feature | 19. Oktober 2006 von admin 0

3. QUARTAL 2006: Umsätze

  • Der Softwarelizenzumsatz im dritten Quartal stieg um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 691 Millionen Euro (2005: 590 Millionen Euro). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse wuchs der Softwarelizenzumsatz um 20 Prozent.
  • Der Produktumsatz (bestehend aus Softwarelizenzumsatz und Wartungsumsatz) betrug 1,6 Milliarden Euro (2005: 1,4 Milliarden Euro). Dies entspricht einem Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 erhöhte sich der Produktumsatz um 16 Prozent.
  • Der Gesamtumsatz im dritten Quartal betrug 2,2 Milliarden Euro (2005: 2,0 Milliarden Euro). Dies entspricht einem Anstieg von elf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse erhöhte sich der Gesamtumsatz um 14 Prozent.

Anteil der SAP auf Basis der Anbieter von “Core Enterprise Application”-Software

  • Der Anteil der SAP unter den Anbietern von “Core Enterprise Applications” (basierend auf dem rollierenden Softwarelizenzumsatz der vergangenen vier Quartale) stieg um 90 Basispunkte und lag zum Ende des dritten Quartals 2006 bei 22,6 Prozent. Damit ist der Anteil von SAP mehr als doppelt so groß wie der des nächstgrößten Anbieters. Der Gesamtsoftwareumsatz aller Anbieter von „Core Enterprise Application“-Software wird von SAP auf rund 16,4 Mrd. US-Dollar beziffert. Die Zahlen stützen sich auf Angaben von Branchenanalysten.

Regionale Ergebnisse

Alle drei Regionen erzielten im dritten Quartal 2006 zweistellige Wachstumsraten beim Softwarelizenzumsatz.

  • Der Softwarelizenzumsatz in der Region Amerika erhöhte sich um 19 Prozent auf 292 Mio. €, dabei stieg der Umsatz in den USA um 15 Prozent auf 228 Mio. €. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 erhöhte sich der Softwarelizenzumsatz in der Region Amerika um 23 Prozent und in den USA um 20 Prozent.
  • In der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) stieg der Softwarelizenzumsatz um 14 Prozent auf 301 Mio. €, dabei erhöhte sich der Softwarelizenzumsatz in Deutschland um drei Prozent auf 117 Mio. €. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse stieg der Softwarelizenzumsatz in der Region EMEA um 15 Prozent.
  • In der Region Asien-Pazifik erhöhte sich der Softwarelizenzumsatz um 22 Prozent auf 98 Mio. €, dabei stieg der Softwarelizenzumsatz in Japan um 51 Prozent auf 39 Mio. €. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse stieg der Softwarelizenzumsatz in der Region Asien-Pazifik um 28 Prozent und in Japan um 65 Prozent.

Ergebnisse

  • Das Betriebsergebnis stieg im dritten Quartal 2006 um 13 Prozentgegenüber dem Vorjahresquartal auf 583 Mio. € (2005: 517 Mio. €). Das Pro-forma-operative-Ergebnis1 erhöhte sich um 17 Prozent auf 606 Mio. € (2005: 520 Mio. €).
  • Die operative Marge stieg um 30 Basispunkte auf 26,0 Prozent. Die Pro-forma-operative-Marge1 verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 120 Basispunkte auf 27,0 Prozent.
  • Das Konzernergebnis lag bei 388 Mio. € (2005: 334 Mio. €) oder bei 1,27 € je Aktie (2005: 1,08 € je Aktie). Dies entspricht einem Anstieg von 16 Prozentgegenüber dem Vorjahresquartal. Das Pro-forma-Konzernergebnis erhöhte sich um 20 Prozent auf 405 Mio. € (2005: 337 Mio. €) oder 1,32 € je Aktie (2005: 1,09 € je Aktie).

„Wir hatten ein erfolgreiches drittes Quartal mit einer beeindruckenden Erfolgsquote gegenüber Mitbewerbern und zweistelligen Wachstumsraten bei den Softwarelizenzumsätzen in allen Regionen,” sagte Henning Kagermann, CEO und Vorstandssprecher der SAP. „Währungsbereinigt verzeichneten wir elf Quartale in Folge zweistellige Wachstumsraten bei Softwarelizenzumsätzen. Diese lange Erfolgsgeschichte beruht maßgeblich auf unserer Strategie des organischen Wachstums und widerlegt die Behauptung unseres größten Mitbewerbers. Unsere Strategie hat sich für unsere Kunden und für SAP bewährt – das zeigt die außergewöhnlich hohe Kundenzufriedenheit und der beachtliche Anstieg unseres Marktanteils. Unter den Anbietern von „Core Enterprise Applications“ hat sich unser Marktanteil von 16,5 Prozentvor drei Jahren auf heute 22,6 Prozenterhöht.”
„Wir haben in unserer Produkt-Roadmap die Komplettierung der SAP Enterprise Services-Oriented Architecture für 2007 ankündigt“, so Kagermann weiter. „Es freut mich, dass wir mit der Auslieferung aller Bestandteile in unserem Zeitplan liegen. Wir haben mit mySAP ERP 2005 unseren Kunden und Partnern die erste service-orientierte Suite ausgeliefert – weit früher als unsere Mitbewerber. Dank der Flexibilität einer Enterprise Services-Oriented Architecture können wir unseren Kunden mit mySAP ERP 2005 für die nächsten Jahre beschleunigte Innovation durch so genannte Enhancement Packages ermöglichen, ohne dass Kunden umfassende Software-Upgrades durchführen müssen.“

ERSTE NEUN MONATE 2006: Umsätze

  • Der Softwarelizenzumsatz in den ersten neun Monaten stieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 15 Prozentauf 1,8 Mrd. € (2005: 1,6 Mrd. €). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse wuchs der Softwarelizenzumsatz gleichfalls um 15 Prozent.
  • Der Produktumsatz betrug 4,4 Mrd. € (2005: 3,9 Mrd. €). Dies entspricht einem Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 erhöhte sich der Produktumsatz ebenfalls um 13 Prozent.
  • Der Gesamtumsatz betrug 6,5 Mrd. € (2005: 5,8 Mrd. €). Dies entspricht einem Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 erhöhte sich der Gesamtumsatz um zwölf Prozent.

Ergebnisse

  • Das Betriebsergebnis stieg in den ersten neun Monaten 2006 um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1,5 Mrd. € (2005: 1,4 Mrd. €). Das Pro-forma-operative-Ergebnis1 erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 16 Prozent auf 1,6 Mrd. € (2005: 1,4 Mrd. €).
  • Die operative Marge lag wie im Vorjahreszeitraum bei 23,5 Prozent. Die Pro-forma-operative-Marge1 verbesserte sich im gleichen Zeitraum um 70 Basispunkte auf 25,0 Prozent.
  • Das Konzernergebnis lag in den ersten neun Monaten 2006 bei 1,1 Mrd. € (2005: 877 Mio. €) oder bei 3,53 € je Aktie (2005: 2,83 € je Aktie). Dies entspricht einem Anstieg von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Pro-forma-Konzernergebnis erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2006 um 27 Prozent auf 1,2 Mrd. € (2005: 910 Mio. €) oder 3,75 € je Aktie (2005: 2,94 € je Aktie). Das Konzernergebnis, das Ergebnis je Aktie, das Pro-forma-Konzernergebnis und das Pro-forma-Ergebnis je Aktie für die ersten neun Monate wurden dabei durch einen einmaligen Steuereffekt in Höhe von etwa 30 Mio. € oder 0,10 € je Aktie positiv beeinflusst: Die effektive Steuerrate lag im zweiten Quartal durch eine Einigung mit den Finanzbehörden hinsichtlich eines spezifischen Vorfalls bei lediglich 25 Prozent.

CASHFLOW

  • Der operative Cashflow für die ersten neun Monate 2006 betrug 1,3 Mrd. € (2005: 1,1 Mrd. €). Der Free Cashflow lag bei 1,0 Mrd. € (2005: 901 Mio. €) und betrug somit 16 Prozent (2005: 16 Prozent) vom Gesamtumsatz. Zum 30. September 2006 verfügte SAP über liquide Mittel einschließlich kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 2,8 Mrd. € (30. September 2005: 3,1 Mrd. €). Die gegenüber dem Vorjahr reduzierten liquiden Mittel resultieren vorwiegend aus gestiegenen Aktienrückkäufen, Aufwendungen für Akquisitionen und erhöhten Dividendenzahlungen im Jahr 2006.

AKTIENRŰCKKAUFPROGRAMM

  • In den ersten neun Monaten 2006 hat SAP 5,81 Mio. Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 165,25 € zurückgekauft (Gesamtbetrag: 960 Mio. €). In den ersten neun Monaten 2005 hatte SAP 2,75 Mio. Aktien zurückgekauft. Zum 30. September 2006 verfügte das Unternehmen über 11,35 Mio. eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 139,89 € je Aktie im Bestand. Das aktuelle Aktienrückkaufprogramm der SAP sieht die Möglichkeit des Erwerbs von bis zu 30 Mio. Aktien vor. Angesichts der starken Generierung von Free Cashflow will SAP weiterhin Möglichkeiten prüfen, eigene Aktien zurückzukaufen.

AUSBLICK

SAP gab außerdem eine Aktualisierung des Ausblicks für 2006 bekannt:

  • Die SAP erhöhte ihre Erwartung für das Pro-forma-Ergebnis je Aktie (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für aktienorientierte Vergütungsprogramme sowie der akquisitionsbedingten Aufwendungen und der sonstigen Wertminderungen auf Minderheitsbeteiligungen). SAP geht nunmehr davon aus, dass das Pro-forma-Ergebnis je Aktie im Jahr 2006 leicht über der bisher kommunizierten Spanne von 5,80 € bis 6,00 € je Aktie liegen wird.
  • Die SAP bestätigte, dass sie für 2006 ein Wachstum des Produktumsatzes in der Spanne von 13 Prozent bis 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. Diese Wachstumsrate basiert auf einem erwarteten Wachstum des Softwarelizenzumsatzes in der Spanne von 15 Prozent bis 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aus heutiger Sicht ist es weniger wahrscheinlich, dass die Wachstumsraten von Produkt- oder Softwareumsatz am oberen Ende der vorgenannten Spannen liegen werden.
  • Die SAP bestätigte, dass sie für 2006 von einem Anstieg der Pro-forma-operativen-Marge (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für aktienorientierte Vergütungsprogramme sowie der akquisitionsbedingten Aufwendungen) in der Spanne von 50 bis 100 Basispunkten gegenüber dem Vorjahr ausgeht. Aus heutiger Sicht ist es weniger wahrscheinlich, dass der Anstieg der Pro-forma-operativen-Marge am oberen Ende der Spanne liegen wird.
  • Der Ausblick basiert weiterhin auf einem US-Dollar/Euro-Wechselkurs von 1,23 US$ je 1 €.

HŐHEPUNKTE IM 3. QUARTAL

  • Im dritten Quartal 2006 hat SAP wichtige Kundenverträge in allen Schlüsselregionen abgeschlossen, darunter in der Region Amerika: Au Bon Pain, Beall’s, Century Casinos, Inc., Michigan Department of Treasury, Pennsylvania Turnpike Commission, Philadelphia Newspapers LLC., US-Bundesstaat North Carolina. In der Region EMEA sind zu nennen Fujitsu Siemens, ABN AMRO, BMW, Stadt Nürnberg und Belarusbank. In der Region Asien-Pazifik waren die Verträge mit der Einzelhandelskette Wumart, der China National Offshore Oil Corp. sowie der Kyocera Mita Corporation von großer Bedeutung.
  • Die SAP stellte ihre neue Release-Strategie für mySAP ERP vor. Danach werden bis 2010 neue Funktionen der ERP-Standardsoftware als Serie von Erweiterungspaketen zur Verfügung gestellt. Das erste so genannte Enhancement Package ist für Dezember 2006 geplant.
  • Am 29. September 2006 gab SAP bekannt, dass die Plattform SAP NetWeaver vollständig mit der „Java Platform Enterprise Edition 5“ (Java EE 5) kompatibel ist. Damit unterstreicht die SAP ihre Open-Standards-Strategie und vereinfacht die Anwendungsentwicklung für Kunden und Partner.
  • SAP zog eine durchweg positive erste Bilanz der Übernahme von Lighthammer Software Development im Juni 2005. Der Erwerb der Lighthammer-Software schaffte die Grundlage für die Entwicklung der Anwendung SAP xApp Manufacturing Intelligence and Integration. Diese wurde bis zum 28. September 2006 in über 300 Kundenprojekten installiert. Die Lighthammer-Übernahme bestätigt den Erfolg der SAP-Strategie, das organische Wachstum des Unternehmens zu unterstützen und durch gezielte Zukäufe das Portfolio zum Vorteil für die Kunden zu ergänzen.
  • Am 26. September gab SAP bekannt, dass die Lösungen SAP CRM On-Demand um Funktionen für optimierte Kundenservices erweitert werden. Außerdem stellte SAP neue Funktionen für bereits bestehende SAP CRM On-Demand-Lösungen vor.
  • Am 20. September 2006 kündigten SAP und der Management-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture an, dass sie im Rahmen eines weltweiten Abkommens gemeinsam eine Lösung für Gesundheitsnetzwerke (Collaborative Healthcare Networks) entwickeln werden.
  • SAP startete die erste offene Community für Geschäftsprozess-Experten. Mit dieser „Business Process Experts Community“ soll der Austausch zwischen IT und Business verbessert werden.
  • SAP stellte SAP Enterprise Search vor. Mit dieser Anwendung können Unternehmen wichtige Geschäftsdaten aus internen und externen Quellen finden und nutzen, und so Zeit sparen und die Produktivität erhöhen. Die Anwendung steht für Entwickler zum Download bereit. SAP Enterprise Search wird ab 2007 allgemein erhältlich sein.
  • SAP kündigte die Verfügbarkeit des SAP Discovery System für Enterprise Service-Oriented Architecture (Enterprise SOA) an. Damit können Entwickler risikofrei die Vorzüge einer Enterprise SOA evaluieren.
  • Am 6. September gab SAP bekannt, dass sie ihr Portfolio an Lösungen für nachhaltige Unternehmensführung, Risikovermeidung und zur Einhaltung behördlicher Auflagen, das so genannte Governance, Risk and Compliance Management, erweitert. Darüber hinaus schloss SAP eine strategische Partnerschaft mit Cisco Systems für den nordamerikanischen Markt.
  • Das erste Partnerunternehmen der SAP, das Gelder aus dem globalen SAP NetWeaver Fond erhält, ist das kalifornische Softwarehaus Questra Corporation. Die Firma entwickelt Lösungen für das Intelligent Device Management (IDM). Dies gab SAP am 15. August 2006 bekannt.
  • Die Pennsylvania Turnpike Commission, Betreiber eines über 850 Kilometer langen, mautpflichtigen Fernstraßennetzes im US-Bundesstaat Pennsylvania, nutzt erstmals den kombinierten Leistungsumfang von Microsoft Office und SAP in einer Installation. Die von Microsoft und SAP gemeinsam entwickelte Anwendung Duet erhöht die Effizienz der Geschäftsabläufe und vereint den hohen Anwendernutzen beider Technologien. Dies gab SAP am 26. Juli 2006 bekannt.
  • Am 10. Juli 2006 kündigte SAP zusätzliche Internet-Funktionalität für SAP Business One an, der Softwarelösung für mittelständische Unternehmen. Damit erhalten Kunden in einem Softwarepaket alle Funktionen für die einheitliche Darstellung geschäftskritischer Kundeninformationen aus Vertrieb, Finanzwesen, Fertigung, Berichtswesen und Prozessen.

Telefonkonferenz / Internetübertragung / Ergänzende Finanzinformationen

Der Vorstand der SAP AG wird am Donnerstag um 15 Uhr in einer Telefonkonferenz die Ergebnisse des 3. Quartals und der ersten neun Monate 2006 erläutern. Die Konferenz wird live im Internet unter http://www.sap.de/investor übertragen und anschließend als Aufzeichnung (Replay) zur Verfügung stehen. Weitere Finanzinformationen zu den Ergebnissen sind ebenfalls auf diesen Internetseiten verfügbar.

Quelle: SAP AG

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