SAP steigert Umsatz um 10% auf 1,18 Mrd. €

Pressemitteilung | 19. April 2000 von SAP News 0

WalldorfDie SAP AG hat ihren Umsatz im 1. Quartal 2000 um 10% auf 1,18 Mrd. EUR(1. Quartal 1999: 1,08 Mrd. EUR) gesteigert. Der Gewinn vor Steuern (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für das Mitarbeiterbonusprogramm STAR) wuchs um 114% auf 334 Mio. EUR (156 Mio. EUR); einschließlich der STAR-Kosten verringerte sich der Gewinn vor Steuern um 45% auf 95 Mio. EUR (172 Mio. EUR). Im 1. Quartal wurde ferner ein Finanz- und nicht-operatives Ergebnis in Höhe von 206 Mio. EUR (-2 Mio. EUR) erzielt. Das Konzernergebnis ermäßigte sich um 43% auf 56 Mio. EUR (98 Mio. EUR).

„Das erste Quartal war für die SAP wie erwartet kein leichtes. Zwar sind wir mit dem Ergebnis durchaus zufrieden, doch sind wir entschlossen, uns in unserem Geschäft noch schneller zu bewegen und noch effektiver zu agieren“, sagt Henning Kagermann, Vorstandssprecher der SAP AG. „Angesichts eines scharfen Wettbewerbs bei internet-basierten Softwarelösungen insbesondere in den USA setzen wir unseren Kurs fort, bedeutende Ressourcen in die Stärkung des Momentums von mySAP.com zu investieren. Unsere Auftragslage für das weitere Jahr ist gut, und wir erwarten ein stärkeres Softwaregeschäft im zweiten und dritten Quartal des Jahres“, so Kagermann weiter.

Kräftiges Wachstum in Europa

Im 1. Quartal 2000 stieg der Umsatz in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) um 15% auf 608 Mio. EUR (529 Mio. EUR) und im asiatisch-pazifischen Raum (APA) um 40% auf 139 Mio. EUR (99 Mio. EUR). In der Region Amerika ermäßigten sich die Erlöse um 3% auf 436 Mio. EUR (448 Mio. EUR).

Der Produktumsatz legte um 21% auf 742 Mio. EUR (615 Mio. EUR) zu, wobei der Umsatz mit neuen Softwarelizenzen um 4% auf 369 Mio. EUR (355 Mio. EUR) stieg. Der Umsatz aus mySAP.com-Verträgen trug mit 80 Mio. EUR zum Lizenzumsatz im Quartal bei, dies entspricht 22% des Lizenzumsatzes (4. Quartal 1999: 16%). Mit den New-Dimension-Produkten wurden 68 Mio. EUR (Anteil am Lizenzumsatz: 18%) erzielt (4. Quartal 1999: 11%).
Der Beratungsumsatz ermäßigte sich um 3% auf 332 Mio. EUR (1. Quartal 1999: 343 Mio. EUR), während die Schulungserlöse um 14% auf 95 Mio. EUR (110 Mio. EUR) nachgaben.

„SAP schafft die Internetstrukturen für das kollaborative Geschäft“

Im ersten Quartal hat die SAP einige strategische Entscheidungen getroffen, um das Unternehmen noch stärker auf das rasant wachsende Geschäft im Bereich internet-basierender Geschäftssoftware auszurichten. Die SAP kündigte die Gründung von zwei neuen Tochterunternehmen in den Bereichen Business-to-Business-Marktplätze sowie Application Hosting an. Darüber hinaus startete die SAP im ersten Quartal eine weltweite Marketingkampagne.

SAPMarkets, das neue Tochterunternehmen für den Aufbau von mySAP.com-Marktplätzen, vereinigt alle bisherigen Entwicklungen im Umfeld der mySAP.com-Marktplätze unter einem Dach. Damit erhalten die Kunden die notwendige Technologie und das dazugehörige Know-how in der Integration unternehmensübergreifender Geschäftsprozesse, die für die Realisierung von Marktplätzen in Internet-Geschwindigkeit notwendig sind. Das neue Unternehmen für Application Hosting, SAPHosting, ist darauf ausgerichtet, sowohl die ASP-Dienstleistungen der SAP zu vermarkten als auch Support und Qualitäts-Benchmarks für das expandierende Netz der mySAP.com-ASP- und -Hosting-Partner zu bieten. SAPHosting ist zunächst auf den europäischen Markt fokussiert.

„SAP schafft die Internetstrukturen für das kollaborative Geschäft zwischen Unternehmen und liefert dazu die vollständigste am Markt verfügbare Lösung. Im ersten Quartal konnten wir rund 100 mySAP.com-Verträge abschließen – ein Beleg für unsere Fähigkeit und Entschlossenheit, unsere Kunden erfolgreich in ihrem Geschäft zu unterstützen,“ sagte Hasso Plattner, Vorstandssprecher der SAP AG. „Durch die Gründung separater Tochtergesellschaften haben wir die Kapazitäten und die Flexibilität geschaffen, die wir zur Erhaltung unserer Marktführerschaft benötigen.“

Höhepunkte im 1. Quartal 2000

mySAP.com weiterhin auf Erfolgskurs:

Der Markterfolg von mySAP.com setzte sich im 1. Quartal fort. Für mySAP.com entschieden sich der Internet-Auktionator eBay, State of Arkansas, die europäischen Unternehmen Buderus, Eurotunnel und Hubwoo.com sowie im asiatisch-pazifischen Raum die Firmen Kawasaki Heavy Industry und Sanyo Electric.

mySAP.com setzt sich aus den folgenden vier Elementen zusammen:

mySAP.com Workplace: Als rollenspezifisch ausgelegtes Internet-Portal für Unternehmen bietet der mySAP.com Workplace eine einheitliche Arbeitsoberfläche mit Zugriff auf alles, was der Benutzer zur Erledigung seiner betrieblichen Aufgaben benötigt. Der Umgang mit dem bedarfsgerecht anpassbaren Workplace erschließt sich praktisch von selbst. Per Mausklick stehen genau die Applikationen, Informationen und Dienste bereit, die der einzelne Mitarbeiter im Tagesgeschäft benötigt. Damit sorgt der Workplace für mehr Effizienz und Produktivität in dynamischen, schnellebigen, marktorientierten Arbeitsumfeldern.

mySAP.com Business Applications: kooperative, rollenspezifische Lösungen für die Bereiche Business Intelligence, Supply Chain Management (SCM), E-Commerce und Customer Relationship Management (CRM), ausgelegt auf eine vollständig integrierte Transaktionsabwicklung zwischen Unternehmen bzw. zwischen diesen und den Endverbrauchern.

mySAP.com Marketplaces: Als Internet-Forum für virtuelle Wirtschafts- und Interessengemeinschaften fördert der mySAP.com-Marktplatz die bilaterale und multilaterale Kooperation zwischen Unternehmen. Über 5.600 Firmen haben sich bereits am mySAP.com-Marktplatz registrieren lassen.

Deutsche Bank und SAP haben eine strategische Kooperation zum Aufbau gemeinsamer Marktplätze basierend auf SAP-Internettechnologie und Business-Anwendungen im Rahmen von mySAP.com vereinbart. Darüber hinaus wird die Deutsche Bank auf SAP-Marktplätzen Finanzprodukte und andere Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Ergänzend planen die beiden Unternehmen – ebenfalls auf der Basis der mySAP.com-Technologie – die Einrichtung und den Betrieb virtueller Marktplätze für einzelne Branchen.

Mehrere führende internationale Chemiekonzerne kündigten in Zusammenarbeit mit SAP den Aufbau des führenden elektronischen Marktplatzes für die chemische und pharmazeutische Industrie im Rahmen eines unabhängigen Joint Venture an. Die weltweit führenden Nahrungsmittelkonzerne Danone und Nestlé gaben Pläne zur Einrichtung des ersten europäischen Marktplatzes für die elektronische Beschaffung in der Konsumgüterbranche bekannt. Auch dieser Marktplatz, der voraussichtlich im Juli dieses Jahres eröffnet wird, basiert auf der E-Business-Plattform von mySAP.com.

Application Hosting with mySAP.com: ermöglicht den Zugriff auf SAP-Lösungen über Netzwerke. Es erlaubt den Unternehmen, wesentlich schneller und kostengünstiger eine moderne Software für den Handel im Internet einzusetzen.

you can. it does.

Die SAP hat im 1. Quartal 2000 eine großangelegte weltweite Marketingkampagne gestartet. Flankiert durch einen kombinierten Einsatz von Fernsehen, Print- und Online-Medien, ist diese Kampagne Bestandteil einer umfassenden Kommunikationsinitiative, über die der Markenname mySAP.com fest etabliert werden soll. Der neue Werbeslogan “you can. it does.” steht für die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten, die sich den Unternehmen ebenso wie dem einzelnen Anwender durch Nutzung von mySAP.com und Internet erschließen. Die Werbekampagne wird das ganze Jahr hindurch laufen.

SAPMarkets

Im März kündigte die SAP die Gründung einer neuen Tochtergesellschaft – SAPMarkets – an, die sich auf die Einrichtung und Unterstützung global vernetzter Business-to-Business-Marktplätze konzentrieren wird. Anknüpfend an die erfolgreiche Einführung von mySAP.com im vergangenen Jahr, setzt die SAP mit diesem Schritt in der Entwicklung, Vermarktung und im Betrieb von Internet-Marktplätzen sowie in der Bereitstellung kooperativer Unternehmenslösungen einen neuen Standard. Die Gesellschaft wird in Palo Alto (US-Bundesstaat Kalifornien) ansässig sein und ihre volle Geschäftstätigkeit voraussichtlich im Mai 2000 aufnehmen.

CeBIT

mySAP.com war auch das Hauptthema der SAP auf der CeBIT, der jährlich in Hannover veranstalteten größten IT-Messe der Welt. Angekündigt wurde dort unter anderem die Gründung einer weiteren Tochtergesellschaft, der SAPHosting, die sich um das zügig wachsende Geschäft mit Application Service Providing (ASP) sowie Application Hosting kümmern wird.


Wichtige Kennzahlen auf einen Blick (in Mio. €)
1. Quartal 2000
SAP Konzern

  1. Quartal 2000 1. Quartal 1999 Veränderung in
%
Umsatz (in Mio.
EUR)
1.183 1.076 10
Gewinn vor Steuern
(in Mio. EUR)
95 172 -45
Konzernergebnis
(in Mio. EUR)
56 98 -43
Mitarbeiter (31.3.) 22.298 20.406 9
– davon in Deutschland
(operat.)
3.497 3.050 15


Vorläufige Gewinn- und Verlustrechnung 1. Quartal
SAP Konzern (in Mio. EUR)

  2000 1999 Veränderung
Softwareerlöse 369 355 4%
Wartungserlöse 373 260 43%
Produkterlöse 742 615 21%
Beratungserlöse 332 343 -3%
Schulungserlöse 95 110 -14%
Serviceerlöse 427 453 -6%
Sonstige Erlöse 14 8 75%
Umsatzerlöse 1.183 1.076 10%
 
Kosten Produkt -126 -97 30%
Kosten Service -366 -394 -7%
Forschungs- und Entwicklungskosten -194 -140 39%
Vertriebs- und Marketingkosten -288 -228 26%
Allgemeine Verwaltungskosten -74 -47 57%
Sonstige betrieblichen
Aufwendungen und Erträge
-7 -12 -42%
Summe Kosten ohne STAR -1.055 -918 15%
 
Kosten STAR -239 16 -1594%
Summe Kosten inkl. STAR -1.294 -902 43%
 
Ergebnis aus der gewöhnlichen
Betriebstätigkeit
-111 174 -164%
 
Sonstige Aufwendungen und
Erträge
-32 -6 433%
Finanzergebnis 238 4 5850%
Ergebnis vor Ertragsteuern 95 172 -45%
 
Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag
-38 -74 -49%
Auf
Anteile im Fremdbesitz entfallender Gewinn/Verlust
-1 0 n.a.
Konzernergebnis 56 98 -43%
 
Ergebnis je Aktie (in
EUR)
95 172 -45%
Stammaktien 0,53 0,92 -42%
Vorzugsaktien 0,56 0,95 -41%
 
DSO (in Tagen) 106 108
 
Steuerquote (in %) 40,0% 43,0%
Zahlen nach US-GAAP

Vorläufige Bilanz zum 31.3.2000
SAP Konzern (in Mio. EUR)

AKTIVA 31.3.2000 31.12.1999
 
Immaterielle Vermögensgegenstände 122 120

Sachanlagen 807 794

Finanzanlagen 455 610

 
ANLAGEVERMÖGEN 1.384 1.524

 
Vorräte/Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände
1.919 2.157

Wertpapiere/Liquide Mittel 1.566 810

 
UMLAUFVERMÖGEN 3.485 2.967

 
LATENTE STEUERN 392 284

 
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 88 52

 
BILANZSUMME 5.349 4.827

 
 
PASSIVA 31.3.2000 31.12.1999
 
EIGENKAPITAL 2.525 2.559

 
ANTEILE FREMDER GESELLSCHAFTER 9 9

 
RÜCKSTELLUNGEN 1.326 1.278

 
VERBINDLICHKEITEN 621 671

 
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 868 310

 
BILANZSUMME 5.349 4.827
Zahlen nach US-GAAP

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