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SAP TechEd: Björn Goerke verrät die drei Voraussetzungen für ein intelligentes Unternehmen

Blog | 16. November 2017 von Susan Galer 4

Björn Goerkes Keynote auf der Technologiekonferenz SAP TechEd, die in diesem Herbst in Barcelona stattfand, stand wieder im Zeichen von Star Trek und sorgte für eine kosmische Stimmung.

Ich saß bereits bei der Veranstaltung in Las Vegas im Publikum und kann Ihnen verraten, dass sich der Chief Technology Officer und President von SAP Cloud Platform mit seiner Show in Spanien nochmals selbst übertroffen hat. Goerke schlüpfte erneute in die Rolle von Captain James T. Kirk und knüpfte dort an, wo er in Las Vergas und Bangalore stehen geblieben war: Er präsentierte den begeisterten Entwicklern – viele davon eingefleischte Star-Trek-Fans – eine beeindruckende Innovation nach der anderen. Anschließend führte ich ein Video-Interview mit Goerke und er erzählte mir, welche drei Dinge die Voraussetzungen für ein intelligentes Unternehmen sind – verlässliche Daten, eine Plattform als Ausgangspunkt für Innovationen sowie eine attraktive Benutzeroberfläche.

Die Mission: in völlig neue Sphären vordringen

Die typischen Pfeiftöne, die blinkenden Lichter und die auf und zu huschenden Türen entführten die Zuschauer in die Welt des Raumschiff Enterprise. Gleichzeitig erklärte Goerke den Entwicklern bodenständig und pragmatisch, was mit innovativen SAP-Produkten in einem intelligenten Unternehmen alles möglich ist. Goerke orientierte sich in seinem Vortrag an der typischen Handlung der Science-Fiction-Serie und band auch seine Gesprächspartner, die er auf seine Kommandobrücke der U.S.S. Enterprise in Barcelona einlud, entsprechend ein: Sie waren Teil der Show und verkörperten bekannte Charaktere aus Star Trek. Nachdem Goerke eine Mission von Star Fleet Command erhalten und angenommen hatte, machte er sich mit seinen Besatzungsmitgliedern auf, folgenden dringenden Auftrag zu erfüllen: ein intelligentes Raumschiff Enterprise zu entwickeln und Unternehmen dadurch zu helfen, die Herausforderungen des digitalen Wandels zu meistern. Vor diesem Hintergrund zeigte die Crew vollkommen neue Produktdemos und wagte damit einen kühnen Vorstoß in bisher unbekannte Galaxien.

Daten sind die Grundlage für Intelligenz

Goerke bezeichnete Daten als Grundlage für das intelligente Unternehmen und kam auf das neue Release von SAP Data Hub für Entwickler zu sprechen, das Orchestrierung ermöglichen soll und auf SAP HANA und auf Fremdsystemen aufsetzt sowie mit ihnen integriert ist. Er holte Chekov auf die Bühne, der demonstrierte, wie Entwickler eine Brücke zwischen zentralen Workloads und dezentralisierten Daten bauen und einen Datenworkflow definieren können.

„Mit SAP HANA, SAP Vora und dem SAP Data Hub ist jedes Unternehmen in der Lage, eine konsistente, vertrauenswürdige Datengrundlage zu schaffen. Auf Basis dieses Fundaments setzen unsere analytischen Tools maschinelles Lernen und hochentwickelte Algorithmen ein, um die verborgenen Zusammenhänge in den in ihrer Umgebung gespeicherten Daten zu entdecken“, so Goerke. „Diese Neuerungen bieten eine möglichst objektive Sicht auf die Dinge, sodass Unternehmen in der Lage sind, anhand dieser Information die für sie beste Entscheidung zu treffen.“

SAP und Google: ein Ausblick auf gemeinsame Innovationsprojekte

Sobald Firmen systemübergreifend Zugriff auf verlässliche Daten haben, sollte Goerke zufolge die SAP Cloud Platform als agiles Launchpad für Innovationen ins Spiel kommen. Seiner Aussage nach bietet die Multi-Cloud-Strategie von SAP ein leistungsfähiges Partner- und Entwicklernetz, das über AWS, Microsoft Azure und die Google Cloud Platform verfügbar ist.

„Mit der SAP Cloud Platform ist es einfach, eine beliebige IT-Landschaft in die Cloud zu integrieren und diese zu erweitern sowie leistungsfähige Anwendungen schnell zu entwickeln,“ führte Goerke aus. „Damit Sie eine komplexe Anwendungsumgebung nicht selbst verwalten müssen, übernimmt SAP dies für Sie und kümmert sich um sämtliche Ihrer Services. Wir bringen Agilität in ihr intelligentes Unternehmen.“

Brian Stevens, CTO von Google Cloud, kam zu Goerke auf die Bühne, um über den Fortschritt der gemeinsamen Innovationsprojekte zu berichten. Beide gaben einen Ausblick auf die leistungsfähige Lösung SAP Data Custodian, die eine zentrale Kundenfrage zum Einsatz der Public Cloud für geschäftliche Zwecke beantwortet: Wo sind meine Daten und wie kann ich darauf zugreifen? Die Lösung ermöglicht Unternehmen, Datenverschiebungsrichtlinien nach Region zu definieren und die Einhaltung dieser Vorgaben mithilfe von Benachrichtigungen zu überwachen. Darüber hinaus erhalten sie Handlungsempfehlungen für die Problembehebung.

„Die oberste Währung im Geschäftsleben ist Vertrauen und das kann man sich nur durch Transparenz und Offenheit verdienen. Deshalb zahlt sich die Kooperation zwischen SAP und Google wirklich aus“, schlussfolgerte Goerke. „Mit SAP Data Custodian, dem SAP Data Hub und der Integration der Google Suite in SAP-Anwendungen möchten wir eben genau die Transparenz, Offenheit und Sicherheit bieten, die sich Kunden wünschen. Wir können ihnen sagen, wann, warum und von wo aus jemand auf ihre aktuellen Daten zugreift. So wissen sie, dass ihre Daten wirklich sicher sind.“

Einmal entwickeln, überall bereitstellen

Als Platinum-Mitglied von Cloud Foundry wird SAP weiterhin einen erheblichen Beitrag zur Einführung von Cloud-Technologie und nativer Entwicklung leisten. Als Beleg für das Engagement von SAP führte Goerke die Orchestration Engine für den Kubernetes-Container sowie die Teilnahme an der Open-API-Initiative und am SAP API Business Hub an.

„Wir vereinfachen die Einführung einer DevOps-Kultur in Ihrem Unternehmen. Dafür benötigen Sie Agilität und Geschwindigkeit. Das ist die Zukunft der Anwendungs- und Service-Entwicklung. SAP unterstützt Sie dabei, Teil dieser Zukunft zu werden“, sagte Goerke.

Zur Vorstellung der Lösung SAP Hybris Service Center Engagement kam „Mr. Spock“ auf die Bühne und zeigte, wie Programmierer mit Cloud Foundry Anwendungen einmal entwickeln, überall auf der SAP Cloud Platform implementieren sowie mit der Google Cloud Platform und AWS integrieren können. „Wenn Sie Ihren Infrastrukturanbieter wechseln wollen, müssen Sie nur Ihre Microservices dort bereitstellen, wo Sie sie gerne hätten.“

Maschinelles Lernen ohne große Vorkenntnisse nutzen

Mit SAP Leonardo Machine Learning Foundation, einer unternehmenstauglichen Plattform, die den gesamten Lebenszyklus von selbstlernender Software unterstützt, hob Goerke Enterprise Intelligence auf ein ganz neues Level. Dann demonstrierte „Uhura“ diese einsatzfertigen Machine-Learning-Services anhand von SAP Brand Impact. Mithilfe dieser Lösung lässt sich die Sichtbarkeit der Marke in Videos automatisch messen und das Unternehmenssponsoring grundlegend verändern.

„Wir haben Modelle vorkonfiguriert, die Sie anhand Ihrer spezifischen Geschäftsanforderungen, Ihres Kontexts und Ihres Modells anpassen können“, sagte Goerke. „Wir bieten eine einfach zu nutzende Anwendung, die eng in SAP-Softwarelösungen integriert ist. Es handelt sich um benutzerfreundliche Machine-Learning-Inhalte, die sich an Benutzer richten, die noch keine umfassenden Kenntnisse im Bereich des maschinellen Lernens erworben haben.“

Attraktive mobile Erfahrungen

Goerke gab bekannt, dass als nächster Schritt im Rahmen der Partnerschaft mit Apple das SAP Cloud Platform SDK for iOS 2.0 zur Verfügung stehen wird. Das Tool soll durch den Einsatz von mobilen Lösungen und SAP-Anwendungen eine äußerst attraktive Benutzererfahrung für Entwickler schaffen. Auf Goerkes Bitte hin nahm „Scotty“ (Sindhu Gangadharan, Vice President & Head of Product Management, SAP Cloud Platform Integration & IoT) den Helm, damit das Publikum einen ersten Blick auf das neueste SDK werfen konnte.

„Entwickler können native Mobilanwendungen sehr schnell erstellen und dafür jeden Service in der Cloud-Plattform nutzen“, sagte Gangadharan. „Sie können eine sichere Verbindung mit SAP S/4HANA, einer beliebigen SAP- oder einer Fremdanwendung herstellen und von all den mobilen Funktionen der iOS-Plattform profitieren. Dazu gehören der Fingerabdrucksensor Touch ID, Ortungsdienste und Push-Benachrichtigungen. Mit wenigen Klicks ist es möglich, über SAP-Fiori-Steuerelemente das optische Erscheinungsbild komplett zu verändern.“

Goerke fügte hinzu, dass SAP Entwickler dabei unterstütze, den Anwendern eine benutzerfreundliche Oberfläche zur Verfügung zu stellen. „Das ist wirklich ein Mobile-First-Benutzererlebnis. Das SDK bietet die Sicherheit, Stabilität und Offlinefunktionen von Unternehmensanwendungen sowie den Bedienkomfort, den Sie von SAP erwarten würden.“

Das übergeordnete Ziel: die Menschheit voranbringen

Gegen Ende bat Goerke die Entwickler überschwänglich, die Vision von SAP zu unterstützen, die über den wirtschaftlichen Erfolg hinaus ein höheres Ziel verfolgt.

„Auch bei der Crew des Raumschiff Enterprise reichte es nicht aus, allein die Technologie einzusetzen, um eine Mission zu erfüllen“, erklärte er. „Ausschlaggebend für ihren Erfolg waren letztlich immer die Teamleistung sowie die unterschiedlichen Fähigkeiten und Herangehensweisen. Wir bei SAP glauben, dass die renommiertesten Unternehmen und die revolutionärsten Ideen die sind, die die Menschheit voranbringen. Deshalb hat sich SAP auch ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: die Abläufe der weltweiten Wirtschaft und das Leben von Menschen zu verbessern. Und das fängt bei jedem Einzelnen an.“

Dabei wurde Goerke von den wundervollen Gitarrenklängen spanischer Musiker begleitet, die live ihre Interpretation des Star-Trek-Themas zum Besten gaben. Nun lebt lang und in Frieden.

Folgen Sie Susan Galer auf Twitter unter @smgaler.

Weitere Informationen:

VIDEO: Sehen Sie sich das Exklusivinterview auf der Bühne mit Björn Goerke an: Nachbereitung der SAP TechEd in Barcelona

VIDEO: Sehen Sie sich die Aufzeichnung der Keynote von Björn Goerke auf der SAP TechEd in Barcelona an

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