Vorläufige Ergebnisse von SAP

Feature | 20. April 2007 von admin 0

1. Quartal 2007

Umsätze

  • Die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse stiegen im 1. Quartal 2007 um 9 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode auf 1,52 Mrd. € (2006: 1,39 Mrd. €). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 wuchsen die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse um 15 Prozent.
  • Die Softwarelizenzerlöse erhöhten sich um 10 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode auf 563 Mio. €2 (2006: 514 Mio. €). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 wuchsen die Softwarelizenzerlöse um 16 Prozent.
  • Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 6 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode auf 2,2 Mrd. € (2006: 2,0 Mrd. €). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 wuchs der Gesamtumsatz um 11 Prozent.

Ergebnisse

  • Das Betriebsergebnis stieg im 1. Quartal 2007 um 6 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode auf 433 Mio. € (2006: 409 Mio. €).
  • Die operative Marge erreichte 20,0 Prozent und lag damit auf dem Niveau der Vorjahresperiode.
  • Das Konzernergebnis lag bei 310 Mio. € (2006: 282 Mio. €) oder bei 0,26 € je Aktie (2006: 0,23 € je Aktie). Dies entspricht einem Anstieg von 10 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.

Anteile der SAP auf Basis der Anbieter von „Core Enterprise Applications“-Software

Im 1. Quartal 2007 hat SAP weitere Anteile unter den Anbietern von Core Enterprise Applications hinzugewonnen. Der weltweite Anteil der SAP unter diesen Anbietern erreichte 25,1 Prozent zum Ende des 1. Quartals 2007 (auf der Basis der Erlöse aus Software und softwarebezogenen Services in vier rollierenden Quartalen). Dies entspricht einem Anstieg von 2,4 Prozentpunkten gegenüber dem 31. März 2006. Zum 31. Dezember 2006 lag dieser Anteil bei 24,5 Prozent. Die Erlöse aus Software und softwarebezogenen Services aller Anbieter von Core Enterprise Applications3 wird von SAP auf rund 34,8 Mrd. US$ beziffert. Die Zahlen stützen sich auf Angaben von Branchenanalysten.
„Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen des 1. Quartals. Währungsbereinigt haben wir die Erlöse aus Software und softwarebezogenen Services deutlich gesteigert und zweistellige Wachstumsraten in allen Regionen erzielt,“ sagte Henning Kagermann, Vorstandssprecher der SAP AG. „Auf der SAPPHIRE werden wir den Erfolg, den wir sowohl bei Großkunden als auch im Mittelstand verzeichnen, konsequent fortsetzen. Die Nachfrage, die wir bei unseren etablierten Produkten wie SAP ERP sehen, ist enorm, und die Verbreitung der Enterprise Services Oriented Architecture nimmt weiter zu, was wir an der breiten Akzeptanz der Geschäftsprozess-Plattform erkennen können.“

„Um die hohe Akzeptanz der Geschäftsprozess-Plattform beurteilen zu können, muss man nur die deutlich gestiegenen Erfolgszahlen für SAP ERP und SAP NetWeaver betrachten. Zum Ende des 1. Quartals verzeichneten wir mehr als 8.500 SAP-ERP-Kunden, das sind 122 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Umsätze mit SAP NetWeaver stiegen um über 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreichten 156 Mio. €. Wir werden planmäßig entsprechend unserer Roadmap bis zum Ende des Jahres die gesamte SAP Business Suite auf der Geschäftsprozess-Plattform ausliefern. Und wir erwarten, im Laufe des Jahres weitere Enterprise-Services auf den Markt bringen zu können − als Ergänzung zu den 1.000 Enterprise-Services, die bereits verfügbar sind.“

Cashflow

Das Unternehmen erzielte im 1. Quartal 2007 einen operativen Cashflow von 848 Mio. € (2006: 858 Mio. €). Der Free Cashflow1 lag bei 769 Mio. € (2006: 795 Mio. €) und betrug damit 36 % vom Umsatz (2006: 39 %). Zum 31. März verfügte SAP über liquide Mittel einschließlich kurzfristiger Wertpapiere in Höhe von 3,8 Mrd. € (31. März 2006: 4,2 Mrd. €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich bedingt durch gestiegene Aktienrückkäufe im Jahr 2006.

Aktienrückkaufprogramm

Im 1. Quartal 2007 kaufte SAP 9,6 Mio. Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 35,16 € (Gesamtbetrag: 339 Mio. €) zurück. Dies entspricht 0,76% der ausstehenden Aktien. In der Vorjahresperiode hatte SAP 10,1 Mio. Aktien (Gesamtbetrag: 423 Mio. €) zurückgekauft. Von den im 1. Quartal 2007 zurückgekauften Aktien wurden rund 0,6 Mio. Aktien dazu verwendet, die Aktienoptionsprogramme der SAP zu bedienen. Zum 31. März 2007 verfügte SAP über 58,3 Mio. eigene Aktien (rund 4,6 % der ausstehenden Aktien) zu einem durchschnittlichen Preis von 35,33 € je Aktie im Bestand. Die aktuelle Aktienrückkaufermächtigung der SAP sieht die Möglichkeit des Erwerbs von bis zu 120 Mio. Aktien vor. Alle oben genannten Vorjahreszahlen hinsichtlich der SAP-Aktie wurden angepasst an die Aktienzahl nach der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln im Dezember 2006, aufgrund derer sich die Anzahl der Aktien vervierfacht hat. Angesichts der starken Generierung von Free Cashflow1 beabsichtigt SAP, weiterhin Möglichkeiten zu prüfen, eigene Aktien zurückzukaufen.

Ausblick

SAP gibt den folgenden Ausblick für das Gesamtjahr 2007, der sich gegenüber dem am 24. Januar 2007 im Rahmen der Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse für das vierte Quartal 2006 gegebenen Ausblick nicht verändert hat:

  • SAP erwartet für 2007 bei den Software- und sonstigen softwarebezogenen Serviceerlösen ein Wachstum ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 in einer Spanne von 12 Prozent bis 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2006 betrug das Wachstum ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse1 12 Prozent.
  • Um zusätzliche Marktchancen in neuen, noch unberührten Segmenten im Mittelstand zu adressieren, wird SAP über den Zeitraum von acht Quartalen rund 300 bis 400 Mio. € zusätzlich investieren, um ein neues Geschäftsfeld aufzubauen.
  • Abhängig vom konkreten Zeitpunkt dieser zusätzlichen Investitionen bedeutet dies, dass SAP rund 1 bis 2 Prozentpunkte der Marge im Jahr 2007 in zusätzliche zukünftige Wachstumschancen reinvestiert.
  • Daher geht SAP davon aus, dass die operative Marge für 2007 in einer Spanne von 26,0 Prozent bis 27,0 Prozent liegt. 2006 betrug die operative Marge 27,3 Prozent.
  • SAP erwartet eine effektive Steuerrate von 32,5 Prozent bis 33,0 Prozent im Jahr 2007.

Höhepunkte im ersten Quartal 2007

  • Im 1. Quartal 2007 hat SAP bedeutende Verträge mit zahlreichen Unternehmen unterzeichnet oder angekündigt. In der Region Amerika: Adobe Systems, Inc., Comcast Corporation, Diblo Corporativo, S.A. de C.V., INFRA S.A., Lojas Quero Quero S.A., Northwest Natural Gas, Public Service Enterprise Group. In der Region EMEA: Bobst SA, Coop Norge AS, Deutsche Lufthansa AG, Grundfos Management A/S, Service Birmingham Ltd., Swiss Re, Wärtsilä Oyj Abp. In der Region Asien-Pazifik-Japan: Alaska Milk Corporation , Fittec Electronics Co., Ltd. GMR Group, KOBE STEEL, Ltd., Marubeni-Itochu Steel, Inc., The Hong Kong and China Gas, Welspun India Limited.
  • Mittelständische Kunden können mit SAP-Software ihre Wachstums- und Erfolgsstrategie noch besser unterstützen: Dies unterstreichen mehrere Ankündigungen anlässlich der CeBIT 2007. So hat SAP am 15. März 2007 mehr als 80 Partnerlösungen und -Add-Ons vorgestellt, die von Partnern für die neue SAP-All-in-One-Lösung entwickelt und aktualisiert wurden. SAP hat außerdem Erweiterungspakete für SAP Business One angekündigt. Kunden profitieren dabei vom schnellen Zugang zu Funktionserweiterungen, Werkzeugen für den Einsatz bewährter Prozess- und Implementierungsmethoden („Best Practices“) sowie Wartungs-Updates für ihre Anwendung, ohne eine neue Software-Version implementieren zu müssen. Die neue Release-Strategie verkürzt den branchentypischen Upgradezyklus von mehreren Jahren auf wenige Monate und setzt damit neue Standards.
  • Auf der CeBIT präsentierte SAP weiterhin neue Einsatzmöglichkeiten für Radio Frequency Identification (RFID), mit denen Unternehmen branchenspezifische Geschäftsanforderungen lösen können. Produktidentifizierung und -nachverfolgung (Product Tracking and Authentication, PTA) sind die ersten in einer Reihe neuer Geschäftsprozesse für unterschiedliche Branchen, die das neu entwickelte Object Event Repository der SAP nutzen.
  • Anlässlich der CeBIT stellte SAP außerdem neue Produkte und Dienstleistungen für Governance, Risk and Compliance (GRC) vor. Sie helfen Kunden, die Unternehmenssteuerung, das Risikomanagement und die Einhaltung gesetzlicher Auflagen besser in ihre Geschäfts- und IT-Strategien zu integrieren. Eine neue Software unterstützt Unternehmen bei der Einhaltung der neuen elektronischen Zollabwicklung in Europa. Eine integrierte Softwarelösung von SAP und TechniData adressiert die EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien (REACH). Aufgrund des wachsenden Partnernetzes rund um ihre GRC-Lösungen kündigte SAP außerdem die Einrichtung eines GRC Executive Advisory Council an, um die Zusammenarbeit mit Partnern und Kunden zu intensivieren.
  • Am 20. Februar 2007 gab SAP die Übernahme von Pilot Software bekannt, einem kalifornischen Hersteller von Anwendungen für das Performance Management in Unternehmen. Damit erweitert die SAP ihr Portfolio analytischer Geschäftsanwendungen und baut ihre führende Position in diesem Markt weiter aus.
  • SAP stellte am 31. Januar 2007 das Management-Team des neu geschaffenen, globalen Unternehmensbereiches Mittelstand (Small and Midsize Enterprises, SME) vor. Unter der Leitung von Hans-Peter Klaey bündelt die SAP ihre SME-Ressourcen, um den Mittelstand noch gezielter anzusprechen sowie Geschäftspotenziale für Kunden und Partner zu erweitern.
  • Am 30. Januar 2007 gab SAP bekannt, dass mehr als 1.000 Kunden seit der weltweiten Verfügbarkeit vor sieben Monaten die neue Version von SAP ERP eingeführt haben. Dies markiert den schnellsten Release-Wechsel in der Unternehmensgeschichte der SAP.
  • Am 24. Januar 2007 präsentierte SAP Pläne für eine neue Softwarelösung sowie ein entsprechendes Geschäftsmodell für mittelständische Unternehmen. Mit einem neuen Ansatz für den Erwerb, den Einsatz und die Finanzierung von Geschäftssoftware sollen weitere Marktsegmente im Mittelstand erschlossen werden. Die Lösung ergänzt das bestehende Softwareportfolio und nutzt eine neue serviceorientierte Architektur für Geschäftsanwendungen (Enterprise Service-Oriented Architecture, Enterprise SOA). Sie kann sowohl im Hosting-Verfahren als auch On-Demand eingesetzt werden und bietet damit deutlich geringere Betriebskosten. SAP investiert außerdem in die Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells, um bestehende Vermarktungskonzepte zu ergänzen.
  • Am 16. Januar 2007 stellte SAP die neue Version von SAP All-in-One vor, die mittelständischen Unternehmen erheblich mehr Flexibilität in der Betriebssteuerung bietet. Gleichzeitig präsentierte SAP Programme und Werkzeuge, die das weltweite Partnernetzwerk unterstützen, bestehende SAP-All-in-One-Lösungen zu erweitern und neue Branchenlösungen zu entwickeln.

Für weitere Informationen:
Finanztabellen Excel (145 kB), Finanztabellen PDF(40 kB), Präsentation (PDF, 389 kB).

Tags: ,

Leave a Reply