SAP und Business Objects streben Marktführerschaft an

Feature | 17. Januar 2008 von admin 0

Ziel ist es, diesen jungen Markt mit neuen Konzepten für die Verbindung zwischen Menschen, Informationen und Geschäftprozessen auszubauen. Als ein Gradmesser für die schnelle und erfolgreiche Integration beider Unternehmen, präsentieren SAP und Business Objects heute erste gemeinsame Produkte, mit denen Kunden in unterschiedlichen Branchen ihre Unternehmensleistung verbessern können.

Am 15. Januar 2008 meldete SAP die erfolgreiche Übernahme fast aller Business Objects Wertpapiere im Rahmen einer Bartransaktion. Aktuell nutzen mehrere tausend Kunden die Produkte der beiden Marktführer für Unternehmenssoftware beziehungsweise Business Intelligence (BI) und unterstreichen damit die Synergien, die sich schon heute aus der Kombination der bestehenden Portfolios ergeben. Durch die Integration der rund 7.000 Business-Objects-Mitarbeiter mit dem entsprechenden SAP-Geschäftsbereich entsteht die weltweit größte Organisation, die speziell auf den Markt für so genannte Business User ausgerichtet ist.

“Wir kombinieren herausragende Softwarelösungen für Performance Management und Informationsanalyse. Damit haben SAP und Business Objects eine klare Vision und die besten Produkte, um mit weiteren Innovationen den Markt für Business Performance Management anzuführen”, erklärt Henning Kagermann, Vorstandssprecher der SAP.

“Wir haben die SAP Business Suite auf einer einzigartigen Geschäftsprozessplattform bereitgestellt und SAP Business ByDesign vorgestellt, unser Produkt für das Volumengeschäft im Mittelstand. Damit haben wir zwei von drei Meilensteinen unserer Wachstumsstrategie erreicht. Jetzt folgt ein wesentlicher Schritt für den dritten Aspekt unserer Strategie − die Marktführung bei Anwendungen für Business User. Wir haben den richtigen Partner, den richtigen Zeitpunkt und das richtige Marktsegment gewählt, um auch dieses Ziel zu erreichen und unseren Kunden eine höhere Wertschöpfung zu bieten.”

Business Objects Übernahme unterstützt Wachstumsstrategie

Henning Kagermann,
Ko-Vorstandssprecher SAP AG


Die Übernahme von Business Objects bringt SAP in die Spitzenposition bei Anwendungen für Business User. Dazu zählen Software-Werkzeuge und Anwendungen, mit denen Firmen Informationen strukturieren und verwalten können, um das Tagesgeschäft zu optimieren und die Mitarbeiterproduktivität zu erhöhen. So erschließt sich SAP den Zugang zu neuen Kunden und kann gleichzeitig das Geschäft bei Bestandskunden ausbauen.

Mit den bestehenden Lösungen für Unternehmenssteuerung, Risikomanagement und die Einhaltung von Gesetzen (Governance, Risk, Compliance, GRC) sowie Corporate Performance Management (CPM) und Business Intelligence hatte SAP bereits einen wichtigen Schritt in diesen Markt getan.

Als Wachstumstreiber für das Business-User-Segment sieht SAP drei Trends:

  • Unternehmen stehen vor der Aufgabe, eine immer breitere Palette interner und externer Datenquellen als Basis für effektive Entscheidungen konsolidieren zu müssen.
  • Business User benötigen bessere Werkzeuge und Anwendungen für teamorientierte Entscheidungsprozesse.
  • Firmen sehen einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil in der Integration von Geschäftspartnern, Lieferanten und Kunden in Geschäftsprozesse und entsprechende Netzwerke, so genannte Business Networks.

Business Objects bietet die marktführende BI-Plattform sowie Anwendungen für die Analyse von Informationen, den Einblick in geschäftskritische Abläufe sowie die Unternehmensleistung und das Finanzmanagement, unabhängig von den zugrundeliegenden Geschäftsanwendungen und Datenstrukturen. In Ergänzung dazu planen SAP und Business Objects die gemeinsame Entwicklung neuer Applikationen, die für Business User, Arbeitsgruppen und Unternehmen eine bessere, vernetzte Zusammenarbeit eröffnen.

Neue Markchancen für Business Performance Optimization

John Schwarz, CEO von Business Objects


Als Geschäftsbereich der SAP ist Business Objects auch in Zukunft in der Lage, seine Lösungen für unterschiedliche Anwendungsumgebungen anzubieten. Damit können Unternehmen die Business-Objects-Applikationen in ihrer bestehenden IT-Infrastruktur einsetzen und so ihre Wertschöpfung weiter steigern.

Die Geschäftsprozessplattform SAP NetWeaver bietet die Flexibilität, Prozesselemente jederzeit zu verändern und neu zusammenzustellen. Die Integration der SAP- und Business-Objects-Lösungen vereinfacht Prozessanpassungen auf Basis von strategischen Entscheidungen oder Veränderungen im Geschäftsumfeld, beschleunigt die organisatorische Umsetzung und damit das Reaktionsvermögen eines Unternehmens.

So schließt sich die Lücke zwischen Strategie und Tagesgeschäft: Die Entscheidungsfindung wird verbessert und die Anpassung von Geschäftsprozessen erfolgt umgehend. Für Kunden ergeben sich daraus völlig neue Chancen für die Optimierung ihrer Unternehmensleistung.

Weitere Kundenvorteile und Innovationspotenzial sieht SAP in der Kombination von Business-Objects-Lösungen mit eigenen Technologien. So wird die gemeinsame BI-Plattform Basistechnologien von SAP NetWeaver BI Accelerator mit Business Objects’ datenbank- und anwendungsunabhängigen BI-Fähigkeiten kombinieren.

Das verspricht erhebliche Verbesserungen im Durchsatz und den Analysefähigkeiten, sowohl für die eigenen Performance-Optimization-Lösungen als auch für Partner- und Kundenanwendungen, die auf der BI-Plattform von Business Objects entwickelt werden. Neue vertikale Fähigkeiten ergeben sich aus der Verknüpfung von Business-Objects-Lösungen mit den integrierten SAP-Branchenanwendungen auf Basis der SAP-NetWeaver-Plattform.

“Aus unserer Sicht erhalten SAP-Kunden jetzt einen neuen ‘internen Standard’ für Business Intelligence und Performance Management”, kommentiert Bruce Richardson, Chief Research Officer bei AMR Research. “Mit dieser Übernahme erreicht SAP jetzt den Business User. Business-Objects-Kunden profitieren von SAPs ausgewiesener Expertise in durchgängigen Geschäftsprozessen für eine breite Palette von Branchen. Wenn beide Organisationen weiter auf ihrem erfolgreichen Kurs bleiben, ist dies ein Gewinn für alle − SAP und Business Objects sowie Kunden und Partner.”

Synergien durch komplementäre Kulturen

John Schwarz, CEO von Business Objects, wird in den SAP-Vorstand berufen und zeichnet für die weitere Integration verantwortlich. Doug Merritt, Corporate Officer bei SAP und Leiter des Geschäftsbereichs Business User, wird Mitglied der Geschäftsleitung von Business Objects. Der SAP-Aufsichtsrat plant, den Gründer von Business Objects, Bernard Liautaud, auf der SAP-Hauptversammlung in Mai als neues Aufsichtsratsmitglied vorzuschlagen. Liautaud wird bis dahin Henning Kagermann in Strategie- und Integrationsfragen beratend unterstützen.

Im Zuge der Integration werden bestehende SAP-Abteilungen, die bisher die Business-User-Anwendungen unterstützt haben, in die neue Business-Objects-Organisation integriert, um so die enge Zusammenarbeit in der Entwicklung neuer Produkte sicherzustellen.

“SAP und Business Objects verbindet eine gemeinsame Vision zu Business Intelligence”, so John Schwarz. “In diesem Szenario sind Menschen, Informationen und Prozesse nahtlos, flexibel und effizient verknüpft. Gemeinsam mit SAP können wir diese Vision schneller in die Realität umsetzen und die Marktentwicklung für Business Performance Optimization entscheidend prägen. Aber wir werden auch unseren bestehenden Kunden helfen, ihre Investitionen zu schützen und in ihrem Marktumfeld zu wachsen.”

Erste gemeinsame Produktangebote

SAP und Business Objects stellen heute außerdem neun gemeinsame Produktpakete vor, die noch in diesem Monat über beide Vertriebsorganisationen verfügbar sind. Sie adressieren die wichtigsten Bedürfnisse von Unternehmen und werden über einen einheitlichen Auftragsprozess lizenziert, implementiert und gewartet.

Zu den Paketangeboten für große Firmen zählen Financial Performance Management, Government, Risk and Compliance (GRC), Berichte und Visualisierung, Unternehmensanalysen (Enterprise Query), Berichte und Abfragen, Master Data Services sowie Datenintegration und Datenpflege. Die Produktpakete für kleine und mittlere Unternehmen umfassen die BusinessObjects Edge Serie, SAP Business All-in-One mit BusinessObjects Edge Standard sowie den Crystal Reports Server. Die neuen Paketangebote ergänzen das bestehende Angebot beider Unternehmen, welches auch künftig weiterentwickelt und unterstützt wird.

Partner unterstützen den Zusammenschluss der beiden Marktführer

Im Markt und den Partnernetzen beider Unternehmen stößt der Zusammenschluss auf positive Resonanz. Die Partnerfirmen sehen neue Marktchancen, die sich aus dem Zugang zu potenziellen Kunden und der Kombination der Produkte ergeben.

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