SAP und dänischer IT-Spezialist KMD kooperieren bei Lösungen für das Sozialwesen

Feature | 26. April 2005 von admin 0

Mit der Partnerschaft bringen SAP und KMD ihr ausgewiesenes Know-how bei der Entwicklung von Lösungen für den öffentlichen Sektor zusammen. KMD, selbst seit vielen Jahren SAP-Kunde, versorgt den öffentlichen Sektor in Dänemark mit Software, Services sowie SAP-Lösungen im Hosting-Betrieb. Das Land ist weltweit führend bei E-Government-Initiativen. Der öffentliche Bereich ist ein Wachstumsmarkt für IT-Lösungen, und weltweit besteht akuter Bedarf an Standardlösungen für das Sozialwesen.

Die Partnerschaft mit KMD ergänzt die bestehenden Allianzen von SAP im öffentlichen Sektor, wie etwa das kürzlich angekündigte Abkommen mit IBM zur Entwicklung und Vermarktung von Lösungen für soziale Einrichtungen, im Ersten speziell für die Kinder- und Jugendfürsorge. Das erste gemeinsame Projekt von SAP und KMD ist eine Softwarelösung für die Administration von Kranken- und Erziehungsgeld, da hier ein hoher Bedarf für zentrale Prozessabläufe besteht, die auch in anderen Bereichen des Sozialwesens eingesetzt werden können.

Die Lösung auf der Basis der Applikations- und Integrationsplattform SAP NetWeaver wird Funktionen für die integrierte Vorgangbearbeitung aus mySAP Customer Relationship Management (mySAP CRM) sowie entsprechende Personalmanagementprozesse aus mySAP ERP umfassen. Die neuen Funktionen, voraussichtlich ab 2006 verfügbar, werden in das Lösungsportfolio SAP for Public Sector einfließen und weltweit SAP sowie Partnerfirmen angeboten. KMD wird auch weiterhin als Reseller und Application Service Provider (ASP) von SAP-Lösungen für die öffentliche Hand in Dänemark tätig sein. KMD betreibt dort bereits die größte Hosting-Lösung für das Personalmanagement im öffentlichen Sektor.

Sozialfürsorge und soziale Sicherung – ein weltweiter Wachstumsmarkt

Durch die Partnerschaft mit KMD will SAP seine führende Marktposition im öffentlichen Sektor weiter ausbauen: Nach wie vor unterstützen viele öffentliche Einrichtungen ihre sozialen Dienste und Unterstützungsprogramme mit eigenentwickelten IT-Systemen, und der Bedarf an Standardsoftwarelösungen steigt weltweit. Demographische Faktoren wie eine steigende Zahl von Sozialhilfeempfängern im Verhältnis zur Arbeitsbevölkerung sowie eine zunehmende Überalterung der Gesellschaft verstärken den Bedarf, die IT-Syteme der Sozialfürsorge und sozialen Sicherung zu modernisieren. Diese Systeme beanspruchen durchschnittlich etwa 25 Prozent der IT-Budgets im öffentlichen Sektor.

Mit der steigenden Verbreitung von Computern im Privatbereich erwarten Bürger von den Behörden einen einfacheren Zugriff auf Informationen und schnellere Reaktionszeiten. Dabei sind Steuererhöhungen für die Erneuerung veralteter IT-Systeme oder die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen keine politisch gangbarer Weg. SAP und KMD wollen daher Standardsoftware-Lösungen anbieten, mit denen staatliche Institutionen ihre Prozesse sukzessive umgestalten können. So können sie ihr Leistungsangebot modernisieren, gleichzeitig ihre Betriebskosten reduzieren und die Amortisierung von IT-Investitionen beschleunigen.

Innovationsplattform für den öffentlichen Sektor mit dänischem Know-how

KMD hat über dreißig Jahre Erfahrung als führender Anbieter im öffentlichen Bereich in Dänemark, einem Land, das mit seinen effizienten Bürgerservices an erster Stelle auf dem aktuellen „IDC-Index der fortschrittlichsten Informationsgesellschaften“ rangiert. Das Land ist von einer Mittelfeldposition in den 80er Jahren auf dem globalen Innovationsindex rapide aufgestiegen: Es wird erwartet, dass der Innovationsindex des US Council of Competitiveness (UCC) Dänemark in diesem Jahr weltweit an vierter Stelle listet.
Der dänische Minister für Wissenschaft, Technologie und Innovation, Helge Sander, betrachtet die Kooperation zwischen SAP und KMD als Chance, auch in Dänemark einen SAP-Entwicklungsstandort zu etablieren, denn hier wurde seit mehreren Jahren erstklassiges Know-how in den Bereichen E-Government und ERP-Innovationen aufgebaut. „Wir erwarten uns viel von der Partnerschaft zwischen SAP als einem der führenden internationalen Softwareunternehmen und KMD als dem größten dänischen IT-Anbieter“, erklärt Sander. „Aus dieser Kooperation werden innovative Angebote für die öffentliche Verwaltung hervorgehen. Diese Kooperation wird zu offenen Systemen führen, die internationale Standards ebenso unterstützen wie die dänischen Empfehlungen zum Einsatz von IT-Systemen im öffentlichen Bereich.“
Da soziale Dienste und die Systeme zur sozialen Sicherung häufig föderal von staatlichen und kommunalen Stellen gemeinsam betrieben werden, ermöglichen die Integrationsfähigkeiten von SAP NetWeaver den Anwendern unterschiedlicher Einrichtungen, in durchgängign und einheitliche Arbeitsabläufe zu arbeiten. Die Plattform ermöglicht die einfache Integration von Fremdsystemen und externen Netzen. Zudem werden öffentliche Einrichtungen unterstützt, wenn sie ihre IT-Systeme im Rahmen interner Restrukturierungen mit anderen Verwaltungsbereichen integrieren oder erweitern wollen.

„Wir sind stolz darauf, an den innovativen Initiativen Dänemarks im öffentlichen Sektor beteiligt zu sein, und freuen uns, mit SAP neue Wege zu beschreiten“, kommentiert Lars Monrad-Gylling, Managing Director bei KMD. „Unser Entwicklungsteam hat langjährige Erfahrung mit den komplexen Prozessen in der öffentlichen Verwaltung. SAP bietet die beste Architektur, das beste Konzept und die beste Entwicklungsplattform für eine neue Generation von Software, die die Prozesse öffentlicher Einrichtungen weiter vorantreiben wird. Auf Basis von SAP NetWeaver werden wir sozialen Institutionen sofort einsatzfähige Lösungen anbieten können, die internationale Standards unterstützen und die heutigen Anforderungen an Skalierbarkeit und Offenheit erfüllen.“

Software-Umgebung für Sozialprogramme

Mit Hilfe von SAP NetWeaver und mySAP CRM planen SAP und KMD, für soziale Einrichtungen eine umfassende Umgebung integrierter Softwareanwendungen zu schaffen, die abteilungsübergreifende, nahtlose Prozessabläufe ermöglicht. Beispielweise kann ein Antrag für Kranken- oder Erziehungsgeld ein Amt auf verschiedenen Wegen erreichen. Der Antrag wird überprüft und dem zuständigen Sachbearbeiter zugestellt; dieser Prozess wird durch ein in die Software eingebettetes Regelwerk unterstützt. Diese Regeln helfen den Sachbearbeitern auch bei der rechtlichen Prüfung des Antrags und der Auswahl der entsprechenden Leistungen. Die Lösung basiert auf integrierten Anwendungen zum Case Management, auf die über das SAP Enterprise Portal zugegriffen werden kann. Die Lösungsumgebung erledigt zudem die Berechnung der Leistungshöhe, die Auszahlung sowie das Verbuchen der Leistung.

„Die Partnerschaft mit KMD ist für unser Engagement im Bereich der öffentlichen Verwaltung von großer Bedeutung, da sie unsere Strategie für diesen Bereich unterstützt. Wir investieren kontinuierlich in Innovationen, um Kernfunktionen und Wertschöpfungsketten im öffentlichen Dienst zu verbessern“, erklärt Henning Kagermann, Vorstandssprecher der SAP. „Dänemark bietet hervorragende Bedingungen für die Weiterentwicklung der SAP-Lösungen für den öffentlichen Sektor. Hier können wir unser Lösungsportfolio strategisch erweitern und Mehrwert für unsere Kunden generieren. Dänische Unternehmen sind bekannt für ihre Stärke in den Bereichen Design und Innovation, und KMD ist ein herausragender Vertreter der dänischen IT-Industrie. Mit dieser Partnerschaft wird SAP noch besser in der Lage sein, öffentliche Einrichtungen weltweit dabei zu unterstützen, sich zu transformieren und erstklassige Bürgerservices anzubieten.“

Quelle: SAP AG

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