SAP Ungarn auf Erfolgskurs

Feature | 17. Februar 2009 von Mark Arato und Christoph Zeidler 0

Balázs Ablonczy Geschäftsführer SAP Ungarn

Herr Ablonczy, welchen Ruf hat SAP in Ungarn? Ist die Marke SAP auf dem ungarischen Markt überhaupt ein Begriff?

SAP genießt hohes Ansehen in Ungarn. Die Ungarn wissen, wofür SAP steht, selbst der allgemeinen Bevölkerung ist der Name ein Begriff, mehr noch als zum Beispiel Oracle.

Ich kenne viele Finanzmanager und Chefs kleinerer Unternehmen in Ungarn, die alle mit unterschiedlichen Systemen arbeiten. Ich bekomme von ihnen immer wieder zu hören, dass es ihr Traum ist, eines Tages für ein Unternehmen zu arbeiten, in dem SAP-Lösungen eingesetzt werden. Und sie meinen das durchaus ernst. In ihrem Beruf empfinden sie es als große Bereicherung, Erfahrungen mit SAP-Lösungen sammeln zu können.

Das ist ihre Botschaft an uns – und sie werden nicht müde, diese Botschaft zu wiederholen.

SAP Ungarn. Fakten.

  • 1997 gegründet
  • Marktanteil: 36 Prozent
  • Anzahl Mitarbeiter: mehr als 450
  • SAP Hungary Ltd. umfasst die SAP Labs Ungarn, das SAP Global Support Center in Budapest und die Vertriebsorganisation.

Wie reagiert der Markt auf diese Botschaft?

Wir sind der führende Anbieter von Anwendungen und Lösungen, die Unternehmen echten Mehrwert bieten. Und ich bin sehr froh darüber, dass die SAP ihr Augenmerk nun verstärkt auf kleine und mittlere Unternehmen richtet.

Wir haben kürzlich den 1000. SAP-Business-One-Kunden in Ungarn gefeiert und sind damit im Mittelstandssegment auf dem richtigen Weg. Wir müssen jedoch noch flexibler werden und unsere Marktstrategie weiter verbessern. Ungarn ist bestens für ein Wachstum des Mittelstandsmarktes gerüstet, was vor allem an der starken Zunahme von Nearshoring-Aktivitäten und der Einrichtung kleiner Finanzzentren und Shared-Services-Organisationen liegt.

Deutsche und österreichische Unternehmen investieren verstärkt in Ungarn, und auch einige SAP-Kunden wie IBM, Vodafone, Pepsi und Exxon Mobile haben den ungarischen Markt für sich entdeckt.

Wie würden Sie den Markt beschreiben? Welche Wachstumstreiber gibt es, worauf kommt es den Kunden derzeit besonders an?

Meiner Ansicht nach bietet der Markt sowohl bei den Mittelstands- als auch bei den Großkunden enormes Potenzial. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist jedoch in den letzten Jahren langsamer gewachsen, und die derzeitige Krise könnte die ungarische Wirtschaft weiter schwächen. Das Land ist mit zahlreichen Problemen konfrontiert, sowohl in wirtschaftlicher als auch in politischer Hinsicht.

Doch auch in Zeiten knapper IT-Budgets sind Unternehmen auf die Konsolidierung ihrer Systeme und höhere Effizienz angewiesen. Dies gilt insbesondere für den Bereich öffentliche Verwaltung, der in Ungarn noch einen Nischenmarkt darstellt.

Viele Kunden im öffentlichen Sektor arbeiten mit Lösungen lokaler Anbieter. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass sich SAP in den nächsten Jahren in diesem Segment etablieren kann. SAP verfügt außerdem traditionell über einen großen Marktanteil in den Bereichen Telekommunikation, Finanzdienstleistungen, Banken und Einzelhandel.

In welchen Bereichen besteht Ihrer Meinung nach Handlungsbedarf für SAP?

Im Vergleich mit anderen mitteleuropäischen Ländern stehen wir vor einigen Herausforderungen, beispielsweise im Hinblick auf Marktpräsenz, Umsatzleistung und Partnernetz.

Es gilt nun, diese Herausforderungen in Chancen zu verwandeln. Schließlich ist der Markt vorhanden, und die Kunden verfügen über Budgets, die sie auch ausgeben.

Was die Produkte betrifft, so müssen wir unsere Aktivitäten in Bereichen wie SRM und CRM verstärken. Unsere Kunden profitieren außerdem von der breit gefächerten Produktpalette von SAP BusinessObjects. Und um der Frage zuvorzukommen: Ja, die Übernahme wurde auch in Ungarn sehr positiv bewertet!

Wie sehen Ihre Ziele für die Zukunft aus? Wo sehen Sie SAP Ungarn in fünf Jahren?

Wir müssen uns am Markt messen, nicht nur an den offiziellen Plänen. Unser Marktanteil ist ausbaufähig. Ich habe es mir zum Ziel gesetzt, Strategien zu entwickeln, mit denen wir die Chancen im Mittelstand effizient nutzen, die Nachfrage nach unseren Lösungen im Segment der Großkunden steigern und große Kunden im öffentlichen Sektor gewinnen können.

Ich bin überzeugt, dass wir trotz der Wirtschaftskrise unser Lizenzgeschäft in Ungarn in den nächsten fünf Jahren deutlich ausbauen können, da wir mit einer starken Mannschaft antreten. Wir werden Oracle und Microsoft noch stärker den Kampf ansagen und unsere Marktführung deutlich ausbauen. Ich glaube fest daran, dass wir mit unserer Motivation und durch unsere Zusammenarbeit mit Experten vor Ort SAP Ungarn klar auf Erfolgskurs bringen werden.

Tags: ,

1 comment

  1. janos Molnar

    Sehr geehrte Damen und Herren ,ich möchte mehr Erfahrebn über SAP was bringt es für Ungarn eine Vorteil diese SAP ??? Ich habe gelesen an verschiedener Gebäuden SAP so an Gellert Hotel
    und an andere Bedeutenden Bade und Hotelketten .Es ist eine Spekulant ???
    Die Donau Wasser ist auch Zuverkaufen, bitte um Angebot!

    Mit freundlichen Grüße
    j.Molnar

Leave a Reply