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SAP wieder beste IT-Marke in der Logistik

Feature | 27. April 2017 von Andreas Schmitz 56

SAP ist die „Beste Logistik Marke 2017“ für IT. In der Leser- und Expertenwahl der Zeitschrift „LOGISTIK HEUTE“ und der Bundesvereinigung Logistik (BVL) belegte SAP nun auch in der dritten Kategorie „IT für Warehouse Management“ den 1. Platz. Bereits 2016 hatte SAP die Kategorien IT für SCM/ERP und IT für Transport Management für sich entschieden.

Lager effizienter machen, Produkte schneller liefern, Kosten senken: Das sind für Hans Thalbauer derzeit die wichtigsten Herausforderungen auf dem Logistikmarkt. „Einzelne Unternehmen liefern ihren Kunden bereits innerhalb von einer Stunde ihre Produkte“, erläutert der Manager, der bei SAP weltweit für das Internet of Things und das Digital Supply Chain Solution Management zuständig ist. „Eine schnelle Lieferung macht nicht nur die Kunden zufrieden, sondern steigert auch die Umsätze.“ Um dieses Tempo in die Prozesse zu bekommen, kommt es vor allem darauf an, dass das Transport- und Lagermanagement ineinandergreifen. „Der Austausch der Daten darf nicht lange dauern“, sagt Thalbauer, der in der Supply-Chain-Execution-Platform die Lösung sieht, „auf der keine Daten mehr von System zu System geschaufelt werden müssen“ und auf der alle relevanten Informationen zusammenlaufen – etwa über die Position der Produkte, die Routen der LKWs, ihre Abfahrt- und Ankunftszeiten, Wetter- und Verkehrsvorhersagen genauso wie Echtzeitinformationen über Bestände und die exakte Position von Einzelteilen im Lager.

Die Gewinner des Preises “Beste Logistik Marke 2017”, darunter Hans Thalbauer von SAP (2.v.l.)

Beste Logistik Marke: SAP in allen drei IT-Kategorien siegreich

„Mich freut die Auszeichnung in diesem Jahr besonders, denn damit wird unser ganzheitliches Denken in der Logistik belohnt, das Lager und Transport immer zusammen betrachtet“, erläutert SAP-Manager, der nach den Auszeichnungen für die IT für SCM/ERP sowie das Transportmanagement-System SAP TM im vergangenen Jahr gestern auch den Preis „Beste Logistik Marke“ für „IT für Warehouse Management“ – also SAP EWM – entgegennehmen konnte. Nach 170 Marken im vergangenen Jahr standen nun 260 Marken in elf Kategorien zur Auswahl. Die 11 Kategorien in diesem Jahr, darunter etwa „Kontraktlogistikdienstleistung“, „Kennzeichnung und Identifikation“ und „Reedereien“, komplettieren damit die ersten elf Kategorien aus dem vergangenen Jahr. SAP sahen die befragten LOGISTIK HEUTE-Leser und über 10.000 BVL-Mitglieder, darunter Supply Chain Manager, Logistikleiter und -experten als beste Marke in der Kategorie „IT für Warehouse Management“, in der sich die Walldorfer gegen 35 konkurrierende Marken durchsetzten.

Lager und Transport auf eine Plattform, IoT und Produktion im Lager: die Strategie von SAP

Einen Schlüssel für diesen Erfolg sieht Thalbauer nicht „nur“ darin, einfache wie hochkomplexe, vollautomatisierte Lager mit der Software abzubilden, sondern auch darin, neue Anforderungen wie etwa die Integration von Robotern und die Vorteile des Internets der Dinge mit zu nutzen sowie künftig im Lager zu produzieren. „Die Logistikplattform macht Transporte und Lager etwa durch „Pick by Vision“ mithilfe von Datenbrillen und Hochleistungskommissionierung effizienter, die IoT-Anbindung schafft einen hohen Grad an Automatisierung und das Lager ist teilweise in der Lage, selbst zu produzieren, was wichtig ist, da Produkte immer individueller werden“, erläutert er die SAP-Strategie.

Was bedeutet das für die Praxis? Wo sich LKWs befinden, welche Teile sie geladen haben, welche Prozesse im Lager beteiligt sind, welche Tore LKWs anfahren sollten, wie lange das Umladen dauert: Diverse Informationen werden heute bereits sichtbar, was dazu führt, dass das Lager effizienter bewirtschaftet werden kann. Mit dazu bei trägt das IoT-Portfolio SAP Leonardo, das mit den Dingen (LKWs, Werkzeuge und Maschinen), Prozessen und Menschen die gesamte Supply Chain miteinander vernetzt. Weiterer Vorteil: „Wir sind in der Lage, mit Hilfe des SAP EWM nicht nur Verteilzentren abzubilden, sondern auch ein Produktionslager“, erläutert Thalbauer. Was sich zunächst nach mehr Komplexität anhört, vereinfacht die Prozesse. Bestellt ein Kunde sein individuelles Produkt – in Zukunft vielleicht sogar in Losgröße 1 –, ist das Lager in der Lage, es direkt vor Ort per 3-D-Druck zu produzieren und zu versenden. Ein anderer „Value Added Service“ besteht darin, Produkte aus diversen Einzelteilen im Lager final zu fertigen.

Was SAP plant

Die Transportmanagement-Lösung SAP TM, das Lagermanagementsystem SAP EWM, die Logistikplattform und das IoT-Portfolio SAP Leonardo sind bereits Bestandteil der ganzheitlichen Strategie von SAP. Und sie sind die Grundlage dafür, dass weitere Services entstehen werden:

  • Mitarbeiter mit bestimmten Rollen wie etwa Disponenten werden individuelle, aufbereitete Informationen zur Verfügung gestellt bekommen.
  • Machine Learning wird dafür sorgen, dass aus Daten Vorhersageszenarien entwickelt werden.
  • Über IoT werden Daten gesammelt, über Machine Learning intelligent gemacht und Aktionen getriggert und Transaktionen über Blockchain durchgeführt.

Unter den Preisträgern befindet sich neben SAP das „Who is who“ der deutschen Logistik. So siegten in den Kategorie Kontraktlogistik DB Schenker. In der Kategorie Förder- und Lagertechnik sowie Kommissionierung gewann Jungheinrich. Der erste Preis in der Kategorie Transport und Lieferwagen ging an Mercedes.

Weitere Informationen:

Alle Gewinner des Wettbewerbs “Beste Logistik Marke 2017” finden Sie auf den Seiten von LOGISTIK HEUTE.

Fotos: Shutterstock, SAP

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