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Die Datenkluft überbrücken

Feature | 6. Mai 2015 von Derek Klobucher 0

In seiner Eröffnungsrede auf der diesjährigen SAPPHIRE NOW erläuterte SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott den mehr als 20.000 Besuchern, wie sich die Geschäftswelt von morgen verändert und welche Herausforderungen auf sie zukommen.

„Datenorientierte Unternehmen müssen nahtlos agieren können“, erklärte Bill McDermott in seiner Eröffnungsrede auf der SAPPHIRE NOW. „Der heutige Markt ist ein Consumer-to-Business-Markt“, erläuterte er in seiner Eröffnungsrede am Dienstag im Orange County Convention Center in Orlando, Florida. „Der Verbraucher bestimmt die Regeln – und das verändert den Markt grundlegend.“

Unternehmen müssen sich auf die Verbraucherwünsche einstellen – ganz gleich, ob es darum geht, was die Verbraucher wollen, wann sie es wollen und welchen Kanal sie bevorzugen. Es bedeutet auch, respektvoll mit der Zeit umzugehen, die Verbraucher lieber mit produktiven Aufgaben oder privat mit ihren Familien verbringen möchten.

Wie bereits im vergangenen Jahr sagte Bill McDermott der Komplexität den Kampf an und versprach den Kunden, zu zeigen, wie sie das Prinzip der Einfachheit – Run Simple – in ihrem Unternehmen umsetzen können.

Wie geht es weiter?

„Jedes Unternehmen, das heute hier vertreten ist, befindet sich in einer Umbruchphase“, so McDermott. „Letztes Jahr haben wir unsere Reise zu Run Simple begonnen, heute zeigen wir Ihnen, wie es weitergeht.“

Die Einzelheiten hierzu präsentiert Vorstandsmitglied Bernd Leukert in seiner Keynote am Mittwoch, doch McDermott erklärte bereits jetzt, was Run Simple für Unternehmen bedeutet: Diese Unternehmen sind datenorientiert und können digitale Grenzen nahtlos überwinden.

Datenorientierte Unternehmen zeichnen sich durch die Nutzung digitaler Technologien aus. Diejenigen, die das nicht tun, sind auf der falschen Seite der digitalen Kluft – und haben keine Chance, ein weiteres Problem zu überwinden: die Datenkluft.

Nahtlos bedeutet, dass Kunden und Mitarbeiter in der Lage sind, sich frei über digitale Grenzen hinweg zu bewegen – so wie es die Verbraucher erleben, wenn sie online shoppen oder eine Suchmaschine im Internet verwenden.

Daten stehen im Mittelpunkt

Under Armour ist ein Unternehmen, das laut Bill die Datenkluft überwunden hat. Der Sportartikelhersteller mit Sitz in Baltimore bietet Kleidung, die Nutzer über zahlreiche Kanäle mit Informationen versorgt, und ermöglicht es ihnen, ihre Leistung zu verbessern, eine Community aufzubauen und mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten.

„Das ist womöglich der größte Vorteil, den uns die SAP verschafft hat: die Möglichkeit, ungehindert zu wachsen“, sagte Kevin Plank, CEO von Under Armour, in einem Video, das während der Präsentation lief. „Wir erhalten dadurch Informationen in Echtzeit und haben also nicht nur einen genauen Überblick über die aktuelle Situation, sondern können auch vorausschauen.“

Der CEO des größten italienischen Energiekonzerns ist davon überzeugt, dass es gar nicht mehr vorrangig um die Basisdienstleistung geht, die verkauft wird. Es geht eher darum, wie mit den Daten umgegangen wird. „Die wichtigste Veränderung besteht hier in der Frage, wie Daten am besten übertragen werden sollen“, unterstrich Francesco Starace von der Enel Group in einem Video auf der Bühne. „Ohne Informationstechnologie wird dieser Wandel nicht gelingen.“

Nahtloser Übergang

Als es um die Fähigkeit ging, Kunden nahtlos einzubinden, hob McDermott die National Hockey League, die Eishockey-Profiliga in Nordamerika, hervor und verwies auf ein Gespräch, das er mit dem Vorsitzenden geführt hatte. Gary Bettman möchte eine nahtlos agierende Liga leiten, in der Fans auf die Daten der letzten 100 Jahre über alle Mannschaften zugreifen können und genauso problemlos Fanartikel von den einzelnen Teams kaufen können.

McDermott berichtete auch, dass sich Disney ebenfalls einen nahtlosen Informationsfluss zunutze gemacht hat, damit die Manager in den Freizeitparks genau wissen, wer dafür ausgebildet ist, bestimmte Fahrgeschäfte zu bedienen. Das erhöht die Sicherheit und mindert Risiken, für den Fall, dass sich ein Mitarbeiter krankmeldet. Die Manager wissen sofort, wer dafür qualifiziert ist, einen Mitarbeiter zu vertreten.

„Datenorientierte Unternehmen müssen nahtlos agieren können“, betonte McDermott. „Für Unternehmen, die das verinnerlicht haben, kann dies ein wichtiger Erfolgsfaktor sein.“

Concur: Spesenabrechnung leicht gemacht

Nur wenige würden Lösungen für Reisekostenabrechnungen als besonders spannend bezeichnen. Barry Padgett, Executive Vice President von Concur, bewies heute das Gegenteil: Mit seiner Demo der nahtlos integrierten Lösung für Reise- und Reisekostenmanagement von Concur beeindruckte er die Zuschauer.

„Sie alle werden Ende der Woche eine Reisekostenabrechnung machen müssen“, sagte Padgett. „Und deshalb werden Sie die Innovation, die ich Ihnen jetzt zeige, sicher gut finden.“

Die mobile App ist an Apps von Partnern angebunden, sodass man Hotelbuchungen vornehmen, Bonuspunkte erfassen und Hotelrechnungen automatisch aufschlüsseln kann. Auch Restaurantbesuche und Taxifahrten lassen sich über Apps von Lieferanten abwickeln. Über eine Schnittstelle mit dem E-Calendar kann man einsehen, welche Kunden oder Kollegen bei Essen mit dabei waren.

„Die Reisekostenabrechnung erstellt sich praktisch von selbst“, sagte Padgett am Ende seiner Demo. „Wir müssen eigentlich gar nichts mehr selbst machen.“

Die App spart Arbeitszeit und führt dadurch zu einer höheren Produktivität von Mitarbeitern. Gleichzeitig steigt die Zufriedenheit der Mitarbeiter, die nun mehr Zeit für andere Dinge haben.

Folgen Sie Derek Klobucher auf Twitter unter: @DKlobucher

Bildquelle: SAP

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