Schnell und sicher zur präzisen Diagnose

Feature | 15. Juli 2003 von admin 0

Ob Malaria oder Hepatitis, Mumps oder Windpocken: Der schnelle und korrekte Nachweis von Krankheitserregern liefert dem Arzt entscheidende Informationen zur Versorgung seiner Patienten. Während einfachere Analysen direkt in der Arztpraxis oder im Krankenhaus erledigt werden, erfordern viele Untersuchungen aufwändige Verfahren durch spezialisierte Labors.
Die Mikrogen AG aus Zürich und das Labor Prof. Krech und Partner aus Kreuzlingen zählen zu den führenden Anbietern von medizinischen und mikrobiologischen Analysen in der Ostschweiz. Die beiden Unternehmen haben sich im letzten Jahr zusammengeschlossen, um Kosten zu sparen und ihr Dienstleistungsspektrum zu ergänzen. Die Fusion erforderte eine fortschrittliche Informatiklösung, die sowohl die Abläufe im Labor wie auch die Zusammenarbeit mit Ärzten und Krankenhäusern optimal unterstützt. Den geeigneten Entwicklungs- und Einführungspartner fand das Labor im SAP-Partner zero1 aus Regensdorf bei Zürich.

Schneller erfassen, präziser auswerten

Es ging darum, mit einer leistungsfähigen IT-Lösung die nun erweiterten Anforderungen des Laborbetriebs zu erfüllen, wozu unsere Eigenentwicklung nicht mehr in der Lage war, weil sie nicht dem neuesten Stand entsprach“, berichtet Professor Thomas Krech. Er entschied sich dafür, gemeinsam mit zero1 ein SAP-Branchentemplate für Labors zu entwickeln.
Die neue Lösung sollte nicht bloß die alte ersetzen, sondern die Arbeitsabläufe vereinfachen und so die Produktivität des Speziallabors steigern. Mit genauen Vorgaben für Benutzeroberfläche und Prozesse machte sich zero1 Ende September 2002 ans Werk. Nach einer Entwicklungszeit von nur drei Monaten wurde „zLab“ im Januar 2003 produktiv eingeführt.
„Wir erhalten täglich Hunderte von Proben, die entweder per Post zugestellt oder von unseren Kurieren ins Labor gebracht werden. Um die Bearbeitungsfrist – in der Regel ein Arbeitstag – einhalten und dringende Analysen schnellstmöglich durchführen zu können, arbeiten unsere Mitarbeitenden mit einer speziellen Eingabemaske,“ erklärt Krech die Auftragserfassung. Nicht nur Auftraggeber und Art der Analyse, auch Patientendaten werden, falls vorhanden, bereits nach der Eingabe weniger Buchstaben angezeigt. Plausibilitätsfunktionen reduzieren das Risiko von Eingabefehlern gegen null. Die fertig erfasste Probe wird mit einem Strichcode unverwechselbar gekennzeichnet und in die Analysestraße gestellt.
Das Analysegerät überspielt die Daten der Ergebnisse über eine Schnittstelle zum SAP-System. Bei der Auswertung der Ergebnisse kommt die zweite Stärke von „zLab“ zum Zug: Eine zusätzliche Applikation erlaubt es dem Laborarzt, die Daten schneller zu beurteilen und mit Kommentaren beziehungsweise Empfehlungen zu versehen. „Das verbesserte Reporting entlastet mich zeitlich enorm, und ich kann – bei größerer Genauigkeit – deutlich mehr Arbeit bewältigen“, lobt Professor Krech die Arbeit der Entwickler. „zLab“ verbindet die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit von SAP mit Funktionen, wie sie Laboratorien für effizientes Arbeiten benötigen.

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