Schneller Einstieg mit FIStec-Engineer

Feature | 3. September 2003 von admin 0

„Die Einführung eines neuen Softwaresystems sollte möglichst schnell, reibungslos und kostengünstig erfolgen, ohne das Unternehmen und die Mitarbeiter über Gebühr zu belasten“, erläutert Karl-Friedrich Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Saarbrücker SAP-Systemhauses, den Grundgedanken der von SAP qualifizierten mySAP-All-in-One-Lösung. Gegenüber einer traditionellen Einführung ist FIStec-Engineer nach Angaben des Herstellers darauf ausgelegt, sowohl den Aufwand bei der Einführung als auch die Kosten deutlich zu reduzieren.

Einstieg leicht gemacht

Dabei orientiert sich die auf den Mittelstand ausgerichtete Einführungsmethode an mittelstandstypischen Gegebenheiten wie dünne Personaldecke, geringere Finanzmittel sowie hohe Flexibilität und Innovationskraft, erklärt Schmidt weiter. FIStec-Engineer biete einen leichten Einstieg auch für Anwender, die im Umgang mit Datenverarbeitungssystemen relativ unerfahren sind. Die Software soll nach FIStec-Angaben nicht nur Spezialisten unterstützen, sondern will allen Mitarbeitern die tägliche Arbeit erleichtern.
Das System wurde deshalb in Zusammenarbeit mit Anwenderunternehmen so vorkonfiguriert, dass ein schneller Einstieg möglich ist. Die Bedieneroberfläche wurde den Bedürfnissen von Anwendern angepasst und vereinfacht. Zusätzlich sind anwender-geeignete Handbücher für alle Funktionsbereiche verfügbar. Zu den Kunden der auf SAP-Lösungen für den Mittelstand spezialisierten FIStec AG gehören Unternehmen wie die Heidelberger Hebetechnik, der Ösen- und Nietmaschinenhersteller Pfeil oder der Zählerhersteller Landis+Gyr.

Anwendung mit Varianten

FIStec-Engineer ist in verschiedenen Varianten verfügbar für Kundeneinzelfertiger, Projektfertiger, Serienfertiger, Variantenfertiger und Mischformen aus verschiedenen Fertigungstypologien. Die als Einstiegs- oder Standardpaket für kleinere Unternehmen gedachte Standardversion beinhaltet alle typischen Funktionalitäten der Branche in den Bereichen Finanzbuchhaltung, Controlling, Anlagenbuchhaltung, Einkauf und Materialwirtschaft sowie Vertrieb und Produktion. Die Version FIStec-Engineer Advanced enthält zudem ergänzende Funktionalitäten aus den Bereichen Projektabwicklung sowie maschinelle Kapazitätsplanung und eignet sich dem SAP-Systemhaus zufolge als Template für größere Unternehmen. Gemeinsam ist den Varianten, dass relevante Unternehmens- oder Produktionskennzahlen zeitnah ausgegeben werden. Somit bekommt das Management wichtige Informationen auf Knopfdruck und kann auftretende Probleme schnell beseitigen.
Die Lösung bezieht dabei ihre spezifischen Branchenausprägungen nicht aus Zusatzprogrammierungen, sondern als qualifizierte SAP-Lösung aus den branchentypischen und landesspezifischen Einstellungen des Standardsystems. Damit ist laut FIStec auch die uneingeschränkte Releasefähigkeit gewährleistet. „Eine spezielle Version des FIStec-Engineer haben wir beispielsweise gemeinsam mit dem Geschäftsbereich PTD (Power Transmission and Distribution) der Siemens AG unter dem Namen SISCOS für Tochterunternehmen des Siemens-Konzerns entwickelt“, sagt Schmidt. Die Anwendung umfasse die Bereiche Vertrieb, Produktionsplanung und -abwicklung, Materialwirtschaft, Finanzbuchhaltung, Controlling und Customer Service. Typische Geschäftsprozesse eines Fertigungsbetriebs im kaufmännischen und technischen Bereich sowie im Kundenservice sind im System bereits voreingestellt.
„Durch die voreingestellten Prozesse können Anwender von Beginn an vertraute Abläufe verfolgen und die Schulung anhand von Branchenbeispielen zügig durchlaufen“, erläutert der FIStec Vorstandsvorsitzende die Vorteile der Lösung. Der zeitliche Aufwand für eine unternehmensspezifische Anpassung der Lösung verringert sich somit „drastisch“, wie Schmidt weiter darlegt. Gegenüber einer ‚klassischen’ Einführung seien damit nicht nur die Kosten deutlich geringer, sondern es werde auch mehr Projektzeit für angestrebte Veränderungen im Unternehmen frei.

Komplettes Angebot

FIStec-Engineer wird laut Herstellerangaben als Komplettpaket angeboten. Dieses beinhaltet sowohl die notwendige Hardware (beispielsweise Server auf Basis Linux oder Windows 2000), die frei wählbare Datenbank (beispielsweise kostenlose SAP-DB), sowie alle für die Einführung notwendigen Lizenzen und Dienstleistungen. Der Einführungszeitraum kann zwischen vier und zwölf Wochen variieren. Die Einführungsdauer richtet sich im wesentlichen danach, inwieweit die im System voreingestellten Prozesse an die individuellen Verhältnisse in Anwenderunternehmen angepasst werden müssen.
Das Saarbrücker Softwarehaus bietet die mySAP-All-in-One-Lösung in verschiedenen Preismodellen an. Diese sind abhängig vom jeweils gewählten Betreibermodus (Installation beim Kunden oder ASP-Betrieb im Rechenzentrum). Somit können Anwenderbetriebe, abhängig vom Personal, das sie für die Bedienung der Lösung abstellen können, sowie vom ihrem EDV-Know-How, das für sie günstigste Modell auswählen. Im ASP-Modus kann die Lösung nach FIStec-Angaben für 345 Euro pro User im Monat genutzt werden. Ein Komplettpaket – ausgelegt auf 25 User – kostet inklusive Hardware, aller benötigten Lizenzen und Dienstleistungen 100.000 Euro.

Weitere Informationen:

www.fistec.de

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

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