SAP-Infotag SCM-Planung: Die Top-Themen auf einen Blick

„Digitale und automatisierte Prozesse für mehr Effizienz in der Planung“ stehen im Zentrum des diesjährigen SAP-Infotags SCM-Planung am 9. Mai 2018 in Wiesloch. Unternehmen wie Electrolux, Audi, voestalpine, BSH Hausgeräte, BRP Rotax und KWS Saat berichten aus ihren Projekten.

1. SAP IBP: Durch SAP Leonardo bereichert

Historische mit aktuellen Abverkaufsdaten zusammenbringen und daraus treffsicher voraussagen, wie sich die Verkäufe entwickeln werden; frühzeitig erkennen, ob eine Lieferung in Gefahr ist oder sich verzögert und die aktuelle Situation per Management-Dashboard visualisieren. Das sind zwei praktische Beispiele dafür, wie das SAP-Leonardo-Portfolio von SAP Analysen, maschinelles Lernen und das Internet der Dinge in die Planung einbeziehen kann. SAP IBP ist ein Teil des Innovationssystems SAP Leonardo, was es Planern erleichtert, sich flexibel und schnell auf unvorhersehbare Ereignisse einzustellen.

Anhand von zwei konkreten Beispielen erläutert Peter Bickenbach, SCM Black Belt, um 16 Uhr auf dem SAP-Infotag, wie SAP Leonardo optimal eingesetzt werden kann.

Zudem zeigt SAP anhand einer Fischertechnik-Fabrik in einem Showcase, wie die Produktion und die Planung sich über SAP-Software optimal ergänzen.

2. SAP IBP: Mit SAP Ariba verknüpft

Über das Business-Netzwerk SAP Ariba ist es möglich, Lieferanten in das eigene Netzwerk aufzunehmen und ihnen aus dem SAP-Ariba-Netzwerk über SAP IBP Sekundärbedarfe mitzuteilen. Lieferanten können ein Angebot abgeben und ihre „Advanced Shipping Notifications“ (ASN) einstellen, die sie dazu verpflichtet, entsprechende Lieferungen zu übernehmen. Damit ist kein EDI und kein Fax mehr nötig, denn der komplette Prozess wird über SAP IBP abgewickelt. Zudem unterstützt das in SAP IBP integrierte SAP-Ariba-Netzwerk Unternehmen darin, mit stark schwankenden Rohstoffpreisen besser umzugehen. Geschieht das Sourcing zum richtigen Zeitpunkt, kann das Einsparungen in Millionenhöhe bedeuten.

Um 15 Uhr erläutert Franz Uhr, Solution Manager Supply Chain Collaboration SAP Ariba in seinem Vortrag über „kollaborative Planungsprozesse von Direktmaterialien“, welche Potenziale die kollaborative Planung mit Hilfe von SAP IBP und SAP Ariba für Unternehmen hat.

3. SAP BPC: Die Kostenseite der Planung mit berücksichtigen

Lieferverfügbarkeiten und Warenbestände in der digitalen Lieferkette ausbalancieren und flexibel planen können: Das sind wichtige Anforderungen in der Planung. Doch sind etwa erhöhte Lagerbestände zugunsten einer hohen Verfügbarkeit auch bezahlbar? Lassen sich über zusätzliche externe Lieferanten oder alternative Schichtbelegungen vielleicht Bestandsmengen reduzieren und die gleiche Leistung damit zu geringeren Kosten erreichen? SAP Business Planning and Consolidation (SAP BPC) gibt detailliert eine Übersicht darüber, ob Bedarfe valide sind oder Budgets justiert werden müssen. Das Tool validiert die jeweiligen Kosten für geplante Konstellationen und dient so als Entscheidungshilfe.

Um 12 Uhr stellt Jens Schwentje, Leiter des Global Application Management bei KWS Saat vor, wie SAP BPC und SAP IBP beim Einbecker Saatgutunternehmen ineinander spielen.

4. Cloud: Planung mit Mehrwertdiensten

Über Sensorik ermittelt ein Maschinenhersteller, wie oft und wie lange seine Produkte beim Kunden zum Einsatz kamen. Er analysiert die Nutzungsdaten in der Cloud, berechnet daraus im Pay-per-Use-Modell seine Monatsabrechnung und prognostiziert auf Basis der Cloud-Daten von vielen Kunden, wie sich dieser Markt entwickeln wird. Ein Einzelhändler eröffnet eine neue Filiale, deren Pont-of-Sales-Daten über die Cloud erfasst werden und plant konkrete Marketing-Events vor Ort. Künftig wird es sogar möglich sein, dass ein Unternehmen aktuell diskutierte Themen in Online-Communities recherchiert, die Entwicklung von Page Impressions im Amazon-Shop analysiert und daraufhin seine Absatzprognosen anpasst. „Über die Cloud ist es einfacher, diverse (auch unstrukturierte) Daten miteinander zu verknüpfen als über On-Premise-Systeme“, erläutert der SAP-Experte für Digital Supply Chain Planning Patrick Boucek, der einen wichtigen Vorteil der Cloud darin sieht, dass Daten weltweit hoch verfügbar und verknüpfbar sind und auf diesem Weg neue Mehrwerte generiert werden.

Um 9 Uhr wird Ramin Mirza, Leiter des Cloud Business in Deutschland, erläutern, was die „digitale DNA“ von Unternehmen enthalten sollte und welche Rolle die Cloud dabei einnimmt.

5. DD-MRP for SAP IBP: Material bedarfsorientiert planen

Die bedarfsorientierte Materialplanung – Demand Driven MRP (DD-MRP) genannt – hat die gesamte Lieferkette im Blick. Sie ist in der Lage, günstige Entkopplungspunkte zu identifizieren und so den Peitscheneffekt wegzunehmen. Schon kleine Änderungen in der Nachfrage nach einem Produkt bewirken in komplexen Lieferketten (Supply Chains) demnach große Ausschläge in der Bestellmenge. Der Grund: Koordinationsprobleme in Lieferketten.

Um 13:45 Uhr erläutert Dennis Hein, Leiter der Global Supply Chain – Demand and Supply Factory, den Weg von der Prognose-basierten Planung hin zum verbrauchsgesteuerten DD-MRP-Konzept.

Die gesamte Agenda des SAP-Infotags SCM-Planung am 9. Mai 2018 in Wiesloch.

Zur Anmeldung des SAP-Infotags SCM-Planung.