Der Effizienztest

Feature | 8. August 2012 von Heather McIlvaine 0

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Viele Unternehmen suchen nach Möglichkeiten, effizienter zu arbeiten – sei es, um Geld zu sparen oder ihren CO2-Fußabdruck zu verringern. Am besten kann man beim Rechenzentrum anfangen, so das Ergebnis eines kürzlichen Webinars von Gartner. Die meisten Rechenzentren verbrauchen 100 Mal mehr Strom als die Büros, die sie unterstützen. Ein Großteil des Stroms wird natürlich für die Kühlung der Server und den Gebäudebetrieb benötigt. Die Server brauchen aber auch Strom für die Anwendungen, die sie betreiben. Die benötigte Strommenge variiert dabei sehr stark – je nach Servertyp und Anzahl der User im System.

SAP hat dies erkannt und den „SAP Server Power Standard Application Benchmark“ eingeführt. Damit kann man die Performance der Anwendung in Hinblick auf den Stromverbrauch im Server messen. Die Performance ist definiert als SAP Application Performance Standard, kurz SAPS. Der Standard gibt an, wie viele “Order Line Items” in einem bestimmten Zeitraum komplett verarbeitet werden können. Der Stromverbrauch wird in Watt gemessen. Der Test zeigt, wie viel Watt ein Server benötigt, um 1.000 SAPS (Watt/kSAPS) zu erreichen. Je niedriger die Wattzahl, desto effizienter arbeitet der Server.

43 Prozent weniger Energie bei neuem Server nötig

Anhand dieser Zahl können Kunden einfach die Effizienz verschiedener Server vergleichen, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen – so die Idee. Zurzeit ist jedoch Fujitsu der einzige SAP-Partner, der diesen Benchmarktest zwei Mal an seinen PRIMERGY-Servern durchgeführt hat, die nach modernsten Energieeffizienzstandards konzipiert wurden. Der letzte Test hat gezeigt, dass der neueste Fujitsu-Server effizienter als seine Vorgängerversionen ist.

Wie sich die Performance je nach Serverauslastung ändert, finden Sie auf der nächsten Seite.

Fujitsu PRIMERGY RX300 S7 Server (Foto: Fujitsu)

Im neuesten Test 2012 verbrauchte der Fujitsu PRIMERGY RX300 S7 Server mit einem Intel® Xeon® Prozessor E5-2660 im Durchschnitt 10,5 Watt pro 1.000 SAPS. Im Vergleich zum letztjährigen Test, bei dem die Energiebilanz der S6-Servergeneration 18,3 Watt/kSAPS betrug, ging der Stromverbrauch beim neuen Server damit um 43 Prozent zurück.

Primergy – die Testergebnisse im Einzelnen

Der SAP-Benchmark misst die Serverleistung bei neun verschiedenen Belastungsstufen. Damit will man die in der Praxis vorkommenden Lastenunterschiede simulieren. Vor dem Test wurde die 100prozentige Auslastung bei 6.150 Usern festgelegt. Dies entspricht der maximalen Anzahl an Anwendern, die im System bei einer Antwortzeit von unter einer Sekunde arbeiten können. Die anderen Belastungsstufen wurden anteilig zur Maximallast definiert (80 %, 65 %, 50 %, 40 % usw.). Darüber hinaus wurde beim Benchmarktest auch der Stromverbrauch im aktiven Ruhezustand gemessen. Darunter versteht man die Zeit, in der nur ein User auf jeder Instanz der SAP-Lösung angemeldet ist.

Der durchschnittliche Stromverbrauch für alle neun Belastungsstufen betrug 10,5 Watt/kSAPS. Diese Zahl steht per se schon für eine hohe Energieeffizienz. Aufschlussreich ist aber auch die Analyse der Einzelergebnisse für die jeweiligen Lastenhöhen. Demnach erreicht der neue Fujitsu PRIMERGY RX300 S7 Server schon bei einer deutlich niedrigeren Belastungsstufe als der ältere Server eine gute Energieeffizienz. So weist der S7 Server bereits ab einer Auslastung von 40 Prozent eine optimale Energieeffizienz aus, während dies beim S6 Server erst ab 65 Prozent der Fall ist. Dies bedeutet, dass der neue Server bei mehr Belastungsstufen hocheffizient arbeiten kann. Unternehmen sind damit wesentlich flexibler beim Management ihrer Systemlandschaft.

Wie sich der druchschnittliche Durchsatz beim Benchmarktest veränderte, lesen Sie auf der nächsten Seite.

Im Vergleich zum letztjährigen Test stieg der durchschnittliche Durchsatz beim Benchmarktest 2012 von 11.810 SAPS auf 15.480 SAPS an. Damit verbraucht der PRIMERGY RX300 S7 Server nicht nur bei jeder Lastenhöhe weniger Energie, sondern ist auch leistungsfähiger.

Dynamische Infrastrukturen für effiziente Lastenverteilung

Fujitsu weist aber auch darauf hin, dass energieeffiziente Server allein keinen hocheffizienten Betrieb des Rechenzentrums gewährleisten können. Für eine intelligente und effiziente Verteilung der Last auf die IT-Ressourcen sind dynamische IT-Infrastrukturen erforderlich. Beispiel hierfür ist Fujitsu FlexFrame for SAP. Die Lösung ordnet die physische und virtuelle Verarbeitungsleistung flexibel den Anwendungen zu und sorgt damit für mehr Effizienz im Rechenzentrum.

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