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Mit Smart Data Wettbewerbsvorteile erzielen

12. Juni 2015 von Theresa Böhme 0

Dr. Peter Weckesser, CEO Customer Services DF&PD der Siemens AG, erläutert, wie Unternehmen die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse vorantreiben können.

Neue Technologien führen zu einem gravierenden Wandel bisheriger, klassischer Geschäftsmodelle. Es haben sich vor allem vier Technologie-Bereiche herauskristallisiert, denen die meiste Bedeutung zukommt und die eine große Veränderung für die Industrie bedeuten.

Die vier wichtigsten Technologie-Trends

  • Die Datenerfassung zu Produktionsprozessen im industriellen Bereich nimmt zu.
  • Über Breitbandnetze lassen sich Daten sehr kostengünstig kommunizieren.
  • Datenmengen können in Echtzeit kostengünstig gespeichert und Langzeit archiviert werden.
  • Aus Big Data wird Smart Data: Daten lassen sich in Echtzeit analysieren.

„Dass technologische Veränderungen auch Geschäftsmodelle verändern, sehen wir sehr stark im Konsumgütermarkt. Früher haben wir uns CDs gekauft, heute streamen wir die Musik nur noch – das ist eine vollständige Veränderung einer Industrie“, so Dr. Peter Weckesser, CEO Customer Services DF&PD Siemens AG.

Daten als Rohstoff der Digitalisierung

Ein weiteres Beispiel, wie sich Industrien verändern, ist der Software-Bereich: IT-Unternehmen wie SAP stellen ihre Geschäftsmodelle um und folgen dem Trend von klassischen Software-Lizenzen hin zu Software as a Service (SaaS)-Modellen. „Wir sehen im Industriebereich immer stärker, dass unsere Kunden nicht mehr nur eine Produktionsanlage kaufen, sondern vom Hersteller immer häufiger auch Produktivität für diese Maschinen erwarten. Das heißt Maschinenbauer müssen immer stärker eine Verfügbarkeit oder den Output einer Anlage mitanbieten“, erklärt Weckesser.

Vor allem in der Industrie ist es das Ziel, immer mehr Daten zu Produktionsprozessen zu erfassen. Dabei gewinnen die gezielte Nutzung von Big Data und die Digitalisierung von Prozessen immer mehr an Bedeutung. „Der wichtige Rohstoff für die Digitalisierung der Geschäftsprozesse sind die Daten und außerdem die Fähigkeit, diese Daten mit Domain-Kompetenz auszuwerten – das wird letztendlich der entscheidende Wettbewerbsvorteil für alle Industrien sein“, so Weckesser. Mithilfe der Analyse immenser Datenmengen in Echtzeit können dann wertvolle Informationen, sogenannte Smart Data, gewonnen und Geschäftsprozesse optimiert werden.

Die Siemens Industry Cloud als Kooperationsprojekt

Die Siemens Industry Cloud, als Kooperationsprojekt zwischen Siemens und SAP, basiert auf der SAP HANA Cloud Platform. Als eine offene Cloud-Plattform spielt sie eine Schlüsselrolle für die Analyse großer Datenmengen in der Industrie – und für das digitale Unternehmen von morgen. Durch die Datenanalyse in Echtzeit durch SAP HANA hilft die Siemens Industry Cloud Unternehmen dabei, einzelne Geschäftsprozesse zu optimieren etwa in den Bereichen vorausschauende Instandhaltung, Asset- und Energiedatenmanagement.

„Mit der Siemens Industry Cloud ermöglichen wir dem Kunden, ein digitales Modell der Anlage mit Realdaten aus dem Produktionsprozess der Anlage zu versorgen, um so zum Beispiel ein Abgleichmodell oder Simulationen zu erstellen“, erläutert Weckesser. Produkte – auch solche, die nicht von Siemens stammen – können über die offene Geräteschnittstelle auf Basis von OPC angebunden werden.

Erfahren Sie mehr über die Siemens Industry Cloud im Video:

 

Bildquelle: Shutterstock

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