SAP HANA für alle

Feature | 9. November 2011 von Christiane Stagge 0

Jim Hagemann Snabe eröffnet SAPPHIRE NOW und SAP TechEd 2011 (Foto: Christiane Stagge)

Der Eröffnungstag der SAPPHIRE NOW begann mit einer großen Show: Wie schon auf der SAPPHIRE NOW im Mai in Orlando flatterten riesige 3D-Projektionen über die Leinwand, während Schauspieler Gabriel Byrne die Zuschauer begrüßte. Rund 10.000 Teilnehmer sind derzeit vor Ort in Madrid. Zählt man diejenigen mit, die die Messe online verfolgen, kommt man auf 25.000 Zuschauer.

Gut gelaunt betrat Vorstandssprecher Jim Hagemann Snabe die Bühne und erweiterte gleich die Relativitätstheorie von Einstein: E = mc(imc2). Die wichtigsten Paradigmen für Unternehmenssoftware seien Mobile, Cloud und vor allem: In-Memory-Computing.

So lautet die SAP-Produktstrategie: Core, Mobile, Cloud und In-Memory.

Lesen Sie auf den nächsten Seiten:

aasdfasdfsadf (Photo: Christiane Stagge)

Volles Plenum: 10.000 Teilnehmer auf der SAPPHIRE NOW in Madrid (Foto: Christiane Stagge)

Snabe delivered his keynote to both TechEd and SAPPHIRE NOW audiences (Photo: Christiane Stagge)

SAP-Produktstrategie: Core, Cloud, Mobile und In-Memory (Foto: Christiane Stagge)

Core: Business Suite 7i2011 jetzt im Ramp-up

Zur Überraschung vieler Zuhörer begann Snabe seine Keynote mit „Core“, dem Kernsegment von SAP. Dieses umfasst Software wie die SAP Business Suite, also SAP ERP, SAP CRM usw. sowie SAP BusinessObjects BI 4.0. Mit dem Core-Segment mache SAP immerhin den meisten Umsatz. Inzwischen gebe es auch mehr als 32.000 Kunden, die die Mittelstandssoftware SAP Business One nutzen.

Der Erfolg im Kernsegment ist auch ein Grund dafür, weshalb am Tag zuvor die Business Suite Innovations 2011 (7 i2011) in den Ramp-up gegangen sind. Kunden sollen dabei von 123 neuen Funktionen profitieren. Wie der Vorstandssprecher bereits auf dem DSAG-Jahreskongress versprach, ist die Wartung der Business Suite bis 2020 gesichert.

Den Fokus legte Sabe auch auf die Rapid Deployment Solutions (RDS). Mit diesem Ansatz können Lösungen in nur wenigen Wochen implementiert werden. RDS bieten dem Kunden eine abgespeckte Variante der On-Premise- Software, die mit allen wichtigen Funktionen und Best Practices ausgestattet ist.

Global Communications-Chef Hubertus Külps und Jim Hagemann Snabe stellen sich den Fragen der Journalisten. (Foto: Christiane Stagge)

SAP-Kommunikationschef Hubertus Külps und Jim Hagemann Snabe stellen sich den Fragen der Journalisten. (Foto: Christiane Stagge)

3 D-Projektionen am Eröffnungsta wie schon auf der Hausmesse in Orlando im Mai. (Foto: Christiane Stagge)

3D-Projektionen am Eröffnungstag wie schon damals in Orlando im Mai. (Foto: Christiane Stagge)

Cloud: 70 Apps im SAP STORE

Ein weiteres Kernsegment von SAP ist Cloud Computing. Mehr als 700 SAP Business ByDesign-Kunden zähle der Konzern bisher. Business ByDesign ist die Business Suite aus der Cloud für mittelständische Unternehmen.

Aber auch große Firmen sollen von On-Demand-Lösungen profitieren: So haben Konzerne mit SAP Sales OnDemand beispielsweise die Möglichkeit, Tochterfirmen anzubinden. Sales OnDemand ist eine Software für Sales- und Vertriebsmitarbeiter. Das Feedback von Kunden, die die Anwendung bereits im Einsatz haben, sei laut Snabe durchweg positiv. Zusätzliche On-Demand-Lösungen wie SAP Career OnDemand für Personalabteilungen und SAP Travel Expense Management für das Reisemanagement seien bereits in der Planung.

Außerdem gibt es inzwischen mehr als 70 Applikationen im SAP STORE, mit denen Unternehmen SAP Business ByDesign funktional erweitern können. Die Apps lassen sich mit einem Klick ähnlich wie bei einem Online-Shop kaufen.

Diskussionsrunde mit Kunden (Foto: Christiane Stagge)

Diskussionsrunde mit Kunden: Die Zukunft von mobiler Software (Foto: Christiane Stagge)

Mobile: 200 Apps

Viele Apps, unterschiedliche Plattformen, verschiedene Mobilgeräte – Unternehmen, die mobile Software einsetzen wollen, müssen sich diesen Herausforderungen stellen. Für viele Fragen hat SAP die Antwort, denn mit dem Kauf von Sybase, dem Marktführer im Bereich mobiler Software, hat der Konzern neue Expertise hinzugewonnen. Auf der Basis der Sybase Unwired Platform lassen sich neue Apps entwickeln. Die Plattform lässt sich in die Business Suite integrieren. Somit können einige Anwendungen und Funktionen auch mobil genutzt werden.

Am Beispiel der Berliner Charité zeigte Snabe, wie Ärzte und Pflegepersonal SAP Electronic Medical Record auf dem iPad verwenden. So lassen sich mit dem Tablet-PC nicht nur Schichtübergabeprotokolle führen und verwalten, sondern auch jederzeit Patientendaten wie Röntgenaufnahmen und Blutwerte aufrufen – dafür reicht eine mobile Datenverbindung. Die App greift auf Daten aus dem Backend-System zu.

Mehr als 30 mobile Applikationen hat SAP inzwischen entwickelt. 200 Apps kommen von den Partnern. Business Apps seien sehr gefragt. Wie David McCue, CIO von CSC in der anschließenden Diskussionsrunde betonte, greifen Anwender lieber auf eine App statt auf eine mobile Website zu – was aber auch daran liegen mag, dass viele Webseiten nicht für alle Mobilgeräte optimiert sind.

Eine weitere Herausforderung ist die Programmierung von Apps, die sowohl für kleine als auch große Unternehmen geeignet sind und deren Funktionen genau auf die Bedürfnisse der jeweiligen Business-Anwender abgestimmt sind.

Afaria: Geräte und Apps

Mit Afaria können Admins die einzelnen Mobilgeräte verwalten und bei Verlust oder Diebstahl zur Not auch sperren.  Damit stehen der Firmenpolitik „Bring your own device“ alle Türen offen. In der Diskussionsrunde mit Anwendern äußerte der CSC-CIO den Wunsch, Afaria auch für das Verwalten von Apps nutzen zu können. Mobile Applikationen hätten eine höhere Bedeutung als die Mobilgeräte.

Chefvisitie digital - eine iPad App machts es möglich. (Foto: Christiane Stagge)

Chefvisitie digital - eine iPad App machts es möglich. (Foto: Christiane Stagge)

Die Berliner Charité nutzt SAP Medical Report auf dem iPad. (Foto: Christiane Stagge)

Die Berliner Charité nutzt SAP Medical Report auf dem iPad. (Foto: Christiane Stagge)

In-Memory: SAP HANA für alle

Das Thema, das wohl die meisten Messebesucher interessierte ist In-Memory. Auf der SAPPHIRE NOW in Orlando vor sechs Monaten präsentierten ausgewählte Kunden, die SAP HANA getestet hatten, ihre Erfahrungen. Nun ist die Testphase abgeschlossen. SAP HANA ist nun für jedermann verfügbar. Allein 20 HANA Accelerators wurden im vergangenem halben Jahr ausgeliefert. Und auf der TechEd präsentierte SAP gestern fünf Server, die für HANA ausgerichtet sind, siehe Artikel “Neue Hardware für SAP HANA”.

Inzwischen gibt es einige Applikationen, auf denen SAP HANA läuft. Dazu gehören SAP Smart Meter Analytics, Operational Planning, SAP BusinessObjects Strategic Workforce Planning und SAP Intelligent Payment Broker. Damit können beispielsweise Energieversorger Daten zum Stromverbrauch schneller auswerten und Banken Konditionen für Kredite anhand von Aktienkursen und Kundendaten schneller durchrechnen beziehungsweise verschiedene Szenarien durchspielen.

Die In-Memory-Anwendung speichert große Mengen an Daten spaltenweise im Arbeitsspeicher, von wo aus sie unmittelbar abgerufen werden können. Das ermöglicht Datenauswertung in Echtzeit: Was früher mehrere Stunden brauchte, geht heute innerhalb von wenigen Sekunden. Wie Snabe erklärte, lasse sich durch SAP HANA künftig der Umweg über das Data Warehouse einsparen.

Schichtübergabe und Patienteninformationen - die App liefert alle wichtigen Daten und aktualisiert Änderungen im Backend. (Foto: Christiane Stagge)

Schichtübergabe und Patienteninformationen - die App liefert alle wichtigen Daten und aktualisiert Änderungen im Backend. (Foto: Christiane Stagge)

Lesen Sie auch weitere Blogs und Storys von der SAPPHIRE NOW / SAP TechEd Madrid in unserem Events Newsroom (engl.).

Tags: , ,

Leave a Reply