So beeinflussen Partner das mySAP-All-in-One-Produktportfolio

Feature | 15. Oktober 2003 von admin 0

Schon von Anfang an haben die SAP Business Partner großen Einfluss auf die Entwicklung vorkonfigurierter Lösungen für ihre Branchen genommen. So ist SAP Best Practices beispielsweise ein Produkt, das auf die Kooperation mit den Partnern aufbaut. Über die Jahre hatten diese großen Einfluss auf die Auswahl der Geschäftsszenarien für jede Version, zeigten punktgenau alle zusätzlichen Anforderungen bei der Vorkonfiguration auf und steuerten SAP Best Practices im Wesentlichen in die Richtung, die heute verfolgt wird. Und auch mit der Einrichtung des Partnernetzwerks für mySAP All-in-One und der Erweiterung des Produktportfolios hat sich daran nichts geändert. Im Gegenteil: die Kooperation wurde weiter vertieft. Auch bei der kürzlich abgeschlossenen Entwicklung des SAP One Server Toolkits, das seit September 2003 erhältlich ist, diente das Feedback der Partner als Richtschnur und hat die von SAP getroffene Datenbankauswahl für das Toolkit wesentlich beeinflusst. Genau so ist die aktuelle Strategie von SAP Best Practices von den Bedürfnissen der Partner geprägt. So waren es beispielsweise ihre Forderungen nach einer flexibleren und generischen Basis für die Entwicklung ihrer Lösungen, die zur Einführung der neuesten SAP-Best-Practices-Building-Block-Technologie und zur jüngsten Veröffentlichung des ersten SAP Best Practices Baseline Packages im August 2003 geführt haben.

Von unten nach oben

Da SAP Best Practices als Ausgangspunkt für viele mySAP-All-in-One-Lösungen dienen, ist es sowohl im Interesse von SAP als auch im Interesse der Partner, sicherzustellen, dass neue Versionen von Anfang an den Anforderungen der Kunden entsprechen. So können die Partner bei der Lösungsentwicklung Zeit und Geld sparen. Außerdem trägt es dazu bei, das Wiederverkaufspotenzial der endgültigen Lösung sicherzustellen. Darüber hinaus haben die Partner auch ein Mitspracherecht bei der Entwicklung anderer Produkte aus dem mySAP-All-in-One-Portfolio. Indem sie ihre Wünsche formulieren, können sie sicherstellen, dass alle Produkte unter Berücksichtigung ihrer speziellen Entwicklungsanforderungen entworfen werden.
Die beste Möglichkeit, um sich Gehör zu verschaffen und die zukünftige Entwicklung im Bereich mySAP All-in-One zu beeinflussen, bietet für Partner der von SAP bereitgestellte Feedback-Kanal. SAP verwendet im Wesentlichen drei Methoden, um ein Feedback von seinen Partnern einzuholen: Fragebögen, Workshops und Entwicklungsanfragen. Das Verfahren für Entwicklungsanfragen wurde im Lauf der Zeit wesentlich verbessert und um neue Komponenten für spezielle Entwicklungsanforderungen aus dem mySAP-All-in-One-Bereich erweitert.

Schwarz auf weiß

Als erste Feedback-Stufe werden in der mySAP-All-in-One-Partnergemeinschaft Fragebögen verwendet. Solche Befragungen werden in regelmäßigen Zeitabständen in jedem Land durchgeführt und haben das Ziel, mehr darüber zu erfahren, wie die Partner die Produkte aus dem mySAP-All-in-One-Portfolio nutzen. Wird eine SAP-Best Practices-Version wie vorliegend genutzt oder wird sie weiterentwickelt, um eine eigene, kundenspezifische Lösung zu entwickeln? Kombinieren die Partner die Bausteine aus verschiedenen SAP-Best Practices-Versionen oder aus unterschiedlichen Szenarien, um eine Lösung zu entwickeln? Wie sehen notwendige zusätzliche Entwicklungshilfen aus? Die wirklich ausschlaggebende Frage lautet: Welche Art von Feedback erhalten die Partner von ihren Kunden? Die Fragebögen sind an die lokalen Anforderungen jeder Region angepasst. So haben die Partner die Möglichkeit, ihre Perspektive des Marktsegments der kleinen und mittelständischen Betriebe deutlich zu machen oder sie können auf Entwicklungsprobleme verweisen, die für ihre Region spezifisch sind. Der diesen Fragebögen zugrunde liegende Antwortmechanismus ist variabel. Die Fragen sind offen und flexibel und lassen eine Menge Spielraum für offene und ehrliche Antworten. In einigen Fällen werden die Fragebögen sogar als Richtlinie in Gesprächen zwischen Partnern und SAP Solution Architects herangezogen.

Partner-Workshops sprechen Bände

Bei Workshops können sich die Partner wesentlich aktiver einbringen. Diese Workshops finden in der Regel früh im Entwicklungszyklus statt, noch bevor die Spezifikationen für eine neue Version der SAP Best Practices oder eines Entwicklungs-Toolkits festgelegt wurden. Die Teilnehmer werden unter Berücksichtigung ihrer Branche oder ihrer Sachkenntnis zu Workshops eingeladen. Häufig nehmen die Partner jedoch auch aufgrund ihrer Anregungen teil, die sie in einem Fragebogen oder in einer Entwicklungsanfrage gemacht haben. Die Workshops finden in verschiedenen Ländern statt und konzentrieren sich entweder auf eine bestimmte Branche oder verfolgen einen eher lösungsorientierten Ansatz, wie zum Beispiel bei branchenübergreifenden Themen wie Customer Relationship Management. Die Zielsetzung besteht darin, den Partnern ein Forum zu bieten, in dem sie ihre Meinung frei äußern und ihre Entwicklungsvorschläge weitergeben können. So erfährt SAP schnell (und sozusagen aus berufenem Munde), welche Art von Szenarien die Partner in zukünftigen SAP-Best-Practices-Versionen sehen möchten. Zusätzlich lassen sich Vorschläge für Erweiterungen von SAP One Server oder des VSDKs sammeln. Die Partner können auch die Vorkonfiguration weiterer Funktionen und Geschäftsprozesse fordern oder auf Bereiche hinweisen, in denen SAP die Komponenten von mySAP All-in-One partner- oder benutzerfreundlicher gestalten könnte.
Darüber hinaus ist SAP in der Lage, von seinen Partnern wertvolle Informationen über Markttrends und darüber, wie sich die SAP Best Practices entwickeln müssen, um hiermit Schritt halten zu können, zu bekommen. Und die Partner profitieren auf lange Sicht von Produkten, die immer präziser an ihre und die Anforderungen ihrer Kunden angepasst werden. Darüber hinaus lässt sich diese Gelegenheit auch nutzen, um andere Partner zu treffen und um wertvolle Verbindungen zu knüpfen, aus denen in der Zukunft durchaus gemeinsame Entwicklungsprojekte werden können.

Für den feinen Unterschied sorgen

Die letzte Option für Partner-Feedback sind die Entwicklungsanfragen. SAP hat dieses Verfahren weiter optimiert und ermutigt alle Partner, größeren Einfluss auf die Entwicklung im Bereich mySAP All-in-One und insbesondere bei SAP Best Practices zu nehmen. Die Partner sind nun in der Lage, genau anzugeben, auf welchen Bereich sich ihre Anfrage bezieht. So lässt sich der Vergleichs- und Auswertungsprozess auf Seiten von SAP wesentlich effizienter gestalten. SAP hat zudem im SAP Service Marketplace unter bestpractices eine neue Seite veröffentlicht, die erläutert, welche Wege den Partnern für die Übermittlung von Entwicklungsanfragen offen stehen.
Ebenso wie das Feedback in Partner-Workshops können auch Entwicklungsanfragen eine breite Palette an Erfordernissen umfassen. Vielleicht wünschen sich die Partner weitere auf SMBs zugeschnittene Funktionen in der Standardsoftware? In diesem Fall werden die Anfragen an das Kernentwicklungsteam dieser Lösung weitergeleitet. Möglicherweise möchten Partner auch, dass SAP auf Kundenwunsch eine lokalisierte Ausgabe einer SAP-Best-Practices-Version entwickelt. Oder er gibt die Notwendigkeit für eine neue SAP-Best-Practices-Version speziell für seine Branche bekannt. Außerdem können die Erfahrungen eines Partners in einem Bereich einer bestimmten SAP Best Practices-Version auch Anstoß für weitere vorkonfigurierte Geschäftsprozesse oder ein neues Szenario ergeben. Ungeachtet, wie die Anfrage aussieht: Die Partner können ihre Sicht der Dinge schnell und einfach im SMB-Partnerportal unter rollin schildern.

Ergebnisse sehen

Und was passiert mit den Beiträgen? Alle Entwicklungsanfragen werden nach Themenbereichen klassifiziert und direkt an das zentrale SMB-Entwicklungsteam weitergeleitet. Die Lokalisierung betreffende oder landesspezifische Probleme werden an die zuständigen Mitarbeiter bei den SAP-Tochtergesellschaften weltweit weitergeleitet. Fragen, die sich auf ein bestimmtes Projekt beziehen, gehen an das entsprechende Projektteam. Alle Anfragen werden regelmäßig überprüft. In einigen Fällen kontaktiert SAP den Partner, um weitere Informationen zu erhalten oder um einen Workshop zu organisieren, der sich mit einer bestimmten Entwicklungsanforderung befasst. Nach sorgfältiger Prüfung aller Beiträge aus den Entwicklungsanfragen und der sich hieraus ergebenden Workshops, kann SAP das Feedback der Partner in seine Entwicklungsstrategie einbeziehen und das zukünftige mySAP-All-in-One-Angebot nach den Vorstellungen von SAP und den Partnern zusammenstellen. Die Partner haben zudem die Möglichkeit, sich bei SAP vor Ort in Entwicklungs- und Testprozesse einzubringen.

Weitere Informationen:

Development Requests Easy Access (Login erforderlich)

Lindsay Johnson

Lindsay Johnson

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