So klappt das Outsourcing

Feature | 26. Februar 2013 von Claudia Linke 0

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Bei der Rezeptabrechnung mit den fast 150 deutschen gesetzlichen Krankenkassen (GKV) müssen Anbieter von Arzneimitteln oder Medizinprodukten wie Linde Healthcare komplizierte technische Vorgaben einhalten – entsprechend den gesetzlichen Regelungen. Werden Vorschriften und Fristen missachtet, drohen ihnen Strafen und Rechnungskürzungen von bis zu fünf Prozent. Deshalb überlassen viele Healthcare-Unternehmen ihre Rezeptabrechnung spezialisierten Dienstleistern. Jedoch sind diese meist teuer und intransparent.

Prozesse vereinfachen – Kosten sparen

Linde Healthcare suchte eine günstigere Alternative. Neben niedrigeren Kosten sollte sich eine neue Lösung nahtlos und schnell an die weltweit eingesetzte SAP-Umgebung anbinden lassen. Der Arzneimittelanbieter entschied sich für den SAP-Partner Seeburger und dessen Cloud-basierte Rezeptabrechnungs-Lösung „Managed Invoice Service §302“. „Mit der Seeburger-Lösung kommunizieren wir direkt mit den Kassen und umgehen lange und komplexe Buchhaltungsprozesse. Somit sparen wir Zeit und dadurch auch Geld.“, freut sich Karin Dieckmann, Teamleitung Backoffice HC-O-CB Homecare, Linde Healthcare Deutschland.

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Tipps für ein erfolgreiches Outsourcing der Rezeptabrechnung

1. Selbst abrechnen oder outsourcen?

Zunächst sollten sich Unternehmen intensiv mit der Frage auseinandersetzen, ob sie die Rezeptabrechnung selbst On-Premise betreiben oder einen externen Provider beauftragen möchten. Wichtige Fragen sind: Gibt es die passenden Experten im Unternehmen und kann die IT-Abteilung einen störungsfreien, effizienten Betrieb gewährleisten? Will man in hochverfügbare Hard- und Software investieren? Müssen wie im Fall Linde ständig neue Kassen angebunden und Prozesse geändert werden? Und wie sieht es mit den Gesamtkosten aus?

2. Wird die Abrechnung durch den Anbieter vereinfacht?

Um Komplexität und damit Aufwandskosten zu reduzieren, empfiehlt sich der Umstieg auf eine Outsourcing-Lösung, die wie im Beispiel Linde den Abrechnungsweg gesetzeskonform abwickelt, gleichzeitig vereinfacht sowie dadurch die anfallenden Kosten senkt. Wichtig ist hier zu prüfen, welche Schnittstellen bereits vorhanden sind und wie sich der Anbieter flexibel darauf einstellen kann.

3. In welche IT-Umgebung wird integriert?

Bei einem Anbieterwechsel ist darauf zu achten, in welche IT-Umgebung der Abrechnungsprozess integriert werden soll. Unternehmen, die beispielsweise SAP-Systeme verwenden, sollten hierbei auf eine Lösung zurückgreifen, mit der sich Abläufe einfach und schnell an die angeschlossenen SAP-Prozesse anbinden lassen.

4. Nutzt der Provider eine moderne, automatisierte Prozesslösung?

Weiter muss abgewogen werden, ob und bei welchem Anbieter sich ein solches Outsourcing-Modell. Unternehmen sollten Cloud-Lösungen sorgfältig miteinander vergleichen und prüfen, ob der Provider nicht nur über Branchenkompetenz verfügt, sondern seinen Service mit einer modernen automatisierten Prozesslösung abbildet. Hat der Provider zusätzlichen manuellen Aufwand, treibt das die Kosten schnell in die Höhe – und zwar Monat für Monat.

5. Ist maximale Rechtssicherheit gewährleistet?

Bei der Wahl des Providers ist nicht zuletzt darauf zu achten, dass sensible Daten wie Patientendaten in deutschen Rechenzentren bleiben, um die größtmögliche Rechtssicherheit zu garantieren. Kurze Wege zum Provider sind hier von Vorteil.

 

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