Social Media richtig nutzen

Feature | 3. April 2013 von Andreas Schmitz 0

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Wichtig werden: Das ist das Ziel von vielen, die online schreiben, bloggen, tweeten und posten. Doch sind es Leute wie US-Präsident Barak Obama, Justin Bieber und Lady Gaga, oder aber renommierte Zeitungen wie die New York Times, denen eine besonders hohe Online-Reputation attestiert wird. In dem aktuell meistgenannten Barometer für Reichweite im Netz Klout kommen Obama & Co. nahe an den Höchstwert von 100 heran.

Mit einem Klout-Score von 61 hinkt Tim Bruysten gar nicht so weit hinterher, doch wer einmal ein Seminar des Professors von der Mediendesignhochschule in Düsseldorf besucht hat, wird sich erinnern an das leise Brummen auf dem Tisch, alle paar Minuten, immer dann, wenn sein Smartphone eine neue SMS, Mail oder ein Post empfangen hat. Ohne Engagement und Freude am Immer-Online-Sein geht es also nicht. „Fangen Sie nicht an, die Zeit aufzuaddieren, die Sie mit Social Media verbringen“, so sein Tipp.

 

Analysieren, was im Netz ankommt

Das allein wird allerdings auch noch nicht helfen, eigene Posts ins Rollen zu bringen. Die Relevanz des Themas gut anschauen, analysieren, ob das im Netz ankommt und wer da schon unterwegs ist: Das gehört genauso zum ABC der sozialen Netzwerke, des Microblogging und der Blogosphäre wie der Einsatz von Tools wie Social Mention, Google Trends oder selbst Suchen auf Twitter oder ein Probe-Ad bei Facebook. „Was hilft es, einen neuen Blog aufzumachen, wenn es schon 30 ähnliche gibt?“, fragt Bruysten und rät, sich eher an schon vorhandenen Blogs mit Kommentaren zu beteiligen und sich so langsam aber stetig einen Namen zu machen. Vermeintlich besser ist der „blue ocean“, also ein Thema, das noch gar nicht besetzt ist. Doch Vorsicht: „Könnte auch sein, dass das Thema im Netz niemanden interessiert“, so Bruysten.

Weiter auf der nächsten Seite: Nach 3 Monaten wissen, ob das Thema wirklich zieht.

Um das rauszukriegen, hilft nur eins: Losziehen, Usern folgen, kommentieren – so lange, bis man selbst immer öfter likes bekommt und ge-retweetet wird. Netzwerke gibt es genug, von Facebook, über Xing, LinkedIn, Google+, Foursquare bis hin zu Youtube. Und nicht verzagen: Die ersten Wochen verbringt Google damit, die Aktivitäten zu finden, zu indexieren und damit für andere auffindbar zu machen. Weitere sechs bis acht Wochen dauert es erfahrungsgemäß, bis was passiert, Follower, Retweets und Mentions sich mehren. Nach drei Monaten schließlich ist schon klar, ob das Thema zieht oder nicht. Das herauszukriegen, ist schon ein Unternehmen in eigener Sache, nicht nur des Aufwands wegen. Deswegen spricht Bruysten inzwischen auch nicht mehr von Social Media, sondern treffender vom „Social Enterprise“. Dann sollte sich auch ein Blick auf den eigenen Klout-Score so langsam lohnen.

Der Klout-Score

Das Unternehmen Klout aus San Francisco hat ein Bewertungssystem entwickelt, nach dem die „Online-Reputation“ einer Person im Netz berechnet wird. Der nicht öffentliche Algorithmus soll „die 50 Samenkörner enthalten, die eine Message verbreitet“. Der „Klout Score“ liegt zwischen Null und 100 und ist umso höher, je größer der Schneeballeffekt eines Posts oder eines Kommentars ist. Kurz: Je mehr im Netz über die Botschaft gesprochen wird.

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