SAP Jam: Soziales Netzwerk fürs Unternehmen

Feature | 2. April 2013 von Niclas Otte 0

Foto: iStockphoto

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Es gehört zum Selbstverständnis vieler Manager und IT-Entscheider, ihre Geschäftsabläufe so zu optimieren, dass sie ein optimales Arbeitsumfeld bieten. Im Hier und Jetzt, aber auch im Hinblick auf künftige Herausforderungen des Unternehmens gewinnen daher Enterprise-2.0-Konzepte an Bedeutung. Vor allem kundenorientierte Geschäftsbereiche, beispielsweise Vertrieb und Marketing, agierten hier als wichtige Innovationstreiber für entsprechende Konzepte. Von grundlegender Bedeutung sind die Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens und eine verbesserte Kommunikation in und zwischen Teams sowie eine Steigerung der Mitarbeitereffizienz. Aus diesem Grund setzen heute ein Großteil der Unternehmen Kollaborations-Software ein, die eng in Verbindung mit Enterprise 2.0 steht. Deshalb erleben wir derzeit einen neuen Boom relevanter Konzepte.

Da E-Mails heute das zentrale Kommunikationsmittel zum Informationsaustausch sind, müssen Unternehmen und ihre Mitarbeiter eine immense Arbeitslast bewältigen, die sich aus diesem Informationsüberfluss ergibt. Paradoxerweise kann sich dieser rege Austausch per E-Mail negativ auf die Arbeitseffektivität auswirken.

Die Evolution sozialer Technologien

Gleichzeitig haben das immense Wachstum und die Verbreitung sozialer Technologien auf der Konsumentenseite den Innovationsdruck in den letzten Jahren gesteigert. Zahlreiche Firmen haben in der Hoffnung, das E-Mail-Chaos zu lösen, in soziale Technologien investiert. Die E-Mail-Menge im Unternehmen zu reduzieren gewinnt daher an Popularität und hat eine Reihe Ideen und Projekte hervorgebracht. Ein Beispiel dafür ist das Professional-Services-Unternehmen Atos. Der Wert sozialer Netzwerke für Unternehmen besteht aber nicht darin, E-Mails, Intranet oder Unternehmensanwendungen überflüssig zu machen – solche Ansätze springen zu kurz. Das Problem kollaborativer Technologien ist, dass viele der Social Tools nicht mit den herkömmlichen Transaktions- oder CRM-Systemen verbunden sind. Dadurch kann es zu Informationssilos kommen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Bei der Vernetzung größeren Gruppen stießen Geschäftsanwendungen bisher an ihre Grenzen.

Solche herkömmlichen Unternehmenssysteme sind ideal für definierte Prozesse, da sie auf eine für den Prozess zuständige Anwendergruppe zugeschnitten sind. Sie können jedoch nicht die Anforderungen einer wesentlich größeren Gruppe von Menschen erfüllen, die einen Prozess beeinflussen oder von ihm betroffen sind. Geschäftsanwendungen stoßen in dieser Hinsicht immer wieder an ihre Grenzen: Wie lassen sich informelle oder soziale Aktivitäten unterstützen, die einen wesentlichen Teil der Geschäftsereignisse darstellen? Werden soziale Lösungen eingesetzt, die nicht mit der Prozessebene verknüpft sind, funktionieren sie bestenfalls als reine Kommunikationsmittel und Outlook-Ersatz, anstatt Menschen bei ihren Unternehmensaktivitäten zu unterstützen und damit den Weg für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu ebnen. Zurzeit entsteht daher eine neue Generation von Technologien, die es ermöglichen, die isolierten Kommunikations- und Kollaborationsprozesse zurück in den eigentlichen Geschäftsprozess zu integrieren. SAP hat sich zum Ziel gemacht, Unternehmen im Bereich der Zusammenarbeit über Social Software entscheidende Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

SAP Jam

Die Social-Software-Plattform SAP Jam adressiert den Wunsch vieler Unternehmen, dass sich soziale Technologien eng an der Arbeitsweise von Menschen orientieren – unabhängig vom Aufenthaltsort (via Mobilgerät, in der sozialen Plattform oder der entsprechenden Geschäftsanwendungen). Zudem sollen diese Technologien ihren Vorstellungen genügen, die Mitarbeiterproduktivität und die Geschäftsergebnisse durch bessere Zusammenarbeit zu optimieren. Mit SAP Jam haben die Walldorfer diese Vision realisiert, denn die Software kann durch die Integration mit transaktionalen SAP-Systemen auch Teil der geschäftskritischen Prozesse im Unternehmen werden, sodass Menschen nun enger und produktiver zusammenarbeiten können.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Wo Social Software ansetzt

Ein Szenario für CRM veranschaulicht das, denn kundenorientierte Prozesse und entsprechende Mitarbeitertätigkeiten im Unternehmen stellen ein ideales Social-Collaboration-Konzept dar:

Stellen Sie sich den typischen Prozess einer Marketingkampagne vor. Der Marketingmanager arbeitet zusammen mit den Teammitgliedern der Marketingabteilung, den Stakeholdern und einer externen Marketingagentur an einer Produkt-Kampagne.

Im vorliegenden Szenario ist die Mitarbeiterproduktivität gefährdet. Nur ein Teil der Prozessaktivitäten erfolgt im CRM-System; der Großteil der Kommunikation findet außerhalb der CRM-Anwendung auf Wegen statt, die vom jeweiligen Geschäftsprozess isoliert sind.

Vor dem Hintergrund der isolierten Schritte innerhalb des Prozesses sind individuelles Wissen und der Kontext der zugehörigen Aktionen und Diskussionen zum Geschäftsprozess von entscheidender Bedeutung für die erfolgreiche Umsetzung der Kampagne. Doch diese Aspekte werden in keinem System erfasst. Denken Sie nur an all die Informationen, die Erfolg oder Scheitern dieses Projekts bewirken können. Und dennoch fehlen sie in den für den Prozess genutzten Systemen gänzlich oder sind kaum auffindbar. Hinzu kommt, dass Fragen aufkommen, auf die im Laufe des Prozesses Antworten gefunden werden müssen:

  • Wen sollten wir bei der Planung der Kampagne hinzuziehen?
  • Wer kann mich durch sein Fachwissen unterstützen? Wen muss ich lediglich informieren?
  • Wen kann ich um Rat bitten? Welche externe Agentur ist hierfür beispielsweise am besten geeignet?
  • Wo kann ich die Besprechungsprotokolle des letzten Meetings finden?

Die Liste ist schier unendlich – und hier setzt Social Software an, deren intelligente Funktionen einen enormen Mehrwert für Unternehmen schaffen können.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Wie SAP Jam Ordnung in die Kommunikationsstrukturen bringt

So bringt SAP Jam Ordnung in das Chaos, das mitunter dann entsteht, wenn Sie Personen innerhalb und außerhalb des Unternehmens zur Unterstützung kooperativer Aufgaben hinzuziehen – und auf diese Weise funktioniert  nun mal ein Großteil der CRM-Abläufe. Dank SAP Jam können Teams im Unternehmen und in dessen gesamten Kunden- und Partnernetz einfach miteinander in Verbindung treten. Die soziale Plattform lässt Sie Informationen und Videonachrichten mit dem Team austauschen, sodass sämtliche Beteiligten stets auf demselben Stand sind. Die Software stellt Tools für Entscheidungsprozesse bereit, mit denen sich Ordnung in soziale Aktivitäten bringen lässt.

Vor allem aber ermöglicht SAP durch die Integration mit Unternehmensanwendungen die Zusammenarbeit genau dort, wo die Menschen arbeiten. Unterbrechungen im Prozess gehören dank dieser Lösung der Vergangenheit an. Anders als herkömmliche Kooperationsumgebungen stellt SAP Jam einen umfassenden Kontext aus dem betreffenden Geschäftsprozess bereit. So werden Kontakte aus der jeweiligen CRM-Aktivität automatisch eingeladen oder Anlagen für die entsprechende Gruppe direkt aus dem CRM übernommen. Auf diese Weise erleichtern Sie allen Beteiligten die Arbeit und schaffen ein besseres Verständnis der Zusammenarbeit.

Dank der Social-Collaboration-Technologien stehen Ihnen also neue Möglichkeiten für die Förderung von kooperativen Arbeitsweisen zur Verfügung – und zwar sowohl für kundenbezogene Abläufe als auch für die internen Prozesse im Unternehmen.

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