11 Start-Up-Gründer an Bord

31. Mai 2013 von Susan Galer 0

Schiff

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Es mag vielleicht so klingen als handele es sich bei dem Projekt Unreasonable at Sea um eine Chaostruppe auf Kreuzfahrt. Doch weit gefehlt. Laut George Bernard Shaw „hängt aller Fortschritt vom unvernünftigen Menschen ab.“ Der vernünftige Mensch versuche, sich der Welt anzupassen, der unvernünftige versuche das Gegenteil. Unreasonable at Sea spiegelt die Überzeugung wider, dass es mit neuen Technologien gelingen kann, einige der größten Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Das Grundprinzip des Projekts auf hoher See besteht darin, dass ein unvernünftiger Ansatz eine wichtige Voraussetzung ist, wenn man etwas erreichen erreichen möchte, das nie zuvor gewagt wurde. Um diese Überzeugungen in die Praxis umzusetzen, begaben sich kürzlich elf Entrepreneure aus zehn Ländern und fünf Kontinenten auf eine Schiffsreise rund um den Globus. Die jungen Unternehmen konzentrieren sich darauf, mit ihren Produkten und Dienstleistungen soziale, bildungspolitische und ökologische Probleme anzugehen. Sie engagieren sich für sauberes Wasser, Solarenergie, kostengünstige Medizintechnik, Mobilität und vieles mehr.

SAP sowie Microsoft Xbox 360 waren Lernpartner der Reise. Am 9. Januar stach das Schiff in San Diego in See und legte am 25. April im Hafen von Barcelona an. In allen 13 Häfen, die das Schiff während der Reise anlief, stellte die SAP den Start-ups Technologien zur Verfügung, bot ihnen Chancen zum Networking und Unterstützung durch Mentoren. Auf diesem Wege kamen sie in direkten Kontakt mit weltweit führenden Unternehmen, Risikokapitalgebern, gemeinnützigen Organisationen, Kunden und SAP-Experten vor Ort.

Desmond Tutu und Manager aus der IT als Mentoren

Zu den Mentoren zählten 20 prominente Vordenker aus Wirtschaft und Wissenschaft: Megan Smith, Vice President von Google, Matt Mullenweg, Gründer von WordPress sowie Desmond Tutu, Friedensnobelpreisträger und ehemaliger südafrikanischer Erzbischof. Bei den Entrepreneuren kam die In-Memory-Technologie der SAP zum Einsatz. Mit SAP HANA erstellten sie Demos, um zu zeigen, was ihre Firmen leisten und wie sie ihren Kunden noch mehr Wertschöpfung bieten könnten. Angeleitet durch Vertreter der SAP, wandten sie auch die Methode des Design Thinking an, um die Anforderungen der Kunden mit den technischen Möglichkeiten abzugleichen. Außerdem konzentrierten sie sich darauf, ihre Geschäftsstrategie so anzupassen, dass sie Marktchancen besser nutzen und ihren Kunden höheren Mehrwert bieten können. George Kembel, Mitbegründer des Projekts Unreasonable at Sea und führender Design-Thinking-Experte von der d-school an der Stanford-Universität, erstellte und verwaltete die Agenda für das Programm. Die Geschäftsführer der Start-up-Unternehmen erhielten im Rahmen dieser Initiative Beratung und knüpften geschäftliche Kontakte, die ihnen bei der Finanzierung, Optimierung und Skalierung ihrer Geschäftsmodelle helfen werden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Ein Mentoring-Ansatz, der eine nachhaltigere Welt verspricht

Foto: SAP

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„In der Softwarebranche sehen wir es als unsere Verantwortung, die wichtigsten Probleme anzugehen. Dies sind Themen wie Armut, Bildung und Gesundheitswesen. Technologische Innovationen können helfen, solche Probleme zu lösen, und es ist unser wichtigstes Ziel, diese Dinge voranzutreiben“, erklärt Vishal Sikka, SAP-Vorstandsmitglied und Leiter des Bereichs Technologie und Innovation. „Die Arbeit mit Unternehmern und Start-ups ist genau das Richtige, um sich auf sinnvolle und zweckgerichtete Arbeit zu konzentrieren. Diese Unternehmer haben nicht nur das gleiche Ziel, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, sie möchten ihr Ziel auch sehr viel schneller erreichen als andere.“

„Armut, Bildung, Gesundheit: Technische Innovationen können hier helfen“ (Vishal Sikka, Vorstand SAP)

Am Ende der Reise ging jeder der Entrepreneure mit einem überarbeiteten Geschäftsmodell und Prototypen nach Hause. Mit im Gepäck waren auch Investitionsmöglichkeiten und Kontakte für zukünftige Partnerschaften. Auch für Partner wie SAP war das Projekt eine bedeutende Lernerfahrung. SAPler Benjamin Boeser begleitete die Unternehmer während eines Teils der Reise als Unternehmensbotschafter. Seiner Meinung nach verkörpert jedes Start-up-Unternehmen eine wichtige Vision für eine bessere Zukunft. „Diese Start-ups haben eine wirklich bereichernde Erfahrung gemacht. Sie haben verschiedene kulturelle Perspektiven kennengelernt, Beratung zu ihren Geschäftsmodellen erhalten und konnten Networking mit potenziellen Investoren betreiben. Wenn Unternehmen entscheidend für Wachstum und Innovation sind, stellt Unreasonable at Sea einen progressiven Mentoring-Ansatz dar, der eine nachhaltigere Welt verspricht.“ Und daran ist wirklich nichts unvernünftig.

Foto: SAP

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