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Statement für eine bessere Zukunft prägt #MWC16

24. Februar 2016 von Jacqueline Prause 0

Trotz des Verkehrschaos, in das der Streik der U-Bahn- und Buslinienbetreiber die katalanische Millionenstadt am Montagmorgen stürzte, öffnete der Mobile World Congress 2016 (MWC 2016) seine Pforten wie geplant am 22. Februar.

Auf dem MWC2016 können sich Besucher aus erster Hand über spannende Neuerungen wie Premieren von Flaggschiffprodukten, vernetzte Fahrzeuge, Augmented und Virtual Reality, erstaunliche Innovationen für das Smart Home und die bedeutenden Fortschritte in Richtung Realisierung des 5G-Netzwerks informieren. „Mobile is Everything“ lautet das Motto des Mobile World Congress 2016 (MWC 2016), der vom 22. bis 25. Februar im Kongresszentrum Fira Gran Via in Barcelona stattfindet. Auf dem mit über 2.200 Ausstellern größten und einflussreichsten Event zur Mobilfunktechnologie werden rund 100.000 Besucher aus mehr als 200 Ländern erwartet.

Diese Zahlen spiegeln eindrucksvoll die Größenordnung der Mobilfunkbranche wider: Es gibt heute bereits 7,6 Mrd. Verbindungen. Der wirtschaftliche Wert der Mobile Economy wird auf 3,1 Billionen US-Dollar geschätzt. 32 Millionen Menschen sind in der Mobilfunkindustrie beschäftigt. Bis 2020 sollen rund 5,6 Milliarden Menschen miteinander vernetzt sein.

„Ich denke, eines können wir mit Sicherheit annehmen: Alles, was in Zukunft sinnvollerweise vernetzt werden kann, wird vernetzt werden“, prognostizierte Mats Granyrd, Director General der Mobilfunk-Industrievereinigung GSMA, in seiner Eröffnungsrede. „Es geht nicht nur um Vernetzung, sondern auch um Geschäftstransformation.“ Granyrd entwarf eine Vision für mobile Lösungen im Zentrum einer integrativen, digital vernetzten Gesellschaft, für die die GSMA mit ihrer Initiative #betterfuture als Vorkämpfer eintritt. Er zitierte die Verpflichtung der Branchenteilnehmer zur Unterstützung der 17 Ziele nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals). „Wenn wir zusammenarbeiten, können wir mit Mobilfunktechnologien Menschen und Dinge miteinander vernetzen, um wirklich eine bessere Zukunft zu gestalten. Das muss bei allem, was wir tun, im Mittelpunkt stehen.“

„Aber wir dürfen nicht leichtsinnig sein“, fügte Granyrd mahnend an. „Was wir ganz sicher nicht tun dürfen, ist uns auf unseren Lorbeeren ausruhen. Wir müssen innovativer sein. Wir müssen besser zusammenarbeiten. Und wo könnten wir das besser tun als hier auf dem Mobile World Congress.“

Digitaler Wandel in der Telekommunikationsbranche

Der Appell der GSMA an die Mobilfunkindustrie unterstrich die Botschaft der SAP, dass Unternehmen den digitalen Wandel vorantreiben müssen. Telekommunikationsanbieter stehen heute aufgrund von Umsatzeinbußen bei Sprachdiensten und steigenden Kosten für die Anlagenverwaltung von zwei Seiten unter Druck. Deshalb müssen viele Unternehmen in der Branche den digitalen Wandel entschlossen anpacken und ihre Netzwerke auf 5G und Glasfaserleitungen modernisieren, um Kunden zu halten.

Die Präsentationen der SAP an ihrem Stand mitten im stark frequentierten Bereich von Halle 3 bieten den Fachbesuchern faszinierende Erlebnisse und zugleich wichtige Erkenntnisse über die Auswirkungen des digitalen Wandels auf ihr Unternehmen. Die Gigapixel Wall beispielsweise macht die Leistungsfähigkeit von Big-Data-Analysen auf eindrucksvolle Weise erlebbar. Mit ihrer Kombination aus 8.000 Einzelbildern, die mit einem Roboterarm aufgenommen wurden, und einer Größe von 600.000 mal 300.000 Pixeln lädt sie die Besucher ein, auf faszinierende Weise kleinste Details in einer riesigen Menge unstrukturierter Daten zu finden.

SEAT, SAMSUNG und SAP bauen gemeinsam das „vernetzte Fahrzeug“

Größter Beliebtheit erfreut sich unter den Technikbegeisterten, Pressevertretern und Analysten die SAP-Vorführung eines vernetzten Fahrzeugs, des sportlichen SEAT Leon SD Experience. Das Konzeptfahrzeug ist das Ergebnis einer spannenden Projektpartnerschaft zwischen dem Autobauer SEAT, dem Elektronikkonzern Samsung und der SAP zur Entwicklung von zukunftsweisenden Technologien für Services rund ums Auto. Auf dem MWC zeigt die SAP den Besuchern live, wie sie das Fahrzeug mit einem digitalen Schlüssel auf einem Smartphone öffnen und wieder verriegeln können. Der digitale Schlüssel lässt sich auch problemlos an einen anderen Fahrer weitergeben und wieder aufheben, sobald dieser das Auto wieder abgestellt hat.

Besonders praktisch ist die Vernetzung beim Bewältigen einer typischen Herausforderung in der Stadt: einen Parkplatz finden und bezahlen. Über eine Smartphone-Schnittstelle kann der Fahrer im Voraus einen Parkplatz reservieren und bezahlen, ohne aus dem Auto aussteigen oder auf der Suche nach einer Parklücke mehrfach um den Block zirkeln zu müssen. Die SAP-Technologie basiert auf SAP Vehicles Network (SVN) und SAP HANA Cloud Platform (HCP) für das Internet der Dinge (IoT). Bezahlen kann der Fahrer über Samsung Pay, das in MirrorLink integriert ist, sodass die Smartphone-Daten auf dem Hauptgerät des Fahrzeugs angezeigt werden. Die Genehmigung der Zahlung erfolgt per Fingerabdruck des Fahrers im Fahrzeug-Cockpit. Mehr erfahren in einem Video von SEAT.

Start-up-Unternehmen Building Radar gewinnt Space App Camp

Nach einer Präsentationsrunde und der anschließenden Auswertung durch die Jury wurden am 22. Februar die Gewinner des Programmierwettbewerbs Space App Camp auf dem Messestand der SAP bekanntgegeben. Das siegreiche Team von Building Radar überzeugte die Jury mit seinem Konzept für die Früherkennung von Bauprojekten mit seinem satellitenunterstützten Suchalgorithmus. Als Preis erhält das junge Unternehmen eine Prämie von 5.000 Euro und die Gelegenheit zur Teilnahme am SAP-Startup-Programm. Raoul Friedrich, Mitbegründer von Building Radar, kündigte an: „Der nächste Schritt ist der Ausbau unseres Geschäfts – um zu wachsen und das Produkt zu verkaufen.“ Das in München ansässige Unternehmen beliefert bereits einige Kunden in den verschiedensten Märkten.

Bei dem vom Center for Digital Leadership des Office of the CIO bei der SAP gesponserten und organisierten Space App Camp erhielten Studierende und vielversprechende Startup-Unternehmen die Chance, SAP-Anwendungsszenarien zu entwickeln, die auf Erdbeobachtungsdaten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) fußen. Die fünf teilnehmenden Teams wurden unter 400 Bewerbern eingeladen, ihre Konzepte auf dem MWC 2016 vorzustellen.

„Mit unserem beim Space App Camp gezeigten Innovation Incubation Ansatz, helfen wir Startups und jungen Studenten, heutige Geschäftspraktiken zu hinterfragen. Sie sollen in zwei Tagen eigene Ideen zu Prototypen entwickeln, die in wenigen Monaten zu Live-Anwendungen reifen. Es ist beeindruckend zu sehen, wozu diese Teams in der Lage sind,“ sagt Dr. Carsten Linz, Business Development Officer und Leiter des CIO Center for Digital Leadership. Linz’ Team managet SAPs eigene digitale Transformation, stellt den SAP-Ansatz gegenüber Kunden vor, und treibt die digitale, plattform-basierte Innovation in einem offenen Austausch mit SAP Mitarbeitern, studentischen Teams und Startups voran. Als Vordenker und strategischer Berater, adressiert das Team den digitalen Wandel ganzheitlich und unsere Kunden auf höchster Entscheidungsebene. „Der SAP-Ansatz für schnelle Innovation, der beim Space App Camp zur Anwendung kam, kann Start-ups und Hochschultalenten helfen, ihre innovativen Ideen erfolgreich umzusetzen und die Zukunft der digitalen Wirtschaft mitzugestalten. Mit diesem Ansatz können Vorzeigeprojekte produktiv genutzt, intern bei der SAP im geeigneten Maßstab ausgelegt und auf neue Möglichkeiten zur Kommerzialisierung hin ausgewertet werden. Dadurch entstehen neue Chancen für digitale Innovationen, und neue Wege für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit eröffnen sich.“

Vertreter der SAP und der ESA unterzeichneten im Rahmen der Präsentation des Space App Camp auf dem MWC 2016 eine Absichtserklärung zum Ausbau ihrer Partnerschaft beim Einsatz der SAP HANA Cloud Platform mit Erdbeobachtungsdaten der ESA. Josef Aschbacher, der beim Directorate of Earth Observation Programmes der ESA den Bereich Programme Planning and Coordination Service verantwortet, erklärte, warum dieser Schritt für den Aufbau einer laufenden Kooperation zwischen der SAP und der ESA bedeutsam ist. „Die Bedeutung liegt darin, dass zwei führende Organisationen in unterschiedlichen Bereichen sich zusammenschließen und eine Kooperation formell besiegeln: die SAP, die mit der Plattform SAP HANA ein Marktführer in der Verarbeitung von Big Data ist, und die ESA, einer der größten Anbieter von Daten von Erdbeobachtungssatelliten, das heißt riesiger Datenmengen, die sehr schnell verarbeitet werden müssen.“ Sein Fazit: „Wir haben also die SAP HANA-Plattform auf der einen Seite und die ESA-Daten auf der anderen Seite – die ideale Kombination für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Weitere Informationen zum Space App Camp finden Sie im SAP News Center: SAP und die ESA geben Gewinner des Space App Camp bekannt 

Neue Telekommunikationsangebote von SAP und Hitachi

Ebenfalls auf dem MWC 2016 stellte die SAP eine neue Lösung für die speziellen Anforderungen von Telekommunikationsdienstleistern vor: SAP Big Data Margin Assurance ermöglicht höhere Gewinne für Telekommunikationsanbieter. Diese Lösung powered by SAP HANA gibt Telekommunikationsanbietern genaueren Einblick in Umsätze, Margen und Kosten im gesamten Unternehmen. Anhand dieser Informationen können sie Geschäftsmodelle anwenden, die anstelle des durchschnittlichen Umsatzes pro Nutzer (ARPU) den durchschnittlichen Gewinn pro Nutzer (AMPU) zugrunde legen.

Premiere auf dem MWC 2016 hatte außerdem eine neue Lösung von Hitachi Data Systems zur Optimierung von Geschäftsprognosen für Telekommunikationsanbieter und Mediendienstleister. Dank der Integration von SAP Predictive Analytics liefert diese Lösung Echtzeitinformationen über Kundenverhalten und hilft Unternehmen damit, Kundenabwanderung zu verhindern. Die Bekanntgabe von Hitachi erfolgte am 22. Februar auf dem MWC 2016.

Neuigkeiten vom MWC 2016 live verfolgen

Neuigkeiten der SAP vom MWC 2016 finden Sie täglich im SAP News Center.

Keynotes werden live auf Mobile World Live TV aus den Hallen 3 und 4 übertragen. Verwenden Sie für die Veranstaltung den Hashtag #MWC16. Folgen Sie SAP auf Twitter unter @SAP_Telco.

Fotos vom MWC2016

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