Roadmap Business ByDesign

Feature | 4. Juli 2011 von Christiane Stagge 0

Ausblick 2012: Neue Funktionen für Business ByDesign. (Foto: Fotolia)

Ausblick 2012: Neue Funktionen für Business ByDesign. (Foto: Fotolia)

Neue OnDemand-Lösungen, In-Memory-Technologie als künftige Infrastruktur, Online-Shops als Vertriebswege und Fokussierung auf die Partner – so lautet die SAP-Cloud-Strategie, die Peter Lorenz, Executive Vice President OnDemand Solutions & Corporate Officer SAP AG,  auf der SAPPHIRE NOW 2011 verkündet hat.

SAP Business ByDesign wurde 2007 erstmals vorgestellt und ist seit 2010 offiziell auf dem Markt. Mittlerweile nutzen rund 400 Kunden die OnDemand-Software weltweit. Business ByDesign bildet die wesentlichen Funktionen eines ERP- und CRM-Systems ab. Das Besondere: Der Anwender bestimmt, welche Funktionen er nutzen möchte und welche nicht. Je nach Bedarf mietet er sich die entsprechenden Module. Um Business ByDesign nutzen zu können, sind keine zusätzlichen Hardwarekomponenten oder Installationsaufwendungen nötig. Bedient wird die Software über den Internetbrowser.

Das Hosting betreibt SAP, die Daten liegen in den Hochsicherheitsrechenzentren in Walldorf und St. Leon-Rot, die ISO 27001, SAS 70 Type II, ISAW 3402 zertifiziert und mit der aktuellsten Blade-Server-Technologie von 144 GB und 2 Terrabyte Hauptspeicher ausgestattet sind. Firmen können selbst entscheiden, ob sie sich einen eigenen Server mieten oder ihn sich mit anderen Kunden teilen (multi-tenancy).

Abgrenzung zu Business One und Business All-in-One

Für kleine und mittelständische Firmen hat SAP neben Business ByDesign noch Business One und Business All-in-One im Angebot. SAP Business One eignet sich für kleine Firmen ab fünf Anwendern. Die Software ist traditionell installiert, es gibt eine feste Lizenzierung. Die Implementierungszeit dauert rund vier Wochen. Business One ist in 40 Länderversionen erhältlich.

SAP Business All-in-One ist für größere Unternehmen mit 100 bis 2500 Mitarbeitern gedacht. Die Software ist branchenspezifisch ausgerichtet und muss für jede Firma, die sich dafür entscheidet, individuell konfiguriert werden. Die Implementierungszeit dauert 10 bis 16 Wochen. Business All-in-One ist für 50 Länder erhältlich.

SAP Business ByDesign unterstützt bis zu 35 verschiedene Geschäftsszenarien. Die Software ist für mittelständische Betriebe konzipiert, die nur über begrenzte IT-Ressourcen verfügen und beispielsweise keinen Administrator im Hause haben. Die Anwendung lohnt sich schon ab zehn Anwendern. Business ByDesign ist in ein bis sechs Wochen produktiv. Neben der einmaligen Zahlung für die Implementierungsleistung fallen monatliche Gebühren an. Business ByDesign ist allerdings in nur neun verschiedenen Länderversionen erhältlich. Um die Software auf den neusten Stand zu halten, will SAP zweimal im Jahr entsprechende Feature Packs (FPs) herausbringen.

SAP Business ByDesign gibt es in drei Starterpaketen ab 79 Euro (89 US-Dollar), siehe Artikel „Preissenkung: Günstige Starterpakete“ . Seit 2011 gibt es die OnDemand-Software auch als App für das iPhone, siehe „Kostenlose App: Business ByDesign“.

Doch wie geht es weiter mit Business ByDesign? Auf den nächsten Seiten erfahren Sie näheres über:

Business ByDesign gibt es für iPhone und iPad. (Foto: grasundsterne)

SAP Business ByDesign ist als iPhone-App erhältlich. Für das iPad gibt es eine optimierte Darstellung. (Foto: grasundsterne)

Das aktuelle Release: Feature Pack 2.6

Feature Pack 2.6 ist seit Anfang 2011 erhältlich. Mit dem neuen Release sind weitere Länderversionen hinzugekommen: Schweiz, Österreich und Kanada.

Am Bedeutsamsten ist jedoch das SDK „SAP Business ByDesign Studio“. Mit dem SDK sind Partner in der Lage, Applikationen und Add-ons – sprich Zusatzfunktionen – für  Business ByDesign zu entwickeln. Dies betrifft eigene Webinhalte, Bedienoberflächen (UIs), Felder und Formulare. Business ByDesign Studio ist ein Plug-in für Microsoft Visual Studio.NET und basiert auf der Programmiersprache SAP Business ByDesign Script (angelehnt an C #).

Mit dem Feature Pack 2.6 ist Business ByDesign iPhone-tauglich.

Auch für Großunternehmen soll die OnDemand-Software jetzt attraktiv sein: So können Konzerne in ihren Filialen, für die SAP ERP zu mächtig wäre, Business ByDesign einführen. Möglich wird dies durch neue Funktionen wie Integrationsszenarien für Finanzen, HR-Updates, erweiterte Features für Großhandel und Produktion sowie Supplier Return Management.

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Kundendaten, Umsätze, Prognosen - im Hauptmenü hat der Nutzer alles im Blick (Screenshot: SAP AG)

Die Route für die nächste Dienstreise lässt sich mit der Software ebenfalls planen. (Screenshot: SAP AG)

Die Route für die nächste Dienstreise lässt sich mit der Software ebenfalls planen. (Screenshot: SAP AG)

Ab Mitte 2011 verfügbar: Feature Pack 3.0

Die Apps, die die Partner mit Hilfe des SDKs entwickelt haben, sollen ab Mitte 2011 verfügbar sein. Parallel zum Feature Pack 3.0 bringt SAP das SAP STORE auf den Markt, in dem Partner ähnlich wie bei iTunes oder wie bei einem Online-Shop, ihre Apps zum Verkauf anbieten können. Auf der CeBIT erhielt die Redaktion SAP.info exklusiv einen Einblick in das SAP STORE, siehe Artikel „Vorschau: SAP STORE“

Für Programmierer hat SAP die Entwicklungsumgebung im Business ByDesign Studio verbessert. Dies betrifft Partner Add-ons, Content Publishing (PSM), BC Content, das User Interface und Formulare.

Mit dem Feature Pack 3.0 läuft Business ByDesign auch auf Android- und Windows-Smartphones. In den Ländern Mexiko und Australien ist die Software nun ebenfalls verfügbar.

Auf Großkonzerne, die Business ByDesign in ihren Filialen einführen wollen, warten Verbesserungen hinsichtlich Verkauf und Direktlieferung. Ein weiteres Highlight: Die Auftragsabwicklung (Order-to-Cash) kann jetzt mit SAP ERP integriert werden. Weitere Integrationsszenarien mit der SAP Business Suite soll es hinsichtlich Financial, Master Data Distribution for Materials, Accounts and Contacts geben.

Hinzu kommen weitere Funktionen für Dienstleister, Produktion und Vertrieb. Im CRM-Modul ist eine schnellere Verarbeitung der Bestellungen sowie eine detaillierte Auflistung der Rechnungen möglich. Außerdem können Nutzer ihre Excel-Dateien für den Kundenauftrag hochladen.

Im Bereich „Financial“ lässt sich der Geldtransfer zwischen den einzelnen Banken und Firmen abbilden. Durch die Integration von BI-Funktionen können Profitanalysen getroffen und Materialkosten berechnet werden. Für das Projektmanagement kommen Verbesserungen hinsichtlich Rechnungsstellung, Planung und Kostenberechnung hinzu.

Supply Chain Management-Abteilungen profitieren mit dem FP 3.0 von der Integration von Drittfirmen, wie beispielsweise Lieferanten. Ähnliches gilt auch für das Supplier Relationship Management.

Personalabteilungen erhalten Verbesserungen bei der Zeiterfassung sowie einen speziellen Kalender, um Mitarbeiter auf laufende Projekte aufzuteilen.

Ein weiteres Highlight: Unternehmen, die sich mit Sport oder Entertainment befassen, wie etwa Konzertveranstalter oder Event-Agenturen, können ab dem FP 3.0 mit Business ByDesign auch ihre Ticketverkäufe abbilden.

Das neue Release soll Mitte 2011 verfügbar sein. Kunden, die bereits Business ByDesign im Einsatz haben, erhalten das Update in Q3/Q4 2011. Laut SAP entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Im SAP STORE können Partner ihre Apps für Business ByDesign anbieten (Screenshot: SAP AG)

Im SAP STORE können Partner ihre Apps für SAP Business ByDesign anbieten (Screenshot: SAP AG)

Auch von Accenture wird es eine App im SAP STORE geben. (Screenshot: SAP AG)

Auch von Accenture wird es eine App im SAP STORE geben. (Screenshot: SAP AG)

Für 2012 geplant: Feature Pack 3.5 und 4.0

Im Feature Pack 3.5 sollen weitere Länderversionen hinzukommen. SAP verspricht außerdem Verbesserungen beim Business ByDesign Studio. Auch für Vertriebsabteilungen gibt es neue Funktionen – insbesondere durch neue Partner-Apps. Für Personal- und Finanzabteilungen sind ebenfalls Updates zu erwarten.

Für das Feature Pack 4.0 hat SAP branchenspezifische Verbesserungen für den Großhandel und die Hersteller von Konsumprodukten angekündigt. Auch in Sachen Mobilität soll sich einiges verbessern: Seit dem Feature Pack 2.6 haben die Nutzer unterwegs Zugriff auf Analysen, Reports und Marketing-Leads. Künftig soll die Software auch Barcodes erkennen können.

Flexibilität, individuelle Funktionen, Web-Services – das werden Nutzer künftig von Business ByDesign erwarten können. Kunden erhalten künftig nicht nur eine Lösung „aus einem Guß“, sondern können Business ByDesign durch Partner-Add-ons um verschiedene Funktionen erweitern.

Projekte managen über den Internetbrowser - für Business byDesign ist keine zusätzliche Hardware nötig. (Screenshot: Frank Völkel)

Projekte managen über den Internetbrowser - für SAP Business ByDesign ist keine zusätzliche Hardware nötig. (Screenshot: SAP AG)

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1 comment

  1. Max Wrinner

    Dieser Artikel ist wirklich sehr interessant!

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