Soccer team in a huddle

Mit der richtigen Strategie zu mehr Digitalkompetenz

Feature | 25. September 2017 von Bernd Welz 4

Verfügen die Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen über die digitalen Kompetenzen, die sie in Zukunft benötigen? Sind Sie sich nicht sicher, ob Ihr Personal die notwendigen Fähigkeiten mitbringt, um einen strategischen Beitrag zu neuen Technologien wie maschinellem Lernen, künstlicher Intelligenz, Bots, Blockchain, Internet der Dinge und Big Data zu leisten? Dann ist es jetzt an der Zeit, zu handeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

In einer kürzlich von der Technischen Universität München (TUM) durchgeführten Studie gaben 64% der befragten Unternehmen an, dass ihre Mitarbeiter nicht über die notwendigen Kenntnisse verfügen, um mit dem digitalen Wandel Schritt zu halten. Überraschenderweise verfügen jedoch nur 16% der Unternehmen über eine Qualifizierungsstrategie, um bestehende Mitarbeiter weiterzubilden oder neue Mitarbeiter mit den gewünschten Qualifikationsprofilen zu akquirieren. Diese Zahlen offenbaren, dass zwischen den Anforderungen in der digitalen Wirtschaft und den tatsächlich vorhandenen Fähigkeiten oftmals eine Qualifikationslücke klafft, die Unternehmen heute vor große Herausforderungen stellt. Tatsächlich sind mangelnde digitale Kompetenzen in vielen Unternehmen die größte Hürde auf dem Weg zur Digitalisierung.

CIOs oder Personalvorstände, die den Aufbau von digitalem Know-how fördern möchten, wagen sich damit häufig auf unbekanntes Terrain. Weitsicht, Mut und die geschlossene Unterstützung aller Beteiligten sind erforderlich, um vorhandene Kompetenzlücken umfassend und nachhaltig zu schließen. Die gute Nachricht ist: Wir haben einen Leitfaden entwickelt, der Sie Schritt für Schritt auf Ihrem Weg unterstützt.

Digitalisierungsstrategie gegen Kompetenzlücken

Sicherlich haben Sie sich eingehend damit befasst, welche digitalen Produkte und Geschäftsmodelle für die Zukunft Ihres Unternehmens erfolgsversprechend sind. Möglicherweise haben Sie sogar eine Digitalisierungsstrategie entwickelt. Dabei steht Ihnen eine schier endlose Zahl von Möglichkeiten offen, je nachdem, in welche Richtung Ihr Unternehmen wachsen soll. Besonders wichtig ist es, schon früh einen Fokus auf die Schulung der Mitarbeiter zu legen, um ein Bewusstsein für neue Technologien zu schaffen und so den Weg zum digitalen Unternehmen zu ebenen. Investitionen in Weiterbildung ermöglichen es Mitarbeitern, sich erfolgreich in ihren Aufgaben weiterzuentwickeln und gewährleisten einen klaren Weg in die Zukunft für das Unternehmen und den einzelnen Mitarbeiter. Wer sich über die Möglichkeiten im Klaren ist, die neue Technologien und Plattformen bieten, kann potenzielle neue Geschäftsmodelle erfolgreicher erschließen und bewerten. Der Schlüssel liegt in der Entwicklung einer unternehmensspezifischen Strategie für die digitale Transformation, die als Leitbild für den Wissensaufbau dient.

Um Unternehmen zu helfen, den aktuellen Kenntnisstand ihrer Mitarbeiter zu ermitteln und die Entwicklung benötigter Kompetenzen zu fördern, hat die SAP gemeinsam mit dem European Research Center for Information Systems (ERCIS) ein Reifegradmodell entwickelt. Das Modell basiert auf einer Umfrage unter 116 Fach- und IT-Verantwortlichen aus 18 Ländern und einer Reihe ausführlicher Interviews mit 24 globalen Unternehmen. Ziel ist es, Unternehmen zu helfen, eine Weiterbildungsstrategie zu entwickeln und die Wichtigkeit einer unterstützenden Lernkultur und -infrastruktur für das Unternehmenswachstum hervorzuheben.

„Jedes Unternehmen hat seine individuellen Anforderungen, aber alle Unternehmen müssen die Entwicklung digitaler Kompetenzen priorisieren, um erfolgreich zu sein“, erklärte Prof. Jörg Becker, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement, ERCIS. „Unser Reifegradmodell erlaubt es Unternehmen, ihren Status quo zu ermitteln, und unterstützt sie auf dem Weg zu ihrem angestrebten Reifegrad.“

Reifegradmodell: digitale Fähigkeiten gezielt entwickeln

Das Modell umfasst fünf Reifegrade, die den Entwicklungsstand der digitalen Kompetenzen in einem Unternehmen repräsentieren. Sie reichen von nicht vorhanden (traditionelle Unternehmenskultur, rein interne Innovationszyklen und inkonsistente Lernfortschrittsmessung) bis optimiert (datenorientiertes Geschäftsmodell, auf Vernetzung ausgerichtete Unternehmenskultur, umfassendes Management digitaler Kompetenzen, Smart Learning und Lernanalysen). Jeder Reifegrad umfasst verschiedene Schlüsselfaktoren, die die Kultur, Organisation und die Herangehensweise des Unternehmens an das digitale Transformationsmanagement kennzeichnen.

Außerdem liegt jedem Reifegrad eine sogenannte Lernarchitektur zugrunde, die den Ansatz des Unternehmens im Hinblick auf das Lernen und individuellen Lernstile in vier Dimensionen beschreibt: Das Kompetenzmanagement, im Zuge dessen Qualifikationslücken systematisch ermittelt und geschlossen werden. Das Lernerlebnis, das individuelle Vorlieben beim Lernstil, beispielsweise jederzeit verfügbare E-Learnings, eigenständiges Lernen und informelle Lernansätze sowie die Infrastruktur für das Lernmanagement umfasst. Die Absorptionsfähigkeit, also das Vermögen, innovatives externes Wissen aufzunehmen, als Inspiration zu nutzen und mit internem Wissen zu kombinieren. Und schließlich die Messung des Lernfortschritts, mit deren Hilfe sich die geschäftlichen Auswirkungen von Lerninitiativen ermitteln lassen.

Wir empfehlen Ihnen, das Reifegradmodell als Orientierungshilfe zu nutzen, wenn Sie Ihr unternehmensspezifisches Qualifizierungskonzept entwerfen und umsetzen. Durch eine systematische Herangehensweise an die Kompetenzentwicklung können Sie nicht nur Qualifikationslücken schließen – Investitionen in die Weiterbildung helfen Ihnen außerdem, den Unternehmenserfolg zu steigern und wertvolle Lernlebnisse für Ihre Mitarbeiter zu schaffen. Zunächst sollten Sie die aktuelle Situation in Ihrem Unternehmen bewerten. Führen Sie eine bereichsübergreifende Analyse durch, um Kompetenzlücken zu ermitteln, aktuelle und künftige Rollen zu definieren und erforderliche Fähigkeiten zu identifizieren. Im zweiten Schritt bestimmen Sie den Reifegrad, den Sie in der digitalen Zukunft anstreben. Und schließlich legen Sie die Aktivitäten fest, die erforderlich sind, um den gewünschten Reifegrad in ihrem Unternehmen zu etablieren, Verbesserungsinitiativen zu starten und künftigen Erfolg sicherzustellen.

Kostenloses Webinar: Map Your Digital Skills Development Plan

Finden Sie heraus, wie Sie das Reifegradmodell und Best Practices in Ihrem Unternehmen anwenden können. Nehmen Sie an unserem Webinar teil. Die vollständige Studie finden Sie auf der SAP-Website.

Schließen Sie Kompetenzlücken mit den Angeboten von SAP-Schulung und -Zertifizierung – von der Präsenzschulung bis hin zum digitalen Lernerlebnis. Sie sind sich nicht sicher, womit Sie anfangen sollen? Setzen Sie sich für eine umfassende Analyse des Weiterbildungsbedarfs in Ihrem Unternehmen und einen darauf abgestimmten Schulungsplan mit SAP Education Consulting Services in Verbindung.

Tags: , ,

Leave a Reply