Mobile Software für Unternehmen

Feature | 4. April 2011 von Heather McIlvaine 0

Mobile devices and applications will transform business (source: Enterprise Mobility Guide 2011)

Mobile Endgeräte und Anwendungen verändern die Geschäftswelt (Foto: Enterprise Mobility Guide 2011)

Sybase, ein Unternehmen der SAP, veröffentlichte kürzlich den Enterprise Mobility Guide 2011. Dieser Leitfaden enthält Beiträge von und Interviews mit Mobilitätsspezialisten bei Unternehmen wie Sybase, SAP, Accenture, RIM, Google, Verizon und anderen Unternehmen, die in Sachen Unternehmensmobilität an vorderster Front stehen.

Diese Branchenexperten erläutern, welche Bedenken Unternehmen dazu veranlassen, vor dem Thema Mobilität zurückzuschrecken, welche Herausforderungen sich durch eine mobile Belegschaft ergeben, und wie mobile Anwendungen die Unternehmen verändern werden.

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Warum Mobilität Bestand haben wird

Bis Ende 2011 wird die Mehrheit der Nutzer von Mobiltelefonen in den USA ein Smartphone verwenden, so das Informations- und Medienunternehmen The Nielsen Company. Dabei handelt es sich aber nicht um einen für die USA spezifischen Trend: Der Verkauf von Smartphones stieg weltweit um 87 % in Q4 2010 an verglichen mit Q4 2009. Mit zunehmenden technischen Möglichkeiten und sinkenden Preisen werden Smartphones und Tablets noch allgegenwärtiger werden.

Selbst wenn ein Smartphone oder Tablet für den persönlichen Gebrauch gekauft wurde, kann man davon ausgehen, dass diese Geräte auch geschäftlich genutzt werden. Eine Forrester-Studie der US-amerikanischen Belegschaft zeigt, dass 48 Prozent der Mitarbeiter ihre Geschäftsmails über ein privates mobiles Endgerät abrufen, und 42 Prozent suchen damit im Internet nach geschäftlichen Informationen. Die Mitarbeiter möchten Mobilität und sie warten nicht, bis die Geschäftsführung eine Mobilstrategie einführt.

Die Nachfrage nach Mobilität am Arbeitsplatz wird zunehmen: Junge Menschen, die jetzt in das Berufsleben einsteigen, sind mit mobilen Endgeräten groß geworden. Sie setzen voraus, dass sie diese Technologie genauso am Arbeitsplatz nutzen können wie sie es bereits zuhause tun. Offensichtlich wird das Thema Unternehmensmobilität auch in Zukunft bestehen.

Das sollte bei CIOs Begeisterung auslösen. Erfahren Sie, warum Mobilität für Unternehmen gut ist.

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Mobilität: Gut für Unternehmen

Studien zeigen, dass Unternehmen von Mobilität profitieren. In einer Umfrage, bei der Forrester 2010 mehr als 2.200 Netzwerk- und Telekomentscheider befragte, durchgeführt hat, gaben 75 % an, dass nach der Einführung von Mobilanwendungen im Unternehmen die Mitarbeiterproduktivität zugenommen hat. Die Befragten gaben außerdem an, dass IT- und Kundenprobleme schneller gelöst werden und die Kundenzufriedenheit zugenommen habe. In einer anderen Studie gab die Mehrheit der Unternehmen, die die Nutzung von privaten Mobilgeräten am Arbeitsplatz erlauben, an, dass die Mitarbeiterzufriedenheit gestiegen ist.

Doch trotz dieser Vorteile zögern viele Unternehmen, mobile Endgeräte und Anwendungen in das Tagesgeschäft einzubinden. Der Enterprise Mobility Guide 2011 thematisiert die häufigsten Gründe, warum Unternehmen den Mobilitätsaspekt aufschieben.

Angst vor dem Unbekannten

Viele Unternehmen zeigen sich unentschlossen, wenn es um Geräte geht. Das heißt, sie sind unsicher, ob sie ein oder mehrere mobile Betriebssysteme unterstützen, ob sie alle Mitarbeiter mit demselben Gerät ausstatten oder ob sie den Mitarbeitern die Nutzung des eigenen Geräts erlauben sollen.

Der Einsatz mehrerer mobiler Plattformen ist gängiger Ansatz, doch das bedeutet, dass Unternehmen verschiedene Geräte und Betriebssysteme mit Anwendungen und Sicherheitsupdates ausstatten müssen, was für die IT kostspielig und zeitaufwendig sein könnte.

Die Anwendungsintegration im Backend ist ebenfalls eine große Sorge, die viele Unternehmen umtreibt. Die Mitarbeiter müssen in der Lage sein, mehr als nur die geschäftlichen E-Mails auf ihren mobilen Geräten abrufen zu können. Die Integration über eine Vielzahl von Unternehmensanwendungen und Datenspeicher hinweg ist für eine voll leistungsfähige mobile Belegschaft unerlässlich.

Selbstverständlich möchten Unternehmen all das erreichen, ohne die Datensicherheit oder den Gewinn zu beeinträchtigen. Laut einer 2011 von Kelton Research durchgeführten Studie, haben Sicherheitsbedenken dazu geführt, dass 75 % der Unternehmen die Einführung von mobilen Anwendungen schon einmal verschoben haben; wohingegen Kostenbedenken 54 % der Unternehmen dazu veranlasst haben, das Unterfangen ganz aufzuschieben.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie mehr über die vier Erfordernisse für mobile Sicherheit.

250 companies in the U.S. and U.K. named security and cost as top concerns (source: Enterprise Mobility Guide 2011)

250 Unternehmen in den USA und Großbritannien gaben Sicherheit und Kosten als größte Bedenken an (Grafik: Enterprise Mobility Guide 2011)

Mobilität trifft auf Sicherheit

Beim Thema mobile Sicherheit sorgen sich CIOs vor allem darüber, dass Daten bei der Übertragung abgefangen und Informationen über ein verlorenes oder gestohlenes Telefon abgerufen werden. Joe Owen, Vice President of Engineering bei Sybase, einem Unternehmen der SAP, definiert vier Voraussetzungen für die mobile Sicherheit, die erfüllt sein müssen, um die Bedenken der CIOs zu zerstreuen:

  • Fordern Sie von Ihren Mitarbeitern, dass sie ein sicheres Kennwort verwenden und es alle drei bis sechs Monate ändern.
  • Sie müssen beim Verlust oder Diebstahl eines Telefons in der Lage sein, Informationen über einen Remote-Zugang zu entfernen.
  • Falls Ihr Unternehmen das Mitbringen privater Geräte erlaubt, müssen Unternehmensdaten und Privatdaten getrennt gehalten werden. Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen, kann die IT-Abteilung die Unternehmensdaten vom Gerät entfernen, ohne die privaten Informationen zu löschen.
  • Sie sollten die Unternehmensdaten für die Datenübertragung und Ablage im Gerätespeicher verschlüsseln.

Diese Sicherheitsanforderungen lassen sich erfüllen – mit einer MEAP (Mobile Enterprise Application Platform), einer Plattform für mobile Unternehmensanwendungen. Eine solche Plattform hilft Unternehmen tatsächlich, die zuvor erwähnten Mobilitätsbedenken zu zerstreuen.

Was verbirgt sich hinter MEAP

MEAPs orchestrate back end data, mobile applications, and various mobile devices (source: Enterprise Mobility Guide 2011)

MEAPs koordinieren Backend-Daten, mobile Anwendungen und diverse mobile Geräte (Grafik: Enterprise Mobility Guide 2011)

Eine MEAP (Mobile Enterprise Application Platform) ist eine einheitliche Plattform, auf der Unternehmen Anwendungen entwickeln, einsetzen und verwalten können. MEAPs sind offen für unterschiedliche Geräte und unterstützen diverse mobile Plattformen. Die Plattform nutzt auch Standardwerkzeuge der Entwicklung, sodass Unternehmen auf einfache Weise ihre eigenen Anwendungen entwickeln und anpassen können. Unternehmen sind in der Lage, eine Anwendung einmal zu schreiben und dann auf verschiedenen Geräten auszuführen. Diese Funktionen führen zu geringeren Gesamtbetriebskosten pro mobilem Mitarbeiter. Sicherheitsbedenken werden auch aufgegriffen, denn ein MEAP ermöglicht, nach Verlust oder Diebstahl eines Geräts die darauf enthaltenen Daten zu löschen.

Laut einer Prognose von Gartner werden sich bis Ende 2012 „95 % der Unternehmen für MEAP oder Anbieter von mobilen Anwendungspaketen als primäre mobile Entwicklungsplattform entscheiden“.

Eine dieser mobilen Entwicklungsplattformen ist Sybase Unwired Platform. Die Sybase Unwired Platform bietet sämtliche oben beschriebenen Funktionen und ist vollständig in Afaria integriert, der Gerätemanagement- und Sicherheitslösung von Sybase.

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Mobilität verändert Unternehmen

Mobile Anwendungen führen bereits in vielen Geschäftsbereichen zu einem Wandel, wobei das Kundenbeziehungsmanagement die Liste anführt. Die Akzeptanz von mobilen CRM-Anwendungen ist höher als von anderen Anwendungen. Mailprogrammen bilden hier eine Ausnahme. Mit einem zeitnahen Zugriff auf Kundeninformationen können Mitarbeiter schneller auf Kundenanfragen reagieren und Probleme lösen. Sie steigern den Umsatz durch bessere Kundenbindung und mehr Geschäftsabschlüsse.

Die Verbreitung mobiler Anwendungen für das Workflow-Management, beispielsweise für das Erteilen von Berechtigungen und Bearbeiten von Anfragen, folgt dicht den Verbreitungszahlen von CRM. Unternehmen können eine einzige Anwendung für mehrere Geschäftsprozesse auf unterschiedlichen Geräten und Betriebssystemen ausführen und somit die Effizienz steigern und die Kosten senken.

Mobile Anwendungen haben auch Auswirkungen darauf, wie gewisse Branchen Geschäfte machen. Eine mobile POS-Anwendung für den Einzelhandel ermöglicht es dem Verkaufspersonal, die Bestände zu prüfen und fehlende Artikel zu bestellen. Sie können mit einem Handheld-Gerät von überall Transaktionen durchführen. Mit einer mobilen Außendienstanwendung können Servicetechniker den Kunden während eines Servicegesprächs Aktionspakete anbieten. Die Wirtschaftszweige führen Mobilität auf unterschiedliche Weise ein, doch allen ist eine höhere Mitarbeitereffizienz, höhere Umsätze und geringere Kosten gemeinsam.

Die öffentlichen Verwaltungen und Versorgungsunternehmen profitieren von mobilen Workflow-Anwendungen. Der Wechsel zu einem papierlosen Workflow hat niedrigere Verwaltungskosten und eine höhere Datengenauigkeit zur Folge. Der Bildungs- und Gesundheitssektor war bereits bei der Einführung mobiler Geräte im Klassenzimmer und bei Visiten erfolgreich.

Was steht als nächstes an? Laut Enterprise Mobility Guide werden 2011 ernstzunehmendere Geschäftsanwendungen entwickelt. Außerdem werden sich mobile Anwendungen vielmehr zu einem Kernangebot entwickeln als zu einem freiwilligen Add-on.

Ihr persönliches Exemplar des Sybase Enterprise Mobility Guide 2011 können Sie kostenfrei hier bestellen.

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