MBC 2011: neue SAP-Apps

Feature | 14. September 2011 von Christiane Stagge 0

Alle Zeichen stehen auf Apps: Produktfeuerwerk auf der MBC 2011 (Foto: Christiane Stagge)

Alle Zeichen stehen auf Apps: Produktfeuerwerk auf der MBC 2011 (Foto: Christiane Stagge)

Das hätten wohl die Wenigsten erwartet: Als Michael Böhnke, Programm Manager Mobility bei SAP, auf der NEO Mobile Business Conference in Stuttgart die IT-Strategie des Softwarekonzerns vorstellte, gab es ein wahres Produktfeuerwerk: Statt zum wiederholten Mal zu erklären, was sich Nutzer unter „OnPremise, OnDemand, OnDevice“ vorzustellen haben, präsentierte Böhnke 23 neue SAP-Apps, die im 4. Quartal erscheinen sollen. Die Mini-Programme werden nicht nur auf Apple-Geräten, sondern auch auf Android- und Windows Mobile-Smartphones sowie Blackberrys laufen. Die Mehrzahl der IT-Manager erwartet heutzutage, dass neu entwickelte Apps auf mindestens vier mobilen Betriebssystemen funktionieren, betont Böhnke. SAP möchte Anwendungen für eine große Bandbreite an mobilen Geräten anbieten.

SAP näher an Endkunden

Auf den SAP-Veranstaltungen vor fünf Jahren diskutierte man doch, ob das Notebook den Desktop-PC einholen werde. Heute steht fest: Smartphones und Tablet PCs haben inzwischen das Notebook überholt.

Obwohl eine Vielzahl an Mobilgeräten im Umlauf sind, reizen die wenigsten Nutzer die Business-Funktionen voll aus. Die meisten Anwender beschränken sich auf das Abrufen von E-Mails. SAP will das ändern: Die neuen Anwendungen sollen auch für Endkunden interessant sein. Durch den Kauf von Sybase gibt es bereits mobile Anwendungen für Bankgeschäfte (mBanking), die viele Kunden schon jetzt nutzen.

Bisher sind SAP-Apps für Reporting, BI-Analysen, Verwalten von Genehmigungsworkflows sowie für das Reise- und Kampagnenmanagement verfügbar, wie zum Beispiel SAP EAM Work Order, SAP Retail Execution, SAP Field Service, SAP Workflow, SAP CRM Sales – siehe Artikel: Nachschlag: Neue Apps von SAP.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Das sind die 23 neuen Apps

Klare Worte, harte Fakten: Michael Böhnke, Program Manager Mobility bei SAP. (Foto: Christiane Stagge)

Klare Worte, harte Fakten: Michael Böhnke, Program Manager Mobility bei SAP. (Foto: Christiane Stagge)

23 neue Apps

Die neuen Apps richten sich an Endkunden (mMarketing, mBanking, mCommerce), „Task Workers“ (Mobile Service Apps, Mobile Sales Apps, Mobile Industry Apps), „Knowledge Workers” (Mobile Employee Productivity Apps, Mobile Collaboration Apps, Mobile Business Analytic Apps) sowie Angestellte (Mobile Customer View Apps, Mobile Management Apps, Mobile Dashboard).

Mit den neuen Apps will SAP das Ziel, bis 2015 über eine Milliarde Nutzer zu haben, vorantreiben. 80 Prozent der Apps sollen dabei von den Partnern entwickelt werden.  Bei Bedarf stellt der Konzern sogar gehostete Entwicklungsumgebungen zur Verfügung, damit sich auch kleinere Unternehmen an der Programmierarbeit beteiligen können.

Auf der SAPPHIRE NOW in Madrid im November können sich die Besucher die ersten Ergebnisse vorführen lassen, denn dort werden die neuen Apps gezeigt.

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2 comments

  1. Anonymous

    “Apps will SAP das Ziel, bis 2015 über eine Milliarde Nutzer zu haben, vorantreiben. 80 Prozent der Apps sollen dabei von den Partnern entwickelt werden. Bei Bedarf stellt der Konzern sogar gehostete Entwicklungsumgebungen zur Verfügung, damit sich auch kleinere Unternehmen an der Programmierarbeit beteiligen können.”
    Das halte ich für eine gute Idee. Wichtig wäre allerdings zu erfahren wie man an dieser Entwicklungspartnerschaft teilnehmen kann. Dieser Hinweis wäre für interessierte sehr sinnvoll. Ggf. Kann diese Information ja noch ergänzt werden.

  2. Anonymous

    Welches sind denn die 23 neuen Apps?

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