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Talentmanagement „On-Demand“: Flexibel und bedarfsgerecht Fachkräfte finden, fördern und entwickeln

Feature | 4. März 2013 von Anja Paschke-Hess 0

Der „War for Talents“ ist in vollem Gange – vor allem auch in der IT- und Hightechbranche. Deshalb hängt dort das Wachstum vieler Unternehmen stark von der Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter ab. Softwareerweiterungen aus der Cloud eröffnen flexible Möglichkeiten für ein strategisches Personalmanagement.

Zentraler Schauplatz im Ringen um die besten Fachkräfte ist naturgemäß der HR-Bereich eines Unternehmens. Neben Themen wie der Rekrutierung oder der Nachwuchsplanung und -förderung spielt im „War for Talents“ auch das Employer Branding eine zunehmend große Rolle. Die Gesamtaufgabe lautet: qualifiziertes Personal – und dessen Know-how – zu finden, zu verpflichten und langfristig im Unternehmen zu binden. Geeignete Talentmanagementlösungen helfen dem Personalbereich, dieses geschäftskritische Ziel sicher zu erreichen.

Viele Großunternehmen oder mittelständische Betriebe verfügen bereits über integrierte HR-Systeme, mit denen sie traditionelle Prozesse der Personalverwaltung abwickeln. Aber: „Nicht selten liegt die Einführung solcher Systeme schon einige Zeit zurück. Sie decken daher die Anforderungen an ein modernes Personalmanagement oftmals nicht ab: nahtlose E-Recruiting-Prozesse per E-Mail, soziale Medien oder mobile Kanäle, Incentive-Modelle zur flexiblen Lohngestaltung als Instrument der Mitarbeiterbindung, interne Karriere- und Zertifizierungsplanungen, um nur einige Beispiele zu nennen“, führt Klaus Kempa auf, seit über fünf Jahren Leiter der Serviceline HCM bei Ciber Deutschland. Personaler in diesen Unternehmen stehen daher vor der Aufgabe, ihre IT zu modernisieren. Technologisch bieten sich hierzu zwei verschiedene Wege: die Installation eines neuen, integrierten Talentmanagementsystems im Unternehmen (on-Premise) oder entsprechende Lösungen aus der Cloud (on-Demand).

On-Premise: Talentmanagement in eigener Regie

Fakt ist: Unternehmen wollen aus betriebswirtschaftlicher Sicht mit ihrer Investition den besten Langzeitnutzen erzielen. Doch der ROI ist nicht einfach zu messen; er hängt beispielsweise von der Auswahl der für das jeweilige Unternehmen relevanten Kennzahlen ab. Unternehmen, die sich beim Talentmanagement für eine Inhouse-Lösung entscheiden, setzen auf einen kontinuierlichen Wissensaufbau im eigenen Haus. Oft lautet hier der Anspruch, die Software den eigenen Prozessen ganz genau anzupassen und auch die Sonderwünsche kleiner Mitarbeitergruppen systemseitig abzubilden. „Solche Lösungen können schnell äußerst komplex werden, teilweise unnötig. Und zudem muss für eine maßgeschneiderte On-Premise-Lösung nicht nur in Lizenzen, sondern auch in die Einführung, in die Mitarbeiterschulung und eventuell in Anpassungen oder Erweiterungen investiert werden“, zählt Kempa auf. Mit anderen Worten: Dieser Ansatz bringt den Unternehmen viel Know-how und individuelle Möglichkeiten im Kampf um die besten Talente, verursacht aber auch erhebliche Kosten.

On-Demand: Schnell vom Start zum Ziel

Das macht es lohnend, über eine On-Demand-Lösung für das Talentmanagement nachzudenken. Der große Vorteil liegt in deutlich geringeren Kosten und kürzeren Einführungszeiten. Zwar sind solche Lösungen meist stark vorkonfiguriert und lassen sich daher nur bedingt auf individuelle Bedürfnisse anpassen. Dieser vermeintliche Nachteil birgt aber aus Kempas Sicht eine große Stärke: „Die geringere Komplexität der Lösungen und ihre Verfügbarkeit aus der Cloud sorgen für kurze Projektlaufzeiten. Die Mitarbeiter im Personalwesen haben damit die benötigte Funktionalität schnell an der Hand, meist verbunden mit professionell und intuitiv gestalteten Benutzeroberflächen, die einen sofortigen Arbeitsstart möglich machen.“

Hybridansatz von SAP

Seit Jahren setzen weltweit viele Tausend Unternehmen aller Branchen und Größe bei zentralen HR-Prozessen auf integrierte Standardsoftware von SAP. Diesen Bestand gilt es um wirkungsvolle Werkzeuge für die strategische Personalarbeit zu ergänzen. Bisher war es dazu nötig, Fremdlösungen oder Eigenentwicklungen über manchmal komplexe und wartungsintensive Schnittstellen an die SAP-Kernprozesse anzukoppeln. Dieser kosten- und zeitintensive Faktor entfällt nun. „Mit der On-Demand-Software von SuccessFactors, einem SAP-Unternehmen, stellt SAP nun selbst Funktionen für ein strategisches Personalmanagement über die Cloud bereit“, so Kempa weiter. Die Kombination der Talentmanagementanwendungen von SuccessFactors und der On-Premise-Lösung SAP ERP Human Capital Management bietet den Unternehmen standardisierte Techniken für den Datenaustausch, zur Integration und für flexible Einsatzszenarien.

Die Entscheidung, wie das Unternehmen sein Talentmanagement künftig steuern möchte, hängt damit letztendlich von seinem aktuellen Technologiestand ab. Der Hybridansatz bringt die Vorteile beider Bereitstellungsmodelle zusammen und erleichtert innovative Erweiterungen und den Einstieg in die neue Technologie. Kempas Fazit: „Unternehmen können durch Ergänzungen aus der Cloud mit ihrem Personalmanagement die (Karriere-)Ziele der Mitarbeiter und die Unternehmensstrategie zusammenführen. Erweiterungen des Bestands im On-Demand-Modell verursachen zudem praktisch keine Implementierungskosten, der laufende Betrieb wird bedarfsgerecht abgerechnet – auch das ein gutes Argument bei der Investitionsentscheidung.“

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