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Mit Björn Goerke auf Erkundungsflug in den unendlichen Weiten jenseits der #SAPTechEd

Feature | 28. September 2017 von Susan Galer 3

Wieder eine SAP TechEd, wieder mit einer absolut inspirierenden Keynote von Björn Goerke, CTO der SAP und President von SAP Cloud Platform. Die Luft knisterte vor Spannung, als zum Auftakt in Remineszenz an die letztjährige SAP TechEd eine Nanosekunde lang der legendäre DeLorean aus „Zurück in die Zukunft“ mit Goerke als wahnwitzigem „Doc“ über die Leinwand dröhnte. Der Atem blieb dem Publikum dann komplett weg, als es gleich darauf mit Warp-Geschwindigkeit in eine völlig neue Welt versetzt wurde: das Star-Trek-Universum (das jedem eingefleischten Trekkie aus der Original-Fernsehserie bekannt ist) – wobei Goerke das beliebte Science-Fiction-Franchise in eine kraftvolle Metapher für die aufregende und ganz und gar reale Reise jedes Unternehmens in die digitale Transformation umsetzte.

Auf dem Kommandeurssitz in einer täuschend echtend Replik der Brücke der U.S.S. Enterprise thronend, als wäre sein Platz schon immer hier gewesen, mimte Goerke Captain James T. Kirk in all seiner Pracht. Doch die Trekkies unter den Zuschauern waren nicht die einzigen, die restlos überwältigt waren von der sagenhaften Show samt unvergesslichem Titelsong, kultigen Blinklichtern und Hintergrundgeräuschen – yep, das volle Programm: die typischen Pfeiftöne, Türen huschen auf und zu, überall piepst und fiept irgendetwas, und dann die entzückenden Tribbles.

Mit Warp-Geschwindigkeit zum digitalen Wandel

Zusammen mit seinem Ensemble aus genialen SAP-Innovatoren, die in die Rollen der bekannten Star-Trek-Charaktere geschlüpft waren (Spock, Pille, Scotty, Uhura – Achtung, Spoiler: einige mit vertauschtem Geschlecht, sehr zum Vorteil), nahm Goerke die anwesenden Entwickler, Partner, Kunden und Branchenstars mit auf eine spektakuläre Tour durch die unendlichen Weiten der Innovation und machte Station bei maschinellem Lernen, Blockchain-Technologie, digitalen Assistenten, neuronalen Netzen, dem IoT und digitalen Zwillingen.

Die Odyssee jedes Unternehmens zum digitalen Wandel betitelte Goerke als Kobayashi-Maru-Challenge, die die Anwesenden zu bewältigen hätten wie Sternenflotten-Kadetten, die mit ihrem Raumschiff in Galaxien vordringen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat – ganz im Geiste von Star Trek. Und wer diese Herausforderung meistern wolle, brauche dazu drei Dinge.

„Erstens brauchen Sie eine Wahrheit, auf die Sie sich verlassen können, zweitens brauchen Sie Flexibilität, um Ihre Lösungen umsetzen zu können, und drittens brauchen Sie eine Benutzererfahrung, um Ihre Teams und Kunden wirkungsvoll anzusprechen“, erklärte Goerke.„Wir haben SAP Leonardo als systematisches Modell für Innovation geschaffen, mit dem wir Ihnen die Werkzeuge, Lösungen, Blueprints und Business Cases bereitstellen, die Sie für die schnelle Ausweitung von Innovationen in Ihrer Organisation brauchen.“

Mit Blick auf das 25. Jubiläum von SAP R/3 wies Goerke darauf hin, dass die SAP heute Innovationen in einer vollkommen neuen Welt mit vielfältigen Systemen, Plattformen, Datentypen und Datenquellen entwickele.

„Die SAP hat zu träumen gewagt und eine Echtzeit-Welt gestützt auf ein In-Memory-Computing-System mit Warp-Antrieb namens SAP HANA erdacht. Wir haben maschinelles Lernen hinzugefügt, und plötzlich beginnt das intelligente, autonome Unternehmen Wirklichkeit zu werden“, erzählte Goerke. „SAP S/4HANA hat es uns ermöglicht, Geschäftsanwendungen grundlegend zu überdenken und Warp-Geschwindigkeit in die Kernprozesse Ihres Unternehmens zu bringen, zum Beispiel in ERP-Anwendungen, das IoT und umfangreiche Geschäftsnetzwerke – damit Ihr Unternehmen einen zukunftssicheren digitalen Kern hat, der leistungsfähig und flexibel ist.“

Konsistente, vertrauenswürdige Datengrundlage

Goerke präsentierte eine Reihe von Neuigkeiten, deren Tragweite jeweils in spannenden Demos zum Ausdruck kam. Nach der Bekanntgabe, dass die SAP nun 1.000 SAP S/4HANA-Kunden zähle, sprach er darüber, inwiefern die neue Lösung SAP Data Hub einen fundamentalen Wandel im Bereich Data Governance, Pipelining und Sharing bedeute. Er erklärte SAP Data Hub als ein zentrales System zum Live-Streamen von Daten aus unterschiedlichsten Datenquellen, mit dem Entwickler flexible, datengesteuerte Anwendungen erstellen können. In diesem Zusammenhang bat er Ian Kimbell alias Dr. McCoy (Pille) für eine Demo auf die Bühne, um den Zuschauern einen Eindruck davon zu vermitteln, wie SAP Data Hub mit SAP HANA, SAP Vora und Big-Data-Quellen von Drittanbietern, zum Beispiel Hadoop, ineinandergreift.

Neue Partnerschaften fördern Flexibilität

Die SAP Cloud Platform bilde eine Grundlage für agile Innovation, meinte Goerke. Er kündigte die öffentliche Beta-Version der SAP Cloud Platform an, die auf der Google Cloud Platform verfügbar ist, und holte für eine Demo „Commander Spock“ aufs Podium. „Wir werden unsere Multi-Cloud-Strategie fortführen, die eine bessere regionale Abdeckung, Portierbarkeit und Co-Location für Daten sowie nahtlose Integration in die Geschäftsprozesse von Unternehmen ermöglicht“, betonte er.

Einen weiteren Beleg für das Streben der SAP, als großer Cloud-Anbieter eine offene Plattform für gemeinsame Innovation bereitzustellen, sah Goerke in der Tatsache, dass die SAP Platinum-Mitglied der Cloud Foundry ebenso wie der Cloud Native Computing Foundation geworden ist. „Dadurch können Entwickler ihre eigenen Runtimes und Sprachen einbringen und dennoch das riesige Cloud-Foundry-Partnernetz nutzen, wobei sie gleichzeitig vom erstklassigen Enterprise Support der SAP profitieren“, unterstrich er.

Goerke bedauerte, dass zu wenig Zeit sei, um all die vielen Innovationen zu beschreiben, die die SAP das vergangene Jahr hindurch eingeführt habe. Dennoch ließ er es sich nicht nehmen, Chefingenieur „Scotty“ für eine Demo der SAP Cloud Platform Blockchain Services dazuzuholen. Dieser zeigte dem Publikum auf beeindruckende Weise, wie Entwickler mit diesen Services rasch eine Blockchain-gestützte App zur Bekämpfung von Kilometerstand-Manipulationen in Gebrauchtwagen erstellen können.

Und obwohl unter den Tausenden im Saal nur ein winziger Bruchteil der Millionen von ABAP-Entwicklern vertreten war, brach großer Beifall aus, als Goerke eine Sneak Preview der ABAP-Solution-as-a-Service-Lösung auf der SAP Cloud Platform präsentierte.

Tribbles und das neue SDK – einfach unwiderstehlich

Beim Thema Benutzerfreundlichkeit für alle, von gelegentlichen Benutzern bis hin zu Mitarbeitern und Entwicklern, kam der geräteunabhängige, kontextsensitive digitale Assistent SAP CoPilot ins Spiel – und Lieutenant „Uhura“: Sie demonstrierte live, wie man in dem überaus wahrscheinlichen Fall, dass Horden von Tribbles jede Menge Gerätekabel durchnagen, mit SAP CoPilot, natürlicher Sprache und Bilderkennung und unter Rückbindung an SAP S/4HANA Ersatzkabel bestellen kann.

Im Rahmen des Engagements der SAP für ein modernes, einfaches Benutzererlebnis für Entwickler ist auch die von Goerke bekanntgegebene Einführung des SAP S/4HANA Cloud SDK und einer Reihe von SAP Cloud Platform-Erweiterungen zur Steigerung der betrieblichen Agilität zu sehen. Zu einer irren Demo einer Bestellanwendung – basierend auf Mendix sowie sensorgestützten Positions-, Temperatur-, Luftfeuchtigkeits-, Bewegungs- und anderen Daten – begab sich „Scotty“ wieder zum „Captain“ auf die Bühne.

Die letzte Demo zeigte dann, wie ein neuronales Netzwerk gestützt auf SAP Connected Agriculture in der SAP Cloud Platform und SAP S/4HANA in einer der weltweit größten Palmen-Plantagen nachhaltige, effiziente und transparente betriebliche Abläufe ermöglicht.

Lebt lang und in Frieden

In Anerkennung ihrer mehr als zehnjährigen Unterstützung bat Goerke zum Schluss die SAP-Mentoren auf die Bühne und überreichte Geschenke: gurrende Tribbles, bekannt für ihre Fähigkeit, sich rasend schnell zu vermehren – wie die Mentoren. Seiner Begeisterung für Science Fiction schrieb Goerke es zu, dass er ständig bestrebt sei, über die alltäglichen Beschränkungen hinaus zu blicken und Kreativität zu nutzen, um neue Horizonte anzupeilen. Nach seiner Ansicht seien die erfolgreichsten Unternehmen diejenigen, in denen man gemeinsam daran arbeitet, die Menschheit voranzubringen, und die SAP stehe für ein höheres Ziel jenseits des wirtschaftlichen Erfolgs. „Wir leben Zusammenarbeit und sinnvolle Innovation im Zusammenspiel mit unseren Kunden, Partnern, Mitarbeitern und sogar Wettbewerbern, denn so können wir aus dem Potenzial der ganzen globalen Gemeinschaft schöpfen, um Positives auf den Weg zu bringen, das weit über die SAP hinaus wirkt. Die Notwendigkeit, zum Wohle aller zusammenzuarbeiten, wird immer deutlicher. Lebt lang und in Frieden.“

Als Goerke und die SAP Jam Band zum Abschluss in den mitreißenden „Blues-Brothers“-Titelsong „Everybody Needs Somebody“ einstimmten, kraftvoll interpretiert von Leadsängerin Katarine Fischer, Programm-Managerin der SAP-Mentoren, hielt es die Menge endgültig nicht mehr auf den Stühlen – die überzeugende Vorstellung (schwarze Sonnenbrillen inklusive) hätte Jake und Elwood stolz gemacht. Im Hintergrund lief derweil der Abspann, der das Design der Original-Fernsehserie perfekt nachahmte und die SAP-Innovatoren in den Star-Trek-Rollen würdigte. Hintergründe zu den Tribbles und weiteren Keynote-Inhalten erfahren Sie im Video-Interview mit Björn Goerke. Und hören Sie sich unbedingt die faszinierende, opernhafte Darbietung des Star-Trek-Schlussthemas von Katarine Fischer in dieser Keynote-Aufzeichnung an.

Folgen Sie Susan Galer auf Twitter unter @smgaler.

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