Basiskonzept erweitert

Feature | 17. Oktober 2007 von admin 0

The Open Group Architecture Framework (TOGAF) ist ein Industriestandard, dessen sich jede Firma bedienen kann, um eine Unternehmensarchitektur zu konzipieren. Seit Mitte der 90er Jahre wurde TOGAF in der Open Group von Verbänden von IT-Kunden und IT-Anbietern vorangetrieben. Bei TOGAF handelt es sich allerdings um ein generisches Architektur-Konzept, mit dem sich reale Anwendungen nicht abbilden lassen.

„Für SAP-Kunden und ASUG-Mitglieder wurden jedoch unlängst die Vorteile sichtbar, die sich erzielen lassen, wenn TOGAF auch ERP-Anwendungen und SOA-Konzepte unterstützt“, so Paul Kurchina, Direktor der ASUG-Communities und Leiter der Special Interest Groups (SIGs) der ASUG. „SAP hat damit den Bedarf für das Enterprise Architecture Framework (EAF) geweckt, im Wesentlichen eine Erweiterung von TOGAF.“

Mit einem Enterprise Architecture Framework (EAF) ist eine Roadmap definiert, die sicherstellt, dass Geschäftsprozesse und Informationstechnologie unternehmensweit aufeinander abgestimmt sind. Das EAF gibt somit systematisch und vollständig die aktuelle (Baseline) oder gewünschte Umgebung (Ziel) eines Unternehmens wieder.
Unternehmensarchitekturen sind von entscheidender Bedeutung für den Aufbau von Informationssystemen und die Entwicklung neuer Systeme, die betriebswirtschaftlichen Mehrwert schaffen. Ohne ein Enterprise Architecture Framework laufen Unternehmen Gefahr, Anwendungen zu kaufen oder aufzubauen, die doppelt oder inkompatibel sind und deren Wartung und Integration möglicherweise hohe Kosten verursacht.

Die Entwicklung, Wartung und Implementierung eines Enterprise Architecture Framework muss effektiv abgewickelt werden, wenn es betriebswirtschaftlichen Nutzen bringen soll – denn schließlich bildet es beispielsweise das Rückgrat aller Enterprise Services, über die die Geschäftsprozesse laufen.
Franck Lopez, Global Director, Enterprise Architect und Enterprise SOA Portfolio, SAP UK: „Für Anwender ist es wichtig, dass sie TOGAF in der Praxis als Werkzeugsammlung und Methodik einsetzen können. Sie müssen praxisbezogene Fragen stellen, um herauszufinden, wie es für ihre Geschäftsbelange angepasst werden sollte.“ Während Enterprise SOA SAP-Kunden mit Geschäftsprozessen via Services unterstützt, kann das Enterprise Application Framework dazu beitragen, die IT unternehmensweit mit der Geschäftsstrategie und Vision abzustimmen.

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