Twitter: Richtig live zwitschern

Feature | 30. April 2013 von Heather McIlvaine 0

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Twitter definiert den Begriff Live-Tweeting wie folgt: sich mit einer Reihe von konkreten Tweets innerhalb eines ununterbrochenen Zeitraums von 20 Minuten bis mehreren Stunden auf Twitter engagieren. Im Grunde können Sie von vielen Events und Ereignissen Live-Tweets absetzen. Beispiele hierfür wären die Geburt Ihres Kindes, ein Film oder eine Fachkonferenz, die Sie gerade besuchen.

Es ist nicht unbedingt zu empfehlen, von all diesen Ereignissen live zu tweeten, aber es kann Ihnen durchaus Vorteile bringen. Durch regelmäßiges Absetzen von Tweets können Sie Ihren Bekanntheitsgrad erhöhen und Follower gewinnen. Wenn sie bei einer Veranstaltung live tweeten und dabei natürlich auch den richtigen Hashtag verwenden, kommen Sie viel leichter mit anderen Experten Ihres Fachgebiets in Kontakt. So ist es durchaus möglich, dass Unterhaltungen, die in einem Twitter-Stream begonnen haben, nach der Veranstaltung fortgesetzt werden und später in eine Zusammenarbeit münden.

Acht Tipps, wie Sie die Kunst des Live-Tweeting beherrschen:

Nutzen Sie Hashtags und Twitter Handles

– Halten Sie sich Ihre Zielgruppe vor Augen

Picken Sie die „Aha-Momente“ heraus

– Posten Sie Beiträge zu Themen, mit denen Sie sich gut auskennen

– Widersprechen Sie, aber stets mit Respekt

Setzen Sie Bilder ein

– Lassen Sie Platz für Retweets

– Missbrauchen Sie nicht den Hashtag

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Hashtags und Twitter Handles nutzen.

Nutzen Sie Hashtags und Twitter Handles: Die meisten Events haben einen bestimmten Hashtag wie #SAPPHIRENOW. Stellen Sie sicher, dass Sie den jeweiligen Hashtag in Ihren Mitteilungen verwenden, denn nur so können Ihre Tweets von den anderen Event-Teilnehmern gelesen werden. Wenn möglich, nutzen Sie auch den Twitter Handle (Benutzernamen) des Redners zu dessen Vortrag Sie Mitteilungen absetzen. Diese Maßnahmen helfen Ihnen, mit anderen live-twitternden Teilnehmern der Tagung in Kontakt zu kommen und ein interaktives Gespräch zu beginnen. Und für den Redner sind diese Tweets eine wertvolle Ressource, denn so erhält er Feedback aus dem Publikum.

  • Ein Tipp für Redner: Stellen Sie sicher, dass Ihr Twitter-Handle und der Hashtag für das Event auf jeder Folie Ihrer Präsentation zu sehen sind.

Halten Sie sich Ihre Zielgruppe vor Augen: Twittern Sie für die Teilnehmer, die vor Ort bei der Veranstaltung sind oder für diejenigen, die nicht anwesend sind? Abhängig von Ihrem Publikum, möchten Sie entweder ein Gespräch mit den Personen um Sie herum beginnen oder Sie wollen versuchen, denjenigen, die nicht vor Ort dabei sind, Zugang zu den Informationen zu verschaffen, die auf Twitter geteilt werden. Bei den Teilnehmern vor Ort sollten Sie sich darauf beschränken, die Präsentation zu kommentieren und Ihre eigene Sichtweise hinzuzufügen. Zum Beispiel so: „Klasse Vortrag von @JohnSmith zum Thema Technik der Zukunft auf dem #EVENT. Aber ich weiß nicht, was ich von selbstfahrenden Autos halten soll.“ Fragen sind ebenfalls ein guter Türöffner, um miteinander ins Gespräch zu kommen. In diesem Falle sollten Sie stärker auf konkrete Zitate und Fakten aus der Präsentation eingehen.

Picken Sie die „Aha-Momente“ heraus: Für den Ungeübten kann es den Anschein haben, dass das Ziel des Live-Tweeting darin besteht, eine komplette Präsentation auf Twitter neu aufzulegen. Aber erfolgreiche Live-Tweeter wissen, dass es darum geht, das richtige Soundbite oder den richtigen Aha-Moment auszuwählen und zu teilen. Wählen Sie kurze, klare Aussagen, die aufhorchen lassen und den Wunsch wecken, noch einmal genauer hinzuhören und darüber nachzudenken. Eine solche Aussage könnte eine gewagte Prognose oder eine interessante Statistik sein. Mit Aussagen, die beim Publikum für Aha-Effekte sorgen, werden Sie die Aufmerksamkeit Ihrer derzeitigen und zukünftigen Twitter-Follower erlangen. Solche Beiträge bewirken beim Empfänger, dass er zum Beispiel über einen Artikel nachdenkt, den er kürzlich gelesen hat, oder dass er nickend zustimmt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Posten zu bekannten Themen, widersprechen und Bilder einsetzen.

Posten Sie Beiträge zu Themen, mit denen Sie sich gut auskennen: Nur weil Sie jede Veranstaltung live tweeten können, heißt dies nicht, dass Sie es auch tun sollten. Kennen Sie sich auf diesem Gebiet gut aus? Können Sie gut beurteilen, was neu und innovativ ist und welche Trends bereits zerredet wurden? Je weniger Sie über ein bestimmtes Thema wissen, umso schwieriger wird es, die wirklich bemerkenswerten Erkenntnisse aus der Präsentation auszuwählen.

Widersprechen Sie, aber stets mit Respekt: Wenn Sie mit einer Aussage, die während einer Sitzung gemacht wurde, nicht einverstanden sind, teilen Sie Ihre Sichtweise, aber versuchen Sie es mit qualifizierten Aussagen wie: „meiner Meinung nach“, „von dem was ich gesehen habe“ oder einfach nur„ ich stimme dem nicht zu, weil …“ Greifen Sie auf keinen Fall den Redner an. Er würde sich respektlos behandelt fühlen und Sie würden damit verhindern, dass sich eine fruchtbare Diskussion entwickeln kann. Außerdem kann es leicht passieren, dass man während einer kurzen Präsentation etwas missversteht. Vermeiden Sie es, im Eifer des Gefechts eine böse Bemerkung zu twittern, die Sie später wieder zurücknehmen müssen.

Setzen Sie Bilder ein: Wenn Sie zum ersten Mal live tweeten und sich nicht sicher sind, wie Sie anfangen sollen, dann informieren Sie sich zunächst, wie Sie Bilder bei Twitter hochladen können. Dies ist eine gute Möglichkeit erst einmal reinzuschnuppern. Selbst erfahrenen Live-Tweetern kann es mal passieren, dass sie nicht die richtigen Worte finden. Und mit einem Foto der Diskussion der Vorstandschefs oder der langen Schlange beim Mittagessen können Sie genauso gut punkten. Darüber hinaus erhalten diejenigen, die nicht vor Ort teilnehmen können, einen Blick hinter die Kulissen. Vergessen Sie dabei nicht, den Event-Hashtag und eine kurze Beschreibung des Fotos hinzuzufügen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Platz für Retweets lassen und nicht den Hashtag missbrauchen.

Lassen Sie Platz für Retweets: Bei nur 140 Zeichen für eine Twitter-Nachricht, ist die Versuchung groß, diesen Platz komplett auszureizen. Dennoch sollten Sie genügend Zeichen frei lassen, damit andere Ihren Kommentar retweeten können, ohne ihn ändern zu müssen. Die Mindestanzahl der verbleibenden Zeichen sollten Sie wie folgt berechnen: die Anzahl der Zeichen Ihres Twitter-Handle plus fünf Zeichen für das RT-Symbol plus ein Zeichen für das @-Symbol plus zwei Zeichen für die beiden Leerstellen (eine zwischen RT und @ und eine nach Ihrem Twitter-Handle). Bei SAP.info zum Beispiel, sollten in jedem Tweet mindestens zwölf Zeichen frei bleiben für „RT @sapinfo.“ Idealerweise lassen Sie noch mehr Platz frei, damit Follower ihre eigenen Kommentare einfügen können. So können sie Gespräche in Gang bringen und Beziehungen anknüpfen.

Missbrauchen Sie nicht den Hashtag: Ein Fauxpas, den Sie beim Live-Tweeten auf jeden Fall vermeiden sollten, ist, sich den Hashtag unter den Nagel zu reißen. Dies gilt für Personen, die den Stream dazu nutzen, ihre eigenen Interessen in den Vordergrund zu stellen, anstatt ihre Meinung und Eindrücke von der Veranstaltung zu teilen. Natürlich können Sie ein oder zwei allgemeine Erinnerungen verschicken, in denen Sie mitteilen, dass Ihre Session gleich beginnt. Aber Anbieter, die alle fünf Minuten darauf drängen, bei ihrem Stand vorbeizuschauen, bringen keinen Mehrwert für den Stream. Letztendlich verärgern und verprellen sie nur das Publikum.

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