Und es wurde Licht (in der IT)

Feature | 5. Oktober 2005 von admin 0

Eine Wachstumsrate von über zehn Prozent beschert den Herstellern und Verkäufern im Lasermarkt heute erhebliche Umsatzsteigerungen. Konzentriert sich ein Unternehmen zudem noch auf eine gewinnträchtige Nische, sind dem Erfolg kaum Grenzen gesetzt. So geschehen bei LASOS Lasertechnik aus Jena: Im Jahr 1996 aus der Carl-Zeiss-Gruppe entstanden, hat sich die heute etwa 50 Mitarbeiter starke Firma auf die Herstellung von Laserlichtquellen für die Laserscanning-Mikroskopie und für Photo-Printing-Anwendungen spezialisiert. Eingesetzt werden die Laser auch in der Bioanalytik, der medizinischen Bildverarbeitung oder der Reprografie. Um seine Spitzenpositionen auch weiterhin halten und ausbauen zu können, entschied sich das Unternehmen, eine auf mittelständische Anforderungen zugeschnittene IT-Lösung einzusetzen.

Immer einen Schritt voraus

Intensives Fortschrittsdenken und entwicklungsgetriebenes Handeln bestimmen den Geschäftsalltag bei LASOS. Andreas Kamprad, kaufmännischer Leiter: „Unser Unternehmen ist so schlank aufgestellt, dass die neue Softwarelösung im laufenden Betrieb und mit minimalem Belastungsaufwand für die Mitarbeiter implementiert werden musste.“ Neue Geschäftsfelder wie beispielsweise die Festkörper-Laser müssen aufgrund der hohen Innovationsdichte am Markt ständig optimiert und forciert werden. Planungsperioden von bis zu 18 Monaten sind in der entwicklungsintensiven Branche deshalb keine Seltenheit. So ist es erforderlich, Bestände und Bedarfe über diesen langen Zeitraum stets im Blick zu haben. Voraussetzung dafür ist eine IT-Lösung, die eine durchgängige Prozesskette ermöglicht.
Die zuvor eingesetzten Insellösungen bildeten den aktuellen und erwarteten Materialverbrauch nur unvollständig ab. „Uns war wichtig, eine Software einzusetzen, die einerseits standardisiert ist, die zum anderen aber auch an unsere individuelle Unternehmenssituation und an die speziellen Anforderungen angepasst wird“, erläutert Andreas Kamprad dazu. Für dieses ehrgeizige Vorhaben war in der Technologiehochburg Jena rasch ein kompetenter, branchenorientierter Partner gefunden, noch dazu in unmittelbarer Nachbarschaft: der SAP Business Partner PlanOrg Informatik.

Innovative Projekteinführungsmethode überzeugte

In nur vier Monaten führten die Spezialisten von PlanOrg die mySAP-All-in-One-Lösung All for Machine bei LASOS ein. Ausschlaggebend für den Erfolg war dabei insbesondere die Implementierungsmethode Lean Prototyping, die es ermöglichte, die individuelle Anpassung der Lösung im Hause der PlanOrg vorzunehmen. So wurde die zeitliche Mehrbelastung der Hauptanwender während der Einführungsphase auf ein Minimum reduziert. Hier sparte LASOS Zeit und Kosten.
Innerhalb von All for Machine setzt der Laserspezialist auf die Funktionalitäten für Finanzen und für ERP mit Qualitätsmanagement. Sämtliche innerbetrieblichen Abläufe, vom Einkauf und der Wareneingangskontrolle bis hin zur Finanzbuchhaltung, sind nun durchgängig im System abgebildet. Alle Mitarbeiter greifen auf die gleichen Informationen zu. Davon profitiert natürlich auch die Fertigung, ein ganz wesentliches Element des Unternehmenserfolgs von LASOS.
„Endlich sind sämtliche Fertigungsprozesse sichtbar und einheitlich im System abgebildet. Relevantes Know-how ist so für alle Mitarbeiter verfügbar. Mit Hilfe der neuen IT-Lösung können wir ohne zusätzliche Investitionen oder Mitarbeiterkapazitäten im administrativen Bereich etwa 20 Prozent mehr Aufträge bewältigen“, freut sich Andreas Kamprad.

Gut geplant ist halb verkauft

Neben der Fertigung und der Logistik profitiert natürlich auch die Planung von der neuen Unternehmenslösung. Vor allem die Mitarbeiter im Einkauf nutzen die durchgängig IT-gestützten Planungsprozesse. Denn das europaweit einzigartige Produktportfolio von LASOS erfordert ganz spezifische Materialien. Für die durchgehende Versorgung durch Lieferanten aus aller Welt vertraut LASOS deshalb auf die Bestellanforderungsfunktionalität innerhalb von All for Machine. Mindestbestände und Lieferzeiten sind so immer sichtbar und können kalkuliert werden, gleichzeitig ist die Liquidität sichergestellt. Überkapazitäten gehören dadurch endgültig der Vergangenheit an. Zudem ist die zuverlässige Belieferung der eigenen Kundschaft gewährleistet.
Auch für die Zukunft wird schon zielstrebig geplant. So zeichnet sich zum Beispiel der wachsende Bereich der Festkörper-Laser im Vergleich zu den Gaslasern durch eine geringere Fertigungstiefe aus, und es ist abzusehen, dass die beiden Segmente künftig voneinander getrennt werden. Andreas Kamprad ist sicher: „Mit All for Machine haben wir eine Lösung im Einsatz, die uns die notwendige Flexibilität für alle Aufträge und Aufgaben garantiert – vor allem im internationalen Umfeld. Wir rechnen damit, dass sich sämtliche Kosten innerhalb von drei Jahren amortisiert haben. In Zahlen bedeutet dies für uns eine Einsparung von etwa 60.000 Euro.“

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