Variantengenerator hat alle Varianten im Griff

Feature | 10. Dezember 2003 von admin 0

In der mittelständischen Textilindustrie, etwa bei Bekleidungsfirmen sowie Leder- und Schuhwaren-Unternehmen, gibt es eine Vielzahl von Produkten in unterschiedlichen Größen und Farben. „Der Textilhandel steht vor dem Problem, für die vielen möglichen und verschiedenen Varianten, Kombinationen und Ausprägungen eine eindeutige Artikelnummer zu erstellen“, erklärt Ulrich Heep, Vorstandssprecher beim SAP Business Partner STRATON IT-Consulting. „Firmen aus dem Textilbereich“ konkretisiert Heep weiter, „müssen von ihren Produkten eine Matrix von Farben und Größen darstellen können und zudem jederzeit wissen, wie hoch die Lagerbestände sind.“
Hersteller und Händler von Textilien, welche die Standardausführung von SAP Business One einsetzen, konnten dem Limburger IT-Unternehmen zufolge bisher nur eine Ausprägung eines Artikels darstellen. „Aufgrund der spezifischen Kenntnisse, die unser Unternehmen unter anderem im Textilbereich hat, konnten wir mit dem Variantengenerator für Textilunternehmen ein Zusatzmodul zu SAP Business One entwickeln, welches genau dort ansetzt, wo bei den Unternehmen der Schuh drückt“, verdeutlicht Ulrich Heep.

Ein „Master“ für alle Artikel

Die spezifischen Anforderungen der Textilindustrie können jetzt über die von der STRATON IT-Consulting entwickelte Zusatzlösung abgedeckt werden. Vorstandssprecher Heep erläutert die Problematik der Artikelverwaltung im Textilhandel an einem Beispiel. „Ein T-Shirt gibt es in fünf verschiedenen Größen und jeweils fünf verschiedenen Farben, dann eventuell noch in einer Variante mit V-Ausschnitt zum Beispiel.“ Dadurch multiplizieren sich die möglichen Varianten, und die Anzahl von Artikeln, die im Warenwirtschaftssystem hinterlegt werden müssen, wird unüberschaubar groß. Setzt ein Betrieb dagegen den Variantengenerator ein, wird bereits zum Zeitpunkt der Auftragserfassung im Menü „Artikelverwaltung“ von SAP Business One ein so genannter „Master“-Artikel generiert, der von dem betreffenden Artikel wie beispielsweise einem T-Shirt die entsprechende „Größe“ und „Farbe“ zusammenstellt. Damit bleibt der Artikelstamm in jedem Fall überschaubar. Zudem können Unternehmen jederzeit im System den Lagerbestand je Ausprägung (Größe und Farbe) abrufen. „So gelingt es den Firmen, die gesamte Verwaltung über den Master-Artikel, der in der Artikelverwaltung als solcher bereits klassifiziert wurde, zu steuern“, erklärt Heep.
Die Vorteile für den Anwender liegen, dem Vorstandssprecher der STRATON IT-Consulting zufolge, auf der Hand. Er wählt einen Artikel auf Belegebene aus, der als Master-Artikel erkannt wird. Die Erfassungsmatrix für die Eingabe der Artikelmengen öffnet sich automatisch, und die für den Master-Artikel verfügbaren Größen und Farben werden aus den gewählten Templates der Artikelverwaltung gezogen. Die Artikelmengen werden anschließend automatisch aus der Erfassungsmatrix in Belegpositionen umgewandelt. So können Anwender jederzeit Informationen über Bestand und Disposition pro Master-Artikel und Lager abrufen.

Artikel überschaubar halten

Der Limburger SAP Business Partner hat aber nicht nur eine Lösung für die Textilindustrie herausgebracht. Mit dem technischen Variantengenerator adressiert das Unternehmen die Fertigungsindustrie mit variantenbezogener Produktion, Handelsfirmen mit Artikelvarianten nach Größe und Farbe sowie den Maschinen- und Anlagenbau. Über so genannte „variante Artikel“ werden dabei unter einer Sachnummer alle Ausprägungen eines Artikels erfasst. Aus dieser Variante kann bei Bedarf ein neuer Artikel in aktueller Konfiguration entstehen. „Damit bleibt die Zahl der in SAP Business One hinterlegten Artikel in jedem Fall überschaubar“, stellt Heep fest. Doch auch an die Administratoren wurde gedacht. In der Maske Artikelverwaltung steht ein neues Kriterium (Master-Artikel) zur Verfügung, mit dem unter anderem beliebige Farben- und Größen-Templates erstellt sowie pro Artikel spezifische EAN (Europäische Artikelnummern) zugeordnet werden können.
Der Limburger SAP Business Partner entwickelte aber nicht nur die Module „technischer Variantengenerator“ und den Variantengenerator für Textilunternehmen, sondern konnte mittels des von SAP bereitgestellten Software Development Kits (SDK) für SAP Business One auch deren volle Integration in SAP Business One sicherstellen. Sie sind damit voll releasefähig sowie im „Look and Feel“ der Standardausführung von SAP Business One gehalten. „Für den Benutzer hat dies den Vorteil, dass er immer mit den aus dem SAP-System vertrauten Bildschirmmasken arbeiten kann“, erklärt Heep. Außerdem seien beide Add-Ons im Verhältnis zum gebotenen Leistungsumfang äußerst kostengünstig. Der Variantengenerator für Textilunternehmen kostet laut STRATON pro User 350 Euro, den technischen Variantengenerator gibt es für 470 Euro.
„Die Zusatzmodule eignen sich also besonders für kleine Mittelständler mit wenig finanziellem Spielraum“, veranschaulicht Vorstandssprecher Ulrich Heep, und hebt abschließend hervor, dass STRATON eben auch bei der Preisgestaltung an seine Zielgruppe gedacht hat, denn „unsere Lösungen sitzen finanziell passgenau.“ Und nicht nur dies: Künftig will der SAP Business Partner den Variantengenerator für Textilunternehmen um die Option erweitern, von Messen und anderen Veranstaltungen per Notebook ein Orderblatt, als Auftragsbeleg für den Kunden, zu erstellen, das gleichzeitig in SAP Business One eingespielt werden kann.

Weitere Informationen:

www.straton-itc.de

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

Leave a Reply