“Verwaltungskosten um bis zu 90 Prozent senken”

Feature | 16. Januar 2006 von admin 0

Rolf J. Heiler

Rolf J. Heiler

Seit 1995 arbeiten SAP und Heiler eng im Bereich der Softwareentwicklung und -beratung zusammen. Welche Meilensteine sind zu nennen?

Heiler: Die erfolgreichen gemeinsamen Kundenprojekte spiegeln sich in den zahlreichen Partnerschaften wider, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. So erhielten wir die Auszeichnung als SAP Service Partner, SAP Special Expertise Partner und SRM Special Expertise Partner der SAP. Außerdem ist Heiler Mitglied im SAP Complementary Software Program.

Gibt es inhaltliche Schwerpunkte?

Heiler: Wir haben uns auf das Management der Lieferantenbeziehungen spezialisiert und seit Jahren SRM-Projekte bei namhaften Kunden wie Talke, INA, Otto Fuchs und Mann + Hummel umgesetzt. Dabei haben wir bewiesen, dass wir E-Procurement- und SRM-Projekte im SAP-Umfeld verlässlich und im vereinbarten Budget- und Zeitrahmen verwirklichen können. Darüber hinaus bedienen wir das gesamte SAP-Spektrum einschließlich SAP-R/3-Einführungen und angrenzende Module.

Wie haben sich die Anforderungen an die elektronische Beschaffung entwickelt?

Heiler: Als sich das Thema E-Procurement mit dem Internet auszubreiten begann, hat Heiler zunächst mit C-Teilen begonnen. Die elektronische Katalogsuchmaschine war eine unserer ersten und wichtigsten Anwendungen, die wir entwickelten. Diese Anwendung ist auch heute noch wichtig, allerdings geht es immer häufiger um Kataloginhalte und Stammdaten.

Wie haben Sie darauf reagiert?

Heiler: Wir haben ein Stammdatenmanagement-System entwickelt und es mit dem Katalogsuchsystem kombiniert. Damit sind wir heute Marktführer. Da die Kataloge aber nicht nur von den Einkäufern, sondern vermehrt auch von Konstrukteuren und Produktionern genutzt werden, bedarf es immer differenzierterer Inhaltsangaben.

Was heißt das genau?

Heiler: Wir füllen unsere Kataloge mit neuen Inhalten und stellen mit dem Heiler PPM Premium Product Manager ein neues Produkt zur Verfügung, mit dem Kunden und Lieferanten ihre Produktdaten sehr stark erweitern können.

Können Sie Beispiele nennen?

Heiler: Es geht um die Schnittstellen, es geht um so genannte Media Assets, also darum, Bilder und Dokumente zu integrieren, und es geht um mehr Sprachen und andere länderspezifische Eigenschaften.

Nun gibt es ja auch Wettbewerber, die große Katalogwelten erschließen. Sind Ihre Angebote damit kompatibel?

Heiler: Ja natürlich, sonst könnten wir ja gar nicht wettbewerbsfähig sein. Wir erfüllen BMEcat- und eCl@ss-Standards und sind, da wir derzeit auch stark in Amerika wachsen, mit US-Standards wie UNSPSC bestens vertraut. Die Software muss jedoch mehr können, als diese Standards zu erfüllen – entscheidend sind die Formatabweichungen, mit denen die Kunden ihre Angebote ausprägen. Unsere Anwendungen ermöglichen es, die Formate den Anforderungen der Nutzer anzupassen.

In welchen Branchen sehen Sie Ihre Schwerpunkte?

Heiler: Im Einkauf bedienen wir die Branchen Automotive, Versorger, Finanzdienstleister und Maschinenbau. In der Regel sind dies Unternehmen, die mehr als 500 Millionen Euro Umsatz machen. Auf der Verkaufsseite haben wir die Händler von technischen Produkten, zum Beispiel Werkzeughersteller und Werkzeughandel, aber auch Medizintechnik sowie alles, was mit Befestigungs- und Verbindungstechnik zu tun hat.

Kommt die elektronische Katalogwelt von den Großunternehmen zu den Mittelständlern, also Top-down?

Heiler: Ganz sicher. Wir beobachten diesen Trend momentan sehr stark. Schon Unternehmen mit einem Jahresumsatz ab 80 Millionen Euro können von unseren Lösungen sehr stark profitieren.

Welche Vorteile haben Unternehmen vom Einsatz Ihrer Lösungen?

Heiler: Prinzipiell werden alle Projekte unter dem Aspekt der Einsparung von Mitteln geplant, durchgeführt und kontrolliert. Sie müssen sich vorstellen, wenn die Administrationskosten großer Firmen um bis zu 90 Prozent gesenkt werden können, was dann in Summe herauskommt. Bei Unternehmen wie DaimlerChrysler bewegt sich das in zweistelliger Millionenhöhe.

Was können Unternehmen mit mySAP SRM und Ihren Kataloglösungen erreichen?

Heiler: Unsere Lösungen sind SAP-zertifiziert, bedienen die Open Catalog Interface-Schnittstelle (OCI) von SAP und lassen sich somit in das SAP Business Information Warehouse (BW) und verschiedene E-Procurement-Systeme der SAP vollständig integrieren.

Damit stellen wir die Unternehmen in durchschnittlich 100 Tagen auf derartige Systeme um. Dann verfügt der Kunde über solide Standardprozesse im E-Procurement. Mit Investitionen im Bereich von rund 300.000 Euro für Beratung, Implementierung und Lizenzen kann also schon viel erreicht werden.

Herr Heiler, vielen Dank für das Gespräch!

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