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Diversity bei SAP

Feature | 12. Juni 2015 von Peg Kates 0

Im April 2015 ist SAP der Human Rights Campaign (HRC) Business Coalition for Workplace Fairness beigetreten. In dieser Initiative haben sich Unternehmen zusammengeschlossen, die den Employment Non-Discrimination Act (ENDA) in den Vereinigten Staaten unterstützen. Der Gesetzesentwurf soll es Arbeitgebern in den USA verbieten, Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität zu diskriminieren. Im Einzelnen bedeutet dies, dass Menschen nicht gekündigt, als Bewerber abgelehnt oder anderweitig benachteiligt werden dürfen, weil sie lesbisch, schwul, bisexuell oder transgender sind.

Der Beitritt gliedert sich in eine Reihe von Maßnahmen, mit denen SAP die Vielfalt unter ihren Mitarbeitern fördern will. Zu den wohl bekanntesten gehört das Mitarbeiternetzwerk Pride@SAP, das sich für die LGTB-Community (LGTB – EN für: lesbian, gay, transgender, bisexual) im Unternehmen engagiert und auch in einzelnen Regionen stark vertreten ist.

Anka Wittenberg, SAP Chief Diversity and Inclusion Officer, und Moya Watson, Co-Lead des regionalen Teilprojekts „Pride@SAP North America“, sprechen über die Bedeutung von Vielfalt im Unternehmen und das Engagement der SAP in diesem Feld.

Anka Wittenberg, Chief Diversity and Inclusion Officer bei SAP

Warum ist SAP der HRC Business Coalition for Workplace Fairness beigetreten?

Anka Wittenberg: Für SAP ist es wichtig, allen Mitarbeitern – unabhängig von Geschlechtsidentität, ethnischer Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung – ein inklusives Arbeitsumfeld zu bieten. Mitarbeiter sollen ganz sie selbst sein können, einfach authentisch. Mit der Unterzeichnung des HRC-Dokuments senden wir ein klares Signal, dass wir die Rechte aller Menschen respektieren und unterstützen.

Welches Ziel verfolgt SAP damit?

Moya Watson, Co-Lead von Pride@SAP North America

Moya Watson: In den USA gibt es immer noch viele Bundesstaaten, in denen es legal ist, Menschen allein aufgrund ihrer sexuellen Orientierung zu diskriminieren. 29 Bundesstaaten lassen es zu, dass man entlassen werden kann, nur weil man homosexuell ist. In 34 Bundesstaaten ist es legal, Transgender-Mitarbeiter zu diskriminieren. Mit ihrem Beitritt zur Business Coalition for Workplace Fairness gibt SAP lesbischen, schwulen, bisexuellen und Transgender-Mitarbeitern und ihren Familien mehr Sicherheit, dass ihre Rechte respektiert werden.

Welche anderen Ziele wurden erreicht?

Moya Watson: SAP hat 2015 zum dritten Mal ein hervorragendes Ergebnis beim Corporate Equality Index der HRC erreicht, davon zum zweiten Mal in Folge. Auch 2016 wollen wir den Wert von 100 Prozent wieder erreichen.

Mit Unterstützung von SAP Silicon Valley wird die SAP am 28. Juni zum ersten Mal bei der San Francisco Pride Parade mitmachen. Alle fünf Campus von SAP Silicon Valley werden an dieser Großveranstaltung teilnehmen. Sie findet einen Tag nach der Christopher Street Day Parade in Berlin statt, bei der SAP auch zum ersten Mal mitmarschiert. Damit sind wir international bei Paraden präsent und marschieren getreu unserem Hashtag: #RunProuder.

Pride@SAP North America freut sich auch sehr, dass wir Jenny Dearborn, Chief Learning Officer bei SAP, als Executive Sponsor gewinnen konnten. Sie wird mit uns an der Pride Parade in San Francisco teilnehmen und sowohl SAP-intern als auch extern unsere Sache vertreten.

Anka Wittenberg: SAP hat in den vergangenen Monaten verschiedene Meilensteine erreicht. Neben dem HRC-Dokument haben wir kürzlich auch das Women’s Empowerment Principles CEO Statement des United Nations Global Compact unterzeichnet, das sich für die Gleichstellung der Geschlechter ausspricht (Anm. d. Redaktion: Die Women’s Empowerment Principles sind Grundsätze zur Führung eines Unternehmens, um Frauen am Arbeitsplatz, auf dem Arbeitsmarkt und in der Gemeinschaft zu stärken. Sie sind das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der United Nations Entity for Gender Equality and the Empowerment of Women (UN Women) und dem United Nations Global Compact). Außerdem haben wir vor der SAPPHIRE NOW unseren ersten Women’s Leadership Summit veranstaltet. Wir waren von den positiven Reaktionen unserer Kunden und unserer Führungsriege überwältigt. Ebenso beeindruckt hat uns die tolle Unterstützung des SAP Business Women’s Network, in dem weltweit über 8.000 Mitglieder in mehr als 30 Verbänden organisiert sind.

Bei der SAPPHIRE NOW wurde darüber hinaus eine Vereinbarung zwischen SAP und einigen schwarzen Kollegen unterzeichnet. Durch verschiedene Meetings zwischen dem SAP Black Employee Network (BEN), SAP University Alliances und der Delaware State University haben wir erfolgreich eine strategische Initiative zur Unterstützung von Hochschulen ins Leben gerufen, an denen traditionell viele Schwarze studieren. Damit wollen wir Studierende bei ihren Abschlüssen und ihrem Berufsweg unterstützen und gleichzeitig Studierende ausfindig machen, die unterrepräsentiert sind.

Wie sieht die Zukunft aus?

Anka Wittenberg: Wir wollen künftig die vielen anderen Mitarbeiternetzwerke bei SAP stärker ins Rampenlicht rücken, die sich aktiv für Vielfalt einsetzen – beispielsweise das Black Employee Network, Latinos@SAP, Cultures@SAP und viele andere. Es wird schon so viel Großartiges geleistet, aber dennoch bleibt noch viel zu tun, um die Rechte und Bedürfnisse aller Mitarbeiter voranzubringen und sicherzustellen, dass sie gehört werden. Wir alle sind dafür verantwortlich dazu beizutragen, dass sich jeder Einzelne integriert, sicher und wertgeschätzt fühlt.

Nähere Informationen zur Beteiligung des SAP-Mitarbeiternetzwerks Pride@SAP and den weltweiten Paraden zum Christopher Street Day

pride_banner

SAP-Mitarbeiternetzwerk Pride@SAP

Das globale SAP-Mitarbeiternetzwerk Pride@SAP wird sowohl in Berlin (27. Juni) als auch in San Francisco (28. Juni) in den Paraden mitmarschieren, in Berlin sogar mit einem eigenen Wagen. In Deutschland haben sich bisher rund 50 Teilnehmer angemeldet, darunter auch Freunde und Familien der SAP-Mitarbeiter; in San Francisco gehen knapp 200 Menschen an den Start. Ganz im Sinne des SAP-Leitsatzes Run Simple marschieren die SAP-Mitarbeiter weltweit unter dem Hashtag: #RunProuder

Weitere Informationen:

Titelfoto: Urte Thoelke, SAP (Gewinnerin des SAP-Diversity-Fotowettbewerbs)

 

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