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Warum Change Management so wichtig ist

16. November 2015 von Andreas Schmitz 0

#SAPLIVEBLOG Probleme entschärfen, bevor sie auftreten: Das ist die Idee hinter dem Change Management. Wie Ottakringer vorgeht.

Schon lange vor dem Go Live erkennen, wo Veränderungen in den Prozessen anstehen und welche Maßnahmen man ergreifen muss: Darin liegt nach Georg Reich der Schlüssel zum Erfolg eines Projektes. „Change Management dient dazu, Probleme schon zu entschärfen, bevor sie auftreten“, sagt der Ottakringer-CIO. Wohl wissend, dass es sich bei der Ottakringer Brauerei um ein traditionsreiches und familiengeführtes Unternehmen handelt entschied sich Reich in Hinsicht auf das Change Management für eine klare Struktur und Aufgabenverteilung, die vergleichsweise wenig dem Zufall überlässt.

Die Vöslauer Mineralwasser AG, die ihr neues ERP bereits seit Oktober 2014 im Einsatz hat, hatte das Change Management bei ihrer SAP-Einführung hingegen weitgehend selbst in die Hand genommen. Auch wenn es bei Vöslauer durch das neue System kurzfristig zu Einbußen bei der Produktivität gekommen ist, ist Reich dennoch überzeugt, durch SAP bisher keinen Cent verloren zu haben. Im Gegenteil: „Es kommt zu Verschiebungen. Zu Beginn sind Produktivitätsengpässe nicht ungewöhnlich. Das holen wir durch spätere Mehrleistung wieder raus“.

Eigene Mitarbeiter in den SAP-Schulungen einsetzen

So wichtig die Lessons Learned bei der Vöslauer Mineralwasser AG gewesen sind: Die Ottakringer Brauerei AG ist wieder ein ganz anderes Unternehmen, mit anderen Menschen, mit einer anderen Kultur. Für CIO Reich ist schon heute klar, dass die Change Management Initiative bei Ottakringer einen hohen Stellenwert einnehmen wird. „In den Schulungen setzen wir bevorzugt auf eigene Leute, einfach weil sie den täglichen Betrieb und das Umfeld am besten kennen“, sagt Reich, dem bei dem Traditionsbrauer aus dem 16. Gemeindebezirk Wiens besonders wichtig ist, dass der Trainer die Sprache der Kollegen spricht.

Arbeitspaketleiter und Change Manager erfassen Veränderungen

Zudem sind die so genannten Arbeitspaketleiter, die aktuell stark mit der Implementierung beschäftigt sind, schon heute darauf sensibilisiert, festzustellen, wo sie „organische Veränderungen“ erwarten: Wo ändert sich die Aufbauorganisation? Fallen Verantwortungen weg, kommen welche hinzu? Wo nimmt die Arbeitsbelastung zu, wo ab? Vier „Change Manager“ sind jetzt schon unterwegs, um die Erwartungen der Mitarbeiter in den Teams aufzunehmen, mit den Mitarbeitern zu sprechen und durch schnelle Anpassungen potenzielle Ärgernisse erst gar nicht aufkommen zu lassen.

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