CeBIT-Rundgang II: Highlights 2010

Feature | 3. März 2010 von Frank Völkel 0

Wasserkühlung für Serverschränke im Rechenzentrum. (Foto: Frank Völkel)

Wasserkühlung für Serverschränke im Rechenzentrum. (Foto: Frank Völkel)

Es ist vor allem der hohe Besucherstrom an den ersten beiden Messetagen in den Hallen 2 bis 5, der den Stellenwert der CeBIT bestätigt: Zumindest beim Thema Business ist die CeBIT in Hannover nach wie vor die Nummer eins. Vor allem wenn es darum geht, die IT-Branche global im Auge zu behalten und die wichtigsten Entwicklungen auszumachen. Gegenüber dem Vorjahr gibt es beispielsweise viel mehr Firmen, die sich dem Thema Smartphone und im speziellem Fall dem populären iPhone widmen. Im Fokus stehen dabei Applikationen (Apps), die auf Datensätze des Firmennetzwerks zugreifen und mobil grafische Auswertungen auf Knopfdruck liefern. Für die Betreiber von Rechenzentren ergeben sich Chancen mit Cloud Computing und neue Anforderungen an die Energieeffizienz einer gesamten Anlage.

Durch die zunehmende Komplexität der Prozesse in Unternehmen reicht die Modellierung in Software nicht mehr aus: Plastische Funktionsmodelle ähnlich wie eine Modelleisenbahn schaffen mehr Durchblick und decken Schwächen auf, die schematisch so in Software nicht zu erkennen wären. Die Themen im Überblick:

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Wasser im Rechenzentrum

Massiver Wärmetauscher mit Wasserkühlung

Massiver Wärmetauscher mit Wasserkühlung

Wasser als Kühlmedium und mit elektrischem Strom beaufschlagte Elektronikkomponenten passen normalerweise überhaupt nicht zusammen. So gibt es in Rechenzentren vielerorts noch die Auffassung, dass voll bestückte Serverschränke ausschließlich mit dem Medium Luft zu kühlen sind. Somit besteht nicht die Gefahr, dass elektrisch leitendes Wasser mit den Komponenten in Berührung kommt. Die Firma Rittal verfolgt den Ansatz, eine Wasserkühlung (mit vorgeschaltetem Kompressor) möglichst nahe an die Komponenten heranzuführen, ohne das dabei die Gefahr eines Wasseraustritts besteht. In der letzten Stufe wird Luft über die Wasser-durchströmten Wärmetauscher geleitet und zur Kühlung der Racks verwendet.

Schließlich ist Kühlung ein ernstes Problem in vielen Rechenzentren. Meist ist der Platz so knapp knapp, dass Blade-Server und dicht bestückte ältere Server auf engstem Raum stehen. Ihre enorme Verlustwärme lässt die Temperaturen im Raum und in den Schränken steigen. Die Folgen sind absehbar: Erhöhtes Ausfallrisiko, steigende Stromkosten und häufig eine überlastete Kühltechnik.

Steigende Energiekosten werden in den kommenden Jahren den Betrieb von Rechenzentren erheblich verteuern. Eindämmen lässt sich diese Entwicklung nur, wenn alle Bereiche im Rechenzentrum – Applikationen, IT-Hardware und -Infrastruktur – perfekt aufeinander abgestimmt sind. Im Rechenzentrum der Zukunft kommt es darauf an, ein ausgewogenes Gesamtsystem zu kreiren. Nur wenn Software, Hardware und die physikalische IT-Infrastruktur miteinander vernetzt sind, lassen sich kosteneffiziente Abläufe bereitstellen. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist die Messung aller Konsumwerte im Rechenzentrum. Neben der Erfassung des Gesamtstroms werden auch die Leistungen von Abgängen wie beispielsweise die Stromaufnahme der Kühlsysteme und Steuerschränke ermittelt.

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Lüftungsanlage zur Kühlung mit Außenluft im Rechenzentrum

Lüftungsanlage zur Kühlung mit Außenluft im Rechenzentrum

 

Plastische Simulation von Geschäftsprozessen

SAP-Prozess-Simulation mit Lego-Bausteinen (Foto: Frank Völkel)

SAP-Prozess-Simulation mit Lego-Bausteinen (Foto: Frank Völkel)

Abläufe und Aktivitäten in Unternehmen werden immer komplexer. Eine durchgängige Modellierung, Analyse und Simulation sämtlicher wird notwendig. Dazu sind quasi hautnah erlebbare Simulationen wie auf einer Modelleisenbahn zum Verstehen und Begreifen wichtig. Nur so lassen sich Schwachstellen und „Medienbrüche“ aufdecken. Die Lösung: Das Prozessmodell in der Software wird mittels geeigneter Hardware – beispielsweise mittels Lego-Bausteinen und Motorik nachgebaut. Dabei geht es um den Nachbau des Prozesses in einem maßstabsgetreuen Modell der realen Welt.

Gezeigt wurde auch ein Projekt der Westsächsischen Hochschule Zwickau am SAP-Stand. Ähnliches war auch beim KIT (Karlsruher Institut für Technologie) zu sehen, die ebenfalls einen Aufbau zur Simulation eines Geschäftsprozesses im Baukasten-Prinzip zeigten.

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Der gleiche Prozess in der SAP-Software.

Der gleiche Prozess in der SAP-Software.

iPhone-Visu für SAP Business One

iPhone-Visu für SAP Business One - kommt im Sommer 2010 (Foto: Frank Völkel)

iPhone-Visu für SAP Business One - kommt im Sommer 2010 (Foto: Frank Völkel)

Business-Anwendungen für iPhone erhalten auf der Messe eine neue Plattform: Mehr als 25 Aussteller aus dem Apple-Marktumfeld präsentieren sich im OS X Business Park. Unternehmen wie ELO Digital Office, Fujitsu, Microsoft, Parallels und SAP zeigen im OS X Business Park, was  auf dem iPhone alles möglich ist. Zu den Neuigkeiten, die auf dem Gemeinschaftsstand zu sehen sind, gehören beispielsweise die Mailserver-Software Kerio Connect 7 von Brainworks oder die Coresuite mobile von Coresystems, mit der das iPhone an die SAP-Mittelstandsapplikation Business One angebunden wird.

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Gut besucht: Der Business-OS-X-Bereich in Halle 2.

Gut besucht: Der Business-OS-X-Bereich in Halle 2.

3D-Internet im Browser

HTML erweitert zur Integration von 3D-Objekten im Browser.

HTML erweitert zur Integration von 3D-Objekten im Browser.

Mittels XML3D haben DFKI und das Intel Visual Computing Institute an der Universität des Saarlandes eine Technologie entwickelt, die klassische HTML-Webseiten um 3D-Funktionen erweitert. Im Gegensatz zu proprietären 3D-Darstellungen wie beispielsweise VRML, die sich nicht durchgesetzt haben, wird der HTML-Standard nur um 3D-Features erweitert. Laut DFKI sollen 3D-Grafiken direkt in beliebige Webseiten sich einbetten lassen, so wie man es von Bildern und Videos kennt. So sollen sich bestehende HTML-basierende Internet-Seiten um 3D-Funktionen erweitern lassen.

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