Webservices im Handumdrehen

Feature | 7. März 2007 von admin 0

Der Einsatz von Web-Services ermöglicht es, bestehende Prozessabläufe flexibel zu erweitern und systemübergreifende Geschäftsszenarien zu realisieren. Das CRM Web service creation tool, Teil von SAP CRM 2006s, erlaubt es SAP-Kunden und -Partnern eigene Web-Services und damit neue Geschäftsprozesse einfach und schnell zu modellieren und zu handhaben.

Accenture

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Mit dem neuen Werkzeug können Anwender Web-Services in wenigen Schritten, ohne Programmieraufwand erstellen und auf einfachste Art definieren, wie Daten aus der SAP-CRM-Lösung abgerufen und neue Informationen zurückgeliefert werden. Als langjähriger SAP-Partner hat Accenture das neue Werkzeug im Pilotprojekt auf Herz und Nieren geprüft.
Piero Nonino ist bei der Unternehmensberatung weltweit für SAP CRM verantwortlich: „Wir haben die Funktionen des CRM Web service creation tool in enger Zusammenarbeit mit SAP auf Ihre Tauglichkeit getestet, die Handhabung des Produkts bewertet und untersucht, wie Unternehmen den größtmöglichen Nutzen aus seiner Verwendung ziehen können. Ganz nebenbei brachten wir mit dem Projekt unser Know-how über SAP-CRM-Lösungen auf den neuesten Stand.“

Funktionstest

Um das CRM Web service creation tool möglichst praxisnah zu testen, nahm Accenture die Perspektive eines SAP-Kunden ein. Das Beratungshaus modelierte Webservices für eine Reihe neuartiger CRM-Szenarien und nutzte dabei auch die SAP Interactive Forms von Adobe , um Geschäftsprozesse systemübergreifend zu automatisieren.
Eines der Szenarien spielt im Service-Umfeld eines internationalen Fertigungsunternehmens. Über ein interaktives Formular meldet ein Kunde ein Problem mit einem Produkt. Das Formular geht an die Serviceabteilung des Unternehmens, wird dort um fallspezifische Daten ergänzt und zur Bearbeitung der Reklamation an einen externen Dienstleister weitergeleitet. Dieser trägt weitere Angaben ein, beispielsweise den Material- und Zeitaufwand für die Reparatur, und schickt das Formular dann an den Hersteller zurück. Die für den Datenaustausch zwischen dem Adobe-Formular und SAP CRM benötigeten Web-Services wurden von Accenture mit dem neuen Werkzeug erstellt. .
Das Resultat: Die Web-Services beschleunigen in diesem Szenario die Problemlösung, indem sie die Kundendaten zum Anlegen des Servicetickets aus dem Formular extrahieren, die Supportdaten aus dem Ticket in die Formularversion der Servicetechniker exportieren und als Rückmeldung die Daten aus dem Formular in SAP CRM übertragen, wenn das Problem gelöst ist.
Mit dem CRM Web service creation tool sparte Accenture erheblichen Programmieraufwand und erstellte im Handumdrehen die benötigten Web-Service-Schnittstellen.

Nonino attestiert dem Werkzeug gute Eigenschaften: „Unternehmen können damit Services in vielen firmenspezifischen Szenarien modellieren. Nachdem der Anwender die leicht nachvollziehbaren Schritte zur Einrichtung eines Webservice getätigt hat, erledigt das CRM Web service creation tool den Rest, indem es den nötigen Quelltext im Hintergrund schreibt. Die komplexen Prozesse laufen also im Verborgenen ab.“
Darüber hinaus besitzt der Anwender die Möglichkeit, die modellierten Web-Services zu speichern, zu kopieren, zu erweitern, mit Vorschlagswerten zu versehen und als „Best Practices“ weiterzugeben.
Das CRM Web service creation tool fügt sich nahtlos in das Enterprise-SOA-Konzept der SAP-Lösungen ein. „Aus unserer Sicht“, so Nonino, „geht das Potenzial des Werkzeugs weit über das von uns entwickelte Geschäftsszenario hinaus. Mit minimalem Aufwand lassen sich CRM-Web-Services einrichten, die zur Optimierung erfolgsentscheidender Geschäftsprozesse wie Kundenwerbung, Verkauf und Marketing beitragen.“

Sanjay Khanna

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