Weniger TCO bei Implementierung und Upgrades von SAP-Lösungen

Feature | 20. April 2004 von admin 0

Heutige IT-Organisationen stehen immer mehr unter Druck: Auf der einen Seite müssen sie Kosten senken und Erträge steigern, auf der anderen Risiken minimieren und neue Anwendungen einführen, um ihre Geschäftsziele zu erreichen. Noch schwieriger wird ihre Aufgabe durch die zunehmende Verbreitung von hochkomplexen und stark Benutzer-orientierten, Web-basierten Anwendungen, die eine zuvor stabile Technologie-Infrastruktur durchaus aus dem Gleichgewicht bringen können.
Integrierte Produktangebote wie Mercury for SAP Solutions zeigen den Kunden, wo sie Kosten einsparen können, indem sie die Qualität der Anwendungen optimieren, Ausfallzeiten vermeiden und die Kosten der bestehenden SAP-Infrastruktur senken. Mehr als 1.400 Kunden nutzen Mercury for SAP Solutions erfolgreich für Implementierung, Upgrade oder Pflege ihrer SAP-Lösungen und haben ihre Total Cost of Ownership (TCO) bereits reduziert. Mercury for SAP Solutions umfasst eine Reihe von integrierten Angeboten, die so genannten Mercury Optimization Centers — Paketlösungen für Business Technology Optimization (BTO). Damit sind Unternehmen in der Lage, ihre IT-Strategie, die Einsatzbereitschaft ihrer Anwendungen, die System-Performance, die Verfügbarkeit der Geschäftsprozesse und Problemlösungen zu verbessern. Diese Optimization Centers gestatten Unternehmen, in ihrer gesamten IT-Organisation integrierte Modelle anzuwenden und kritische IT-Abläufe zu optimieren. Zu den Produkten der Optimization Centers zählen: IT Governance Center, Quality Center, Performance Center, Business Availability Center sowie Resolution Center. Sie sind auch einzeln erhältlich. Es steht einem Unternehmen frei, Produkte von Mercury zur Lösung eines spezifischen Problems einer Abteilung oder zur Optimierung eines bestimmten Projekts oder Prozesses einzusetzen.

Automatisiertes Testmanagement und Qualitätssicherung

Quality Center optimiert die Qualität der Anwendungen, indem es den gesamten Test- und Qualitätssicherungsprozess einschließlich der Funktionstests für den Geschäftsprozess-Workflow verwaltet und automatisiert. Quality Center testet SAP-Anwendungen auf dieselbe Weise, auf die auch die Endanwender mit ihnen umgehen. Der Zeitaufwand für die Tests sinkt um durchschnittlich 60 Prozent. Das Werkzeug QuickTest Professional 6.5, Bestandteil von Quality Center, wurde von SAP für die Integration mit dem SAP Extended Computer Aided Test Tool (SAP eCATT) zertifiziert. Die Integrations- und Anwendungsplattform SAP NetWeaver in Kombination mit QuickTest Professional gestattet den Kunden Qualitätstests in Umgebungen, die über Windows und SAP-Lösungen hinausgehen – einschließlich anspruchsvoller, hoch-integrierter Composite Applications sowie Legacy- und eigenentwickelter Unternehmens-Anwendungen auf mehreren Plattformen.
Zwei Kernprodukte des Quality Center sind die Werkzeuge WinRunner und Quality Management (früher: TestDirector). Durch die automatische Erfassung und Wiedergabe der Benutzerinteraktion identifiziert WinRunner Fehler und stellt sicher, dass die Geschäftsprozesse in SAP-Anwendungen von Beginn an im Produktivbetrieb einwandfrei ablaufen. Um einen Test zu erzeugen, zeichnet WinRunner lediglich einen typischen Geschäftsprozess auf: Hierbei emuliert das Werkzeug Anwenderaktionen wie beispielsweise die Bestellung eines Artikels oder die Eröffnung eines Kreditorenkontos. Als Nächstes haben die Tester die Möglichkeit, Checkpoints anzulegen, die erwartete und tatsächliche Resultate des Testlaufs miteinander vergleichen. Die von WinRunner angebotenen Checkpoints umfassen Test, Benutzeroberfläche, Bitmap und Web-Links. Das Werkzeug kann außerdem Datenbankwerte prüfen, um die Transaktionsgenauigkeit und Datenbankintegrität sicherzustellen. Dabei markiert es Einträge, die aktualisiert, modifiziert, gelöscht oder eingefügt wurden. So lässt sich nicht nur der Zeitaufwand für die Tests durch Automatisierung wiederholter Aufgaben erheblich reduzieren. WinRunner bietet zahlreiche weitere Vorteile. Da das Werkzeug verschiedene Umgebungen unterstützt, versetzt es Organisationen in die Lage, jede Branchenlösung oder Zusammenstellung von Komponenten zu testen.
Das Werkzeug Quality Management baut aus den vier Funktionsbereichen Requirements (Anforderungen), Planning (Testplan), Execution (Testlabor) und Defect Tracking (Identifikation von Fehlern) den Testprozess auf und überwacht ihn, um festzustellen, ob eine SAP-Anwendung bereit für die Implementierung ist. Quality Management setzt die Auswertung eines Geschäftsprozesses rasch in einen Gesamtrahmen von Testprozessen um, der auch manuelle und automatische Funktions- und Regressionstests sowie Lasttest-Szenarios umfasst. Dank seiner offenen Architektur lässt sich Quality Management außerdem nahtlos mit führenden Werkzeugen für den Anwendungs-Lebenszyklus integrieren — vom Konfigurationsmanagement bis zum Helpdesk.
Mit Hilfe von Mercury Quality Management/TestDirector sind Anwender in der Lage, individuelle Status- und Fortschrittsberichte zu erstellen. Das Advanced Reports Add-in bietet den Anwendern die Möglichkeit, Konfiguration und Layout von Berichten individuell anzupassen, uneingeschränkt Daten zu verdichten und zu vergleichen, aber auch projektübergreifende Analysen zu erzeugen. Eine Spezialfunktion verfolgt automatisch Änderungen in den Testprozess-Einheiten, beispielsweise in den Anforderungen oder Tests und teilt sie dem Anwender über eine bestimmte Kennzeichnung oder per E-Mail mit. Ändern sich die Anforderungen, so markiert das Werkzeug den entsprechenden Test und informiert den Tester darüber, dass er möglicherweise Anpassungen vornehmen muss. Über eine grafische Anzeige sind die Kunden in der Lage, die Anforderungen je nach ihrem Status im Test zu analysieren oder sich ähnliche Tests je nach ihrem Status anzusehen.

Lasttests automatisieren

Implementierungstest für SAP-Anwendung

Implementierungstest für SAP-Anwendung

Nachdem sicher gestellt wurde, dass die kritischen Geschäftsprozesse korrekt ablaufen, werden im nächsten Schritt Belastbarkeit, Performance und Skalierbarkeit geprüft. Mit LoadRunner bietet hierfür Performance Center, ein Lasttest-Werkzeug, das Systemverhalten und Systemleistung prognostizieren kann. Performance Center prüft und optimiert die Anwendungs-Performance und Verfügbarkeit durch Automatisierung aller kritischen SAP-Lasttest- und Tuning-Prozesse. Es verhindert, dass mangelhafte Performance zu Umsatzeinbußen führt und erzeugt entsprechende Berichte für das Monitoring der Geschäftsverfügbarkeit. Performance Center stellt sicher, dass Skalierbarkeit und Performance der SAP-Anwendungen den Erwartungen entsprechen und steigert auf diese Weise die Wertschöpfung der bestehenden Infrastruktur. So lässt sich eine Performance-Steigerung von bis zu 400 Prozent erreichen – ohne zusätzliche Hard- oder Software. Von einem zentralen Punkt aus belastet LoadRunner die gesamte Infrastruktur: beispielsweise SAP GUI for Windows, HTML, SAP Enterprise Portal Clients sowie Anwendung, Datenbank und Web-Server. Durch die Emulation Tausender von virtuellen Anwendern misst LoadRunner die Performance von Geschäftstransaktionen und testet verteilte Szenarios.

Maximale Wertschöpfung der SAP-Lösung

Performance von Geschäftstransaktionen

Performance von Geschäftstransaktionen

Vor kurzem unterstützte Mercury einen globalen Gas- und Chemiekonzern bei der erfolgreichen Einführung eines softwaregestützten Business-Umstrukturierungsprogramms auf der Grundlage der mySAP Business Suite. Unter anderem umfasste dieses Programm den Rollout von SAP-R/3-Kernkomponenten an mehr als 5.500 Mitarbeiter während der ersten drei Phasen eines fünfjährigen Programms. Das Unternehmen nutzte Mercury for SAP Solutions – genauer Mercury WinRunner, Mercury Quality Management und Mercury LoadRunnerer – um sicher zu stellen, dass der SAP-Rollout nach Plan verlief. Mit Hilfe von WinRunner und Quality Management (Funktionstests und Testmanagement) identifizierte das Projektteam vor dem Produktivstart mehr als 2.000 Schwachstellen. Damit verringerte es das Risiko für die zu mehr als 30 Prozent auf SAP-Anwendungen basierenden Geschäftsabläufe.
Der Belastungstest mit LoadRunner simulierte 60 Prozent des Volumens der Produktionstransaktionen, prüfte die Rollout-Strategie des Unternehmens und machte damit eine teurere, mehrphasige Einführungsmethode überflüssig. Darüber hinaus nahm das Werkzeug das Ein-Instanz-Konzept des Unternehmens unter die Lupe und bewies, dass keine zweite SAP-Instanz notwendig war. Hierdurch ließen sich geschätzte Kosten in einer Größenordnung von drei bis fünf Millionen US-Dolllar einsparen. Durch den Einsatz von LoadRunner sank außerdem der Bedarf an zusätzlicher Infrastrukturkapazität, gleichzeitig konnte der Wert der Investitionen in Lizenz- und Hardwareinfrastruktur maximiert werden – was ebenfalls erhebliche Kosteneinsparungen brachte. Mit LoadRunner und Quality Management verbesserten sich die Antwortzeiten ohne zusätzliche Hardware. Die Funktionalitäten zur Kapazitätsplanung halfen dem Unternehmen dabei, seinen Hardwarebedarf für eine künftige Erweiterung des Portals zu klären.

Immer komplexere Anforderungen

Immer mehr Unternehmen nutzen auf Web-Services basierende Composite Applications, die auf einem bestehenden, breit angelegten SAP-Fundament aufsetzen. Diese Anwendungen laufen auf einer übergeordneten, strategischeren Ebene — sie unterstützen Geschäftsprozesse über Anwendungen mit heterogenen Fundamenten hinweg. Die Bedeutung von Mercury for SAP Solutions kommt insbesondere bei umfangreichen, technisch hoch anspruchsvollen Rollouts wie SAP xApps, SAP Enterprise Portal oder SAP NetWeaver zum Tragen. Da diese Anwendungen für Kunden und Geschäftspartner gleichsam sichtbar sind, führt eine mangelhafte Systemverfügbarkeit zu Umsatzverlusten, Kostensteigerungen und Einbußen bei der Kundenzufriedenheit. Internet-Anwendungen und Composite Applications befinden sich buchstäblich auf dem Präsentierteller – es ist für die Unternehmen daher wichtiger als je zuvor, Performance-Probleme schnell zu identifizieren und zu lösen, bevor ein Kunde oder Lieferant davon betroffen ist. Weil das Isolieren von Performance-Problemen in Composite Applications zusätzliche Schwierigkeiten mit sich bringt, wird dafür eine umfassende, integrierte Lösung benötigt.
Mehr Informationen zu den Mercury-Produkten finden Sie unter
www.mercuryinteractive.com/solutions/sap

Rod Lehman

Rod Lehman

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