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Wie kann man die Ebola-Krise stoppen?

15. Oktober 2014 von David Trites 0

Die bisher schlimmste Ebola-Epidemie ebbt nicht ab. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich bereits über 6.000 Menschen in Westafrika infiziert und 3.000 Menschen sind der Krankheit erlegen. Hilfsorganisationen wie Direct Relief nehmen den Kampf auf – unterstützt durch SAP-Software.

Zahlen zeigen, dass die Infektionsrate wöchentlich steigt, und Behörden warnen, dass sich zwischen 20.000 bis zu über eine Million Menschen anstecken könnten – wenn die Gegenmaßnahmen und die Behandlung der Erkrankten nicht deutlich verstärkt werden.

Und da sich die Krankheit immer schneller ausbreitet, ist erst mal mit einer Verschlimmerung der Krise zu rechnen, bevor eine Besserung eintreten kann. Seit der AIDS-Epidemie hat der UN-Sicherheitsrat eine Gesundheitskrise nicht mehr als „eine Bedrohung für den internationalen Frieden und die Sicherheit“ bezeichnet. Jetzt ruft er alle Nationen auf, medizinisches Personal und Hilfsgüter zur Bekämpfung der Seuche zur Verfügung zu stellen.

Ein schwieriger Kampf

Die Epidemie in Schach zu halten erweist sich als äußerst schwierig. Viele der Erkrankten in Westafrika verstecken sich und haben Angst, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig sind Behandlungszentren in anderen Dörfern so überlastet und unterbesetzt, dass sie Erkrankte ablehnen müssen. Und auch wichtige Medikamente und Schutzkleidung für medizinisches Personal sind nicht in ausreichender Zahl vorhanden.

Nach der Ärztestatistik der WHO kommt auf 45.000 Einwohner in Sierra Leone nur ein Arzt. Zum Vergleich: In den USA betreut ein Arzt 400 Patienten. Das bedeutet, dass in Sierra Leone weniger als 150 Ärzte für 6 Millionen Menschen zuständig sind.

Ärzte und Freiwillige aus der ganzen Welt sind deswegen nach Afrika gekommen, um im Kampf gegen die Seuche zu helfen. Und da sich die Epidemie weiter zuspitzt, werden noch mehr gebraucht werden.

SAP-Software unterstützt Hilfsorganisationen

Eine wichtige Rolle spielen in diesem Zusammenhang Hilfsorganisationen wie die US-amerikanische Non-Profit-Organisation Direct Relief. Sie unternehmen alles, um Ärzte und freiwillige Helfer vor Ort zu schützen. „Wir müssen alles in unseren Kräften Stehende tun, um eine weitere menschliche Tragödie durch diese tödliche Seuche und eine Verschlimmerung der ohnehin schon schwierigen Lage in den Ländern zu verhindern“, sagte Thomas Tighe, Leiter von Direct Relief.

Bisher hat Direct Relief elf Lieferungen mit über 100 Tonnen Notfallmedikamenten und Hilfsgütern in die Ebola-Krisengebiete in Sierra Leone und Liberia verschickt. Weitere Lieferungen sind unterwegs. Die Schutzhandschuhe, -masken, -brillen und -anzüge helfen, eine Übertragung des Virus durch infizierte Körperflüssigkeiten wie Blut, Schweiß und Speichel zu vermeiden.

Um einen reibungslosen und effizienten Ablauf seiner Hilfsmaßnahmen zu gewährleisten, setzt Direct Relief Software von SAP ein. „Wir sind eine Hilfsorganisation, und deshalb haben alle unsere Systeme und Daten einen sehr einfachen Zweck: Menschen zu helfen“, sagte Tighe.

Insbesondere in einer Krisensituation kann Direct Relief zusätzliche Komplexität nicht gebrauchen. Denn gerade dann müssen Entscheidungen schnell getroffen werden. Hilfsgüter müssen so effizient wie möglich eingekauft, verpackt und verschickt werden. „Die Menschen brauchen diese Güter, um zu überleben. In Notsituationen müssen die Hilfslieferungen schnell und genau abgewickelt werden. Mit der SAP-Software können wir das richtig gut erledigen“, sagte Tighe.

Die Gesundheit und das Wohlergehen von Millionen Menschen stehen in Westafrika auf dem Spiel. Um diese Krise zu beenden, bedarf es der Hilfe vieler Menschen, die komplexe Abläufe möglichst einfach gestalten können. „Wenn man ein System hat, das die ganzen Daten aufbereitet und verwaltet, kann man sich den eigentlichen Problemen widmen. Und genau das können wir dank unseres SAP-Systems“, sagte Tighe.

Weitere Informationen über den Einsatz von SAP-Software bei Direct Relief: SAP StreamWork unterstützt Soforthilfe

Foto: Direct Relief International
Dieser Artikel wurde ursprünglich auf SAP Business Trends veröffentlicht.

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